Die vorliegende Arbeit behandelt die Sturmstillungsgeschichte nach Matthäus 8,18-27. Ich werde eine klassische Exegese durchführen und mich speziell mit der Bedeutung des Textes für die Matthäusgemeinde und in diesem Zusammenhang mit den Themen ,,Kleinglaube" und ,,Nachfolge" auseinandersetzen.
Obwohl einige Kommentare (z.B. Gnilka, Sand) die Bibelstelle in zwei Abschnitte aufteilen, nämlich prinzipiell in ,,Nachfolge" (18-22) und ,,Seesturm" (23-27), habe ich mich dafür entschieden, sie als ein Ganzes zu sehen und zu analysieren. Dementsprechend werde ich in dieser Seminararbeit damit argumentieren, dass die Seesturmsequenz in unmittelbarem Zusammenhang mit der Nachfolge steht. Der Text birgt in seiner Komplexität meiner Meinung nach eine Vielfalt von Anhaltspunkten, die für beide Themen genügend Material liefert.
Nachdem ich zunächst eine Übersetzung des Textes aus dem Evangelisch-Katholischen Kommentar (s. Bibliographie im 5. Kapitel) vorstelle und daran die Struktur erläutere, werde ich danach folgend zur Analyse übergehen. Darauf aufbauend habe ich im 3. Kapitel eine detaillierte Erklärung des behandelten Matthäustextes verfasst. Im 4. Kapitel werde ich zusammenfassend die Bedeutung des Textes für die Matthäusgemeinde herauskristallisieren.
Inhaltsverzeichnis
- Exposition
- Die Übersetzung des Matthäustextes 8, 18-27
- Zur Struktur des Textes
- Analyse
- Auslegung
- Zusammenfassung
- Bedeutung für die Matthäusgemeinde
- Fazit
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit analysiert die Sturmstillungsgeschichte in Matthäus 8,18-27 durch eine klassische Exegese. Im Fokus steht die Bedeutung des Textes für die Matthäusgemeinde, insbesondere in Bezug auf die Themen "Kleinglaube" und "Nachfolge".
- Die Bedeutung des Textes für die Matthäusgemeinde
- Die Themen "Kleinglaube" und "Nachfolge"
- Die Struktur und Komposition des Textes
- Die Rolle Jesu in der Sturmstillungsgeschichte
- Die Reaktion der Jünger und der Menschen
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung (Kapitel 0) führt in das Thema der Sturmstillungsgeschichte ein und erläutert den analytischen Ansatz der Arbeit. Kapitel 1 präsentiert eine Übersetzung des Matthäustextes und beleuchtet die Struktur des Textes. Kapitel 2 analysiert den Text, während Kapitel 3 eine detaillierte Erklärung des Textes bietet. Schließlich beleuchtet Kapitel 4 die Bedeutung des Textes für die Matthäusgemeinde.
Schlüsselwörter
Die Sturmstillungsgeschichte, Matthäus 8,18-27, Exegese, Matthäusgemeinde, Nachfolge, Kleinglaube, Struktur, Komposition, Jesus, Jünger, Menschen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Kern der Sturmstillungsgeschichte in Matthäus 8?
Die Erzählung beschreibt, wie Jesus einen lebensbedrohlichen Seesturm bändigt und dabei die Angst und den „Kleinglauben“ seiner Jünger thematisiert.
Wie hängen Nachfolge und der Seesturm zusammen?
Die Arbeit argumentiert, dass die Seesturmsequenz unmittelbar mit dem Thema Nachfolge verknüpft ist: Nachfolge bedeutet, Jesus auch in lebensbedrohlichen Krisen zu vertrauen.
Was bedeutet der Begriff „Kleinglaube“ in diesem Kontext?
Kleinglaube bezeichnet eine Haltung, die zwar Jesus folgt, aber in der Prüfung durch Angst überwältigt wird und an Gottes schützender Macht zweifelt.
Welche Bedeutung hat der Text für die Matthäusgemeinde?
Für die urchristliche Gemeinde diente der Text als Ermutigung in Zeiten der Verfolgung und als Lehre über die wahre Natur der Nachfolge Jesu.
Wie ist die Struktur von Matthäus 8, 18-27 aufgebaut?
Der Text gliedert sich in die Einleitung zur Nachfolge (18-22) und die eigentliche Wundererzählung auf dem See (23-27), die hier als Einheit analysiert werden.
- Quote paper
- H.-A. Theilen (Author), 2002, Exegese der Sturmstillungsgeschichte, Matthäus 8, 18-27, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1937