Einleitung:
Für die Geschichte der frühen Neuzeit nimmt die Englische Revolution im 17. Jahrhundert mit Sicherheit einen großen Stellenwert ein. Zum einen ist sie die erste große Revolution auf europäischen Boden und zum anderen prägte sie die Entwicklung der späteren Weltmacht Großbritannien über viele Jahrhunderte entscheidend. Dass England zum damaligen Zeitpunkt, als sich die anderen europäischen Länder fest in der Hand absolutistischer Herrscher befanden, schon über eine parlamentarische Tradition verfügte, begründet allein schon die Vorreiterrolle des Inselreichs für die Geschichte Europas. Bereits 1257 sprach man dort von Parlamenten, einer Institution, die sich in ihren Grundzügen bis heute gehalten hat. Doch dass gerade hier ein Bürgerkrieg zwischen der Krone und dem Parlament stattfinden sollte, unterstreicht noch einmal die politische Fortschrittlichkeit Englands gegenüber den anderen europäischen Mächten.
Auch die Rolle der Armeen in diesem Krieg stellte einen großen Gegensatz zu den Söldnerheeren des Dreißigjährigen Krieges auf dem europäischen Festland dar. Doch was waren die Besonderheiten dieser Armee, die nicht mehr an einen Herrscher gebunden war, sondern an eine Institution? Bedurfte das Gelingen der Englischen Revolution einer „demokratischen“ Armee? Diese Fragen sollen den Schwerpunkt dieses Essays bilden und anhand einschlägiger Literatur untersucht werden.
Inhaltsverzeichnis
- Einführung
- Die Englische Revolution – eine historische Einordnung
- New Model Army
- Die Levellers – ihrer Zeit voraus?
- Bedurfte es einer „,demokratischen\" Armee?
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Dieser Essay untersucht die Bedeutung einer „demokratischen“ Armee für den Erfolg der Englischen Revolution (1642-1660). Er analysiert die Besonderheiten der New Model Army und ihre Rolle im Kontext der politischen und sozialen Konflikte der Zeit.
- Die Englische Revolution als "Ur-Revolution" Europas
- Die Rolle von Religion und Verfassung in der Revolution
- Die Komplexität des Konflikts zwischen Krone und Parlament
- Die Herausforderungen der Interpretation der Revolution als Klassenkampf
- Der Einfluss sozialer und wirtschaftlicher Faktoren auf den Krieg
Zusammenfassung der Kapitel
Einführung
Die Einleitung stellt die Englische Revolution im Kontext anderer Revolutionen der Weltgeschichte dar und hebt ihre Bedeutung für die europäische Geschichte hervor. Sie stellt die Frage nach der Rolle der Armee in der Revolution und den Besonderheiten der New Model Army.
Die Englische Revolution - eine historische Einordnung
Dieser Abschnitt beleuchtet die Gründe, Prinzipien und Ergebnisse der Englischen Revolution aus der Perspektive verschiedener Autoren. Er untersucht die komplexen Ursachen des Bürgerkriegs und die Rolle von Religion, Verfassung, Gesellschaft und Wirtschaft.
Schlüsselwörter
Englische Revolution, New Model Army, Bürgerkrieg, Revolutionstheorie, Religion, Verfassung, Gesellschaft, Wirtschaft, Klassenkampf, Historiographie, Imanuel Geiss, Michael Maurer, Heiner Haan, Gottfried Niedhart.
Häufig gestellte Fragen
Was war das Besondere an der "New Model Army"?
Im Gegensatz zu Söldnerheeren war sie an eine Institution (das Parlament) und nicht an einen einzelnen Herrscher gebunden, was sie politisch und organisatorisch einzigartig machte.
War die Armee der Englischen Revolution wirklich "demokratisch"?
Der Essay untersucht diesen Begriff kritisch und beleuchtet die internen Strukturen sowie den Einfluss radikaler Gruppen wie der Levellers auf die Armee.
Wer waren die Levellers?
Eine politisch fortschrittliche Gruppe während der Englischen Revolution, die für weitreichende demokratische Rechte und soziale Reformen eintrat.
Welche Rolle spielte die Religion im Bürgerkrieg?
Religion war neben Verfassungsfragen eine der zentralen Ursachen und Motivationsquellen für den Konflikt zwischen Krone und Parlament.
Kann die Englische Revolution als Klassenkampf gesehen werden?
Die Arbeit diskutiert die Herausforderungen dieser Interpretation und bezieht soziale sowie wirtschaftliche Faktoren in die Analyse mit ein.
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- Master of Arts (M.A.) Nico Bäro (Author), 2008, Bedurfte es einer "demokratischen" Armee?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/192998