Inhaltsverzeichnis
0 Einleitung 2
1 Grundlagen der TZI 3
1.1 Entstehung 3
1.2 Methode 4
1.3 TZI im Kontext Bildung 7
2 Die Axiome 8
2.1 Das existenziell-anthropologische Axiom 8
2.2 Das ethisch-soziale Axiom 9
2.3 Das pragmatisch-politische Axiom 9
3 Die Postulate 10
3.1 Prinzip der Selbstverantwortung 10
3.2 Prinzip der Arbeitsfähigkeit 11
3.2.1 Störungen in der Gruppe 11
3.2.2 Umgang mit Störungen 12
3.3 Die Hilfsregeln 12
4. Fazit 16
Quellen 17
0 Einleitung
Anbieter_innen von Angeboten im Bereich der Weiterbildung unterliegen seit Jahren steigenden Anforderungen an die Wirtschaftlichkeit. Dies steigert den Zwang kostengünstig und dennoch effektiv zu arbeiten. Sie müssen ihre Teilnehmer_innen von Angeboten und Konzepten überzeugen, um diese als Kunden zu gewinnen und zu behalten. Eine große Rolle die Qualität dieser Angebote zu sichern, spielen die Methoden, welche Wissen vermitteln. Sind Kurse nicht teilnehmer_innengerecht gestaltet, so brechen die Teilnehmer_innen den Kurs ab, belegen keine weiterführenden Angebote oder nehmen andere Institutionen in Anspruch.
Wie im Seminar „Inklusive Erwachsenenbildung“ insistiert, gibt es einen allmählichen Paradigmenwechsel in der Erwachsenenbildung und Menschen mit Behinderung werden bei Anbietern von Erwachsenenweiterbildung allmählich als Zielgruppe erkannt. Hier fehlt es bisher nicht nur an inklusiven Angeboten, sondern auch an Methoden, wie Kurse nicht nur theoretisch, sondern auch faktisch inklusiv gestaltet werden können. Konträre Ansichten der einzelnen Teilnehmer_innen können in jedem Angebot der Bildung dazu führen, dass die Durchführung der Gruppenarbeit- und in Folge dessen die Vermittlung von Lerninhalten eines Angebots- verzögert oder ganz verhindert werden. In der folgenden Hausarbeit wird ein Überblick über die Methode der Themenzentrierten Interaktion (im Verlauf der Hausarbeit mit TZI abgekürzt) von Ruth Cohn vorgestellt. Diese soll nicht nur konflikt- und angstfreie Kommunikation ermöglichen, sondern strebt bestmögliche Kooperation an und ist vielfältig anwendbar, auch im Bereich der inklusiven Erwachsenenbildung.
In dieser Hausarbeit wird grundsätzlich die geschlechtsneutrale Schreibweise „_innen” verwendet. Diese hat die Funktion, dass nicht nur Frauen, sondern auch Menschen, die sich zwischen beziehungsweise außerhalb der Zweigeschlechtlichkeit zugehörig fühlen, bedacht werden.
Inhaltsverzeichnis
- 0 Einleitung
- 1 Grundlagen der TZI
- 1.1 Entstehung
- 1.2 Methode
- 1.3 TZI im Kontext Bildung
- 2 Die Axiome
- 2.1 Das existenziell-anthropologische Axiom
- 2.2 Das ethisch-soziale Axiom
- 2.3 Das pragmatisch-politische Axiom
- 3 Die Postulate
- 3.1 Prinzip der Selbstverantwortung
- 3.2 Prinzip der Arbeitsfähigkeit
- 3.2.1 Störungen in der Gruppe
- 3.2.2 Umgang mit Störungen
- 3.3 Die Hilfsregeln
- 4 Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit beleuchtet die Themenzentrierte Interaktion (TZI) nach Ruth C. Cohn und untersucht, ob diese Methode im Bereich der inklusiven Erwachsenenbildung eine relevante und wirksame Möglichkeit zur Gestaltung von Lernprozessen darstellt. Die Arbeit analysiert die Entstehung der TZI, deren Axiome und Postulate, und stellt die zentrale Rolle des TZI-Dreiecks für die Praxis heraus.
- Die Entstehung und Entwicklung der TZI aus der Psychoanalyse und der humanistischen Psychologie
- Die Axiome und Postulate der TZI als Grundlage für eine wertschätzende und inklusiven Kommunikation in Gruppen
- Das TZI-Dreieck als Modell für die Analyse und Gestaltung von Lernprozessen in Gruppen
- Der Einfluss der TZI auf die Gestaltung inklusiver Erwachsenenbildung
- Die Anwendung der TZI in der Praxis und ihre Bedeutung für die Konfliktlösung und die Förderung von Kooperation
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel widmet sich der Entstehung der TZI und ihren Wurzeln in der Psychoanalyse und der humanistischen Psychologie. Hierbei werden die wichtigsten Einflüsse auf Ruth C. Cohns Entwicklung der TZI beleuchtet, insbesondere ihre Erfahrungen mit der Psychoanalyse, der kindzentrierten Bildung und der Gruppentherapie. Das zweite Kapitel stellt die drei Axiome der TZI vor: das existenziell-anthropologische, das ethisch-soziale und das pragmatisch-politische Axiom. Die Axiome bilden die Grundlage für die TZI und definieren die Grundprinzipien für eine wertschätzende und inklusive Kommunikation. Im dritten Kapitel werden die Postulate der TZI, wie das Prinzip der Selbstverantwortung, das Prinzip der Arbeitsfähigkeit und die Hilfsregeln, näher erläutert. Die Postulate geben praktische Hinweise zur Anwendung der TZI in Gruppen und zur Bewältigung von Konflikten. Das vierte Kapitel fasst die Erkenntnisse der Arbeit zusammen und stellt die Relevanz der TZI für die Gestaltung inklusiver Lernprozesse heraus.
Schlüsselwörter
Themenzentrierte Interaktion, TZI, Ruth C. Cohn, inklusive Erwachsenenbildung, Konfliktlösung, Kooperation, Axiome, Postulate, TZI-Dreieck, lebendiges Lernen, Gruppenarbeit, Kommunikation, Gestaltung von Lernprozessen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist die Themenzentrierte Interaktion (TZI)?
TZI ist ein professionelles Handlungskonzept zur Arbeit in Gruppen, das darauf abzielt, lebendiges Lernen zu fördern und die Interaktion zwischen Individuum, Gruppe und Thema zu balancieren.
Was symbolisiert das TZI-Dreieck?
Das Dreieck stellt die vier Faktoren dar: Ich (das Individuum), Wir (die Gruppe), Es (das Thema) und der Globe (das Umfeld). Alle vier müssen im Gleichgewicht sein.
Welche Rolle spielt TZI in der inklusiven Erwachsenenbildung?
TZI bietet Methoden, um Kurse teilnehmergerecht und wertschätzend zu gestalten, sodass Menschen mit und ohne Behinderung faktisch gemeinsam lernen können.
Was sind die Axiome der TZI?
Die Axiome sind ethische Grundannahmen, wie die Ehrfurcht vor allem Lebendigen, die Autonomie des Einzelnen und die Erkenntnis, dass Freiheit immer auch Verantwortung bedeutet.
Wie geht TZI mit Störungen in einer Gruppe um?
Ein zentrales Postulat lautet: "Störungen haben Vorrang". Sie müssen bearbeitet werden, damit die Arbeitsfähigkeit der Gruppe wiederhergestellt werden kann.
- Arbeit zitieren
- Sozialarbeiterin B.A. Karin Luther (Autor:in), 2012, Die Themenzentrierte Interaktion nach Ruth Charlotte Cohn, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/193601