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Entwicklungsgeschichte und alternative Sichtweisen der Theorie der Unternehmung

Title: Entwicklungsgeschichte und alternative Sichtweisen der Theorie der Unternehmung

Seminar Paper , 2002 , 92 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Jens Huke (Author), Frank Kanngießer (Author), Christopher Schröder (Author)

Business economics - General
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Summary Excerpt Details

[...] Diese Arbeit soll einige Ansätze zur Theoriebildung darstellen, um eventuelle Besonderheiten des Ansatzes von Dieter Schneider aufzuzeigen. Es wird kein Anspruch darauf erhoben, dass diese Aufzählung vollständig ist. Nur die wichtigsten Ansätze werden kurz dargestellt.
Die weitgefächerten Meinungen über das, was man unter einer „Unternehmung“ und unter dem Begriff der Theorie verstanden wird soll ebenfalls untersucht werden.
Weiterhin wird der Frage nachgegangen welche Merkmale eine Theorie nach Dieter Schneiders Ansatz aufweisen können muss, um wissenschaftlichen Anforderungen zu genügen. Seine Unterscheidung in erklärende, gestaltende und metrisierende Theorien ist Hauptgegenstand dieser Arbeit.
Dabei liegt im Zentrum des Interesses, welche Eigenschaften diese drei Theoriearten kennzeichnen und in welcher Beziehung sie zueinander stehen.
Daneben soll herausgearbeitet werden, in wie weit wissenschaftlicher Fortschritt, in Form einer neuen Theorie, aus der Diskussion unterschiedlicher Ansichten hervorgeht, also wie stark das, was eine Theorie zu leisten vermag von der Diskussion in der wissenschaftlichen Gemeinschaft abhängt.
Der Teil C dieser Seminararbeit soll einen Überblick darüber geben, welche verschiedenen Theorien der Unternehmung entwickelt wurden. Um den Rahmen der Betrachtung zu wahren, wurde eine Auswahl dieser Ansätze vorgenommen. Im Zuge dieser Arbeit wird neben der Neoklassischen Mikroökonomie, der Systemtheorie, des Property-Rights-Ansatzes, der Principal-Agent-Theorie und des Transaktionskostenansatzes auch die Lehre von den Unternehmerfunktionen vorgestellt. Die Zusammenstellung orientiert sich in weiten Teilen an der von Dieter Schneider in seinem dreibändigen Werk zur Betriebswirtschaftslehre vorgenommenen Selektion. Ein Anspruch auf vollständige Darstellung aller existierenden Theorien der Unternehmung wird folglich nicht erhoben!
In den Ausführungen wird das bereits im Teil B vermittelte Theorieverständnis und die Abgrenzung des Begriffs der Unternehmung zu Grunde gelegt. Zunächst wird die Bedeutung der eine Theorie der Unternehmung begründenden Sichtweise für die Abgrenzung eines Erkenntnisobjektes untersucht. Darauf aufbauend soll eine Gruppierung der betrachteten Theorien entsprechend ihrer Lösungsidee vorgenommen werden. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einführung

A Entwicklungsgeschichte der Betriebswirtschaftslehre

1. Einordnung der Betriebswirtschaftslehre in das System der Wissenschaften

1.1. Systematisierung der Wissenschaften

1.2. Betriebswirtschaftslehre und Volkswirtschaftslehre

2. Die alte Geschichte

3. Vorläuferwissenschaften der Betriebswirtschaftslehre

3.1. Kommerzienkunde

3.2. Merkantilismus

3.2.1. Kameralismus

3.2.2. Landwirtschaftliche Betriebslehre und Staatsrechnungswissenschaft

3.3. Die Handlungswissenschaft

4. Entwicklung der Betriebswirtschaftslehre von 1898 bis zum zweiten Weltkrieg

4.1. Verselbständigung der akademischen Betriebswirtschaftslehre

4.2. Bedeutende Wegbereiter der jungen Betriebswirtschaftslehre

5. Entwicklung der Betriebswirtschaftslehre seit dem zweiten Weltkrieg

B Allgemeines Verständnis von der Bildung einer Theorie

1. Der Theoriebegriff

1.1. Die Mehrdeutigkeit des Theoriebegriffs

1.1.1. Theorie als Einzelbezeichnung für behauptete Zusammenhänge

1.1.2. Theorie als Gattungsname für verschiedene Problemlösungsansätze bei ähnlicher Problemstellung

1.1.3. Theorie als Gattungsname für ähnliche Problemlösungsansätze bei verschiedenen Problemstellungen

1.1.4. Theorie als Kennzeichnung des Ziels wissenschaftlichen Arbeitens

1.1.5. Definition des Theoriebegriffs

1.2. Definition des Begriffes „Unternehmung“

1.3. Eine Unterscheidung zwischen der „Betriebswirtschaftslehre“ und der „Theorie der Unternehmung“

1.4. Mögliche Ansätze zur Theorie der Unternehmung

1.4.1. Erklärung, Prognose und Gestaltung

1.4.2. Falsifikation

1.4.3. Rationale Rekonstruktion

1.5. Anforderungen an eine Theorie

2. Theorie als Struktur – Der Strukturalismus

2.1. Schneiders Theorieverständnis

2.2. Strukturmerkmale erklärender Theorie

2.2.1. Die Problemstellung und die Lösungsidee

2.2.2. Der Strukturkern

2.2.3. Musterbeispiele

2.2.4. Die Hypothese

2.3. Ein Beispiel – Die Monopolpreisbildung nach dem Cournotmodell

2.3.1. Die Problemstellung und die Lösungsidee

2.3.2. Der Strukturkern

2.3.3. Musterbeispiele

2.3.4. Die Hypothese

2.4. Das Problem der Interpretation von Symbolen

2.5. Testbarkeit und Widerlegbarkeit von Hypothesen

2.5.1. Die empirischen Beobachtungen treffen nicht zu

2.5.2. Die empirischen Beobachtungen treffen zu

2.5.3. Die vier Freiheitsgrade

3. Gestaltende Theorien

3.1. Strukturmerkmale einer gestaltenden Theorie

3.1.1. Die Problemstellung und die Lösungsidee

3.1.2. Der Strukturkern

3.1.3. Musterbeispiele

3.1.4. Die Hypothese

3.2. Besonderheiten einer gestaltenden Theorie

3.3. Ein Vergleich mit dem Ansatz „Erklärung, Prognose und Gestaltung“

4. Metrisierende Theorien

4.1. Begriffe und Probleme des Messens

4.2. Strukturmerkmale metrisierender Theorien

4.2.1. Die Problemstellung und die Lösungsidee

4.2.2. Der Strukturkern

4.2.3. Musterbeispiele

4.2.4. Die Hypothese

5. Gütestufen der Theorien

5.1. „Theoriegefasel“

5.2. „Theoriegebrösel“

5.3. „Theorieversprechen“

C Alternative Sichtweisen der Theorie der Unternehmung

1. Grundlagen

1.1. Erfahrungsobjekt, Erkenntnisobjekt, Sichtweise und Aspekt einer Theorie der Unternehmung

1.2. Beispiel

1.3. Anforderungen an eine Theorie der Unternehmung

2. Verschiedene Sichtweisen der Theorie der Unternehmung

2.1. Bildhafte Vergleiche aus anderen Wissenschaften

2.1.1. Bildhafte Vergleiche aus der Physik am Beispiel der Neoklassischen Mikroökonomie

2.1.2. Bildhafte Vergleiche aus der Biologie – Die Unternehmung als Organismus / als soziales System

2.1.3. Bildhafte Vergleiche aus der Rechtslehre

2.2. Beobachtungssachverhalte aus dem wirtschaftlichen Erfahrungsbereich

2.2.1. Begriffsdefinitionen

2.2.2. Die Lehre von den Unternehmerfunktionen

Schlussbemerkung

Literaturverzeichnis

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Entwicklungsgeschichte und den theoretischen Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre. Das primäre Ziel ist es, verschiedene Ansätze zur Theoriebildung, insbesondere den Strukturalismus nach Dieter Schneider, darzustellen, auf ihre wissenschaftliche Validität zu prüfen und in den Kontext alternativer Sichtweisen auf die Unternehmung zu setzen, um eine fundierte Basis für das Verständnis betriebswirtschaftlicher Forschung zu schaffen.

  • Historische Entwicklung der Betriebswirtschaftslehre und ihre Vorläuferwissenschaften.
  • Kritische Analyse des Theoriebegriffs und methodologische Fundierung.
  • Erläuterung strukturalistischer Theoriebausteine (Problemstellung, Strukturkern, Musterbeispiel, Hypothese).
  • Gegenüberstellung und Bewertung unterschiedlicher Theorien der Unternehmung (Neoklassik, Systemtheorie, Institutionenökonomie).

Auszug aus dem Buch

2.2.2. Der Strukturkern

Der Strukturkern stellt ein vereinfachtes Abbild der Problemstellung dar. Es findet eine erste Übersetzung statt. Von einer umgangssprachlichen Formulierung in eine wissenschaftliche Sprache. Um ein Modell erhalten zu können, muss dabei ein gewisses Maß an Präzision eingehalten werden. Der hier verwendete Modellbegriff entstammt wieder dem Systemdenken. Ein Modell als Relation von Elementen. Die Übersetzung muss nach Schneider sowohl dem Syntax als auch der Semantik nach präzise sein. Schneider unterscheidet zwischen drei verschiedenen Begriffen aus denen der Syntax gebildet werden soll. Der klassenbildende Begriff kann verwendet werden, wenn die Theorie einteilende Merkmale hat. Merkmale können dabei Realtypen sein, wie zum Beispiel die Einteilung von Lebewesen in Wirbeltiere und Nichtwirbeltiere. Bei komparativen Begriffen ist die Bildung einer Rangordnung möglich und bei quantitativen Begriffen erhält man Modelle, die denen der Mathematik ähnlich sind.

Bei der Semantik müssen umgangssprachliche Begriffe oder Begriffe aus anderen Wissenschaften in eine Sprache übersetzt werden, die eine genaue Modellbildung erlaubt. Je genauer einzelne Begriff eines Modells präzisiert werden, desto aussagekräftiger wird der Strukturkern. Umgangssprachliche Begriffe wie der Begriff Verschuldung haben ein eigene Vorprägung durch die Verwendung im Bilanzrecht bekommen. Das Bilanzrecht kennt zum Beispiel das Vorsichtsprinzip, das nicht die wirkliche Situation einer Unternehmung abbilden soll, sondern auch die Aufgabe des Gläubigerschutzes hat. Dort versteht man unter dem Begriff Schulden zum Beispiel auch Drohverlustrückstellungen, die aus dem Gewinn des vorangegangen Jahres gebildet werden. Möchte man ein Modell aufstellen, welches die Frage beantwortet, wann ein Unternehmer überschuldet ist, dann ist ein solcher Begriff von Schulden sicherlich nicht passend und müsste für das gewünschte Modell modifiziert oder neu definiert werden.

Zusammenfassung der Kapitel

Einführung: Die Einführung erläutert den historischen Kontext der Betriebswirtschaftslehre als junge Disziplin und definiert den Rahmen der Untersuchung, welche sich auf die Theoriebildung und verschiedene Sichtweisen zur Unternehmung konzentriert.

A Entwicklungsgeschichte der Betriebswirtschaftslehre: Dieses Kapitel zeichnet die historische Genese der Disziplin nach, von antiken Ansätzen und Vorläuferwissenschaften wie Kommerzienkunde und Merkantilismus bis zur akademischen Institutionalisierung ab 1898.

B Allgemeines Verständnis von der Bildung einer Theorie: Hier werden unterschiedliche Theoriebegriffe analysiert und der strukturalistische Ansatz von Dieter Schneider detailliert vorgestellt, inklusive einer methodischen Abgrenzung der Theoriearten und Gütestufen.

C Alternative Sichtweisen der Theorie der Unternehmung: Dieses Kapitel untersucht verschiedene methodische Zugänge zur Analyse der Unternehmung, unter anderem die Neoklassik, systemtheoretische Ansätze und die Institutionenökonomie, und bewertet deren Erklärungsgehalt.

Schlussbemerkung: Die Schlussbemerkung fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer klaren methodischen Definition sowie die Bedeutung der Theorievielfalt für die betriebswirtschaftliche Entscheidungsfindung.

Schlüsselwörter

Betriebswirtschaftslehre, Theorie der Unternehmung, Strukturalismus, Dieter Schneider, Kameralismus, Handlungswissenschaft, Neoklassische Mikroökonomie, Systemtheorie, Property-Rights-Ansatz, Principal-Agent-Theorie, Transaktionskostentheorie, Unternehmensfunktionen, Wissenschaftstheorie, Theoriebildung, Institutionen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der wissenschaftsgeschichtlichen Entwicklung der Betriebswirtschaftslehre und analysiert theoretische Ansätze zur Erforschung der Unternehmung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die historische Einordnung der Disziplin, die methodologische Fundierung des Theoriebegriffs und die vergleichende Analyse verschiedener ökonomischer Theorien der Unternehmung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, durch die Darstellung des strukturalistischen Ansatzes nach Schneider und anderer Theorien, Kriterien für eine wissenschaftlich fundierte Theoriebildung aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf eine literaturgeschichtliche und methodenorientierte Analyse, insbesondere unter Anwendung des strukturalistischen Ansatzes von Dieter Schneider.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Entwicklung, die Erläuterung der Strukturmerkmale von Theorien (erklärend, gestaltend, metrisierend) und die detaillierte Untersuchung alternativer Sichtweisen wie Neoklassik und Institutionenökonomie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Betriebswirtschaftslehre, Theorie der Unternehmung, Strukturalismus, Institutionen und Wissenschaftsprogramme.

Wie unterscheidet sich der Strukturalismus von anderen Ansätzen?

Der Strukturalismus nach Schneider nutzt den Systemgedanken und ordnet Aussagen in Kategorien (Problemstellung, Strukturkern, Musterbeispiel, Hypothese), um einen systematischen Bauplan für Theorien zu erstellen.

Warum bewertet die Arbeit die Neoklassische Theorie kritisch?

Die Arbeit kritisiert die Neoklassik vor allem aufgrund ihrer starken Vereinfachungen (wie den Ausschluss von Unsicherheit und Realitätsnähe), die ihre Anwendbarkeit auf komplexe, moderne Unternehmungsszenarien einschränken.

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Details

Title
Entwicklungsgeschichte und alternative Sichtweisen der Theorie der Unternehmung
College
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg  (Institut für Controlling und Unternehmensrechnung)
Course
ABWL
Grade
1,3
Authors
Jens Huke (Author), Frank Kanngießer (Author), Christopher Schröder (Author)
Publication Year
2002
Pages
92
Catalog Number
V19289
ISBN (eBook)
9783638234436
ISBN (Book)
9783638700375
Language
German
Tags
Entwicklungsgeschichte Sichtweisen Theorie Unternehmung ABWL
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jens Huke (Author), Frank Kanngießer (Author), Christopher Schröder (Author), 2002, Entwicklungsgeschichte und alternative Sichtweisen der Theorie der Unternehmung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/19289
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