In der Unterhaltungsshow „Schlag den Raab" auf ProSieben fand am 10.04.2010 das erste offiziell legale Product Placement im deutschen Fernsehen statt. In dieser Sendung tritt ein Kandidat in mehreren Disziplinen gegen Stefan Raab an, um einen Geldbetrag zu gewinnen. In dem Spiel „m-Ball“ wurde ein M&M, eine schokoladenüberzogene Erdnuss, durch einen Ball in der Form eines M&Ms in schwarz-rot-goldenen Farben dargestellt (s. Anhang 1). Das Ziel war es den Ball in das gegnerische Tor zu schießen. Die Besonderheit dieses Spiels lag darin, dass durch die Erdnussform des Balls, das Zielen und Treffen des Tores erschwert wurde. Während der Erklärung des Spiels hielt der Moderator den „m-Ball“ für den Zuschauer klar erkennbar, mit dem „m“ nach vorne gedreht in die Kamera. In den nachfolgenden Werbeblöcken der Show, wurde dann sogar der neue M&Ms-WM-Spot gezeigt, was zur Unterstützung der Kombination zwischen „m-Ball“ und M&Ms dienen sollte. Dieses Beispiel zeigt eindrücklichen die Möglichkeiten des Product Placement auf.
Die konventionelle Werbung ist zwar immer noch das meist genutzte Kommunikationsinstrument, jedoch steht diese einer immer niedriger werdenden Akzeptanz des Verbrauchers gegenüber. Dies hat zur Folge, dass Unternehmen zunehmend auf innovative Werbeformen, zu denen auch Product Placement zählt, zugreifen. [...]
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 2. Grundlagen des Product Placement
- 2.1 Definition
- 2.2 Historische Entwicklung
- 2.3 Abgrenzung artverwandter Werbeformen
- 2.4 Eingliederung in den Marketing-Mix
- 3. Ziele
- 4. Arten von Product Placement
- 4.1 Differenzierung nach Art der Informationsübermittlung
- 4.1.1 Visuelles Product Placement
- 4.1.2 Verbales Product Placement
- 4.2 Differenzierung nach dem platzierten Objekt oder Produkt
- 4.2.1 Product Placement im eigentlichen Sinn
- 4.2.2 Generic Placement
- 4.2.3 Corporate Placement
- 4.2.4 Country Placement
- 4.2.5 Image Placement
- 4.2.6 Idea Placement
- 4.2.7 Innovation Placement
- 4.3 Differenzierung nach der Intensität
- 4.3.1 On Set Placement
- 4.3.2 Creative Placement
- 4.1 Differenzierung nach Art der Informationsübermittlung
- 5. Wirkung von Product Placement
- 6. Grenzen und Risiken des Product Placement
- 6.1 Rechtliche Aspekte in Deutschland
- 6.2 Akzeptanz in der Zielgruppe
- 6.3 Ethische Probleme
- 7. Vor- und Nachteile des Product Placement
- 8. Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Thema Product Placement und untersucht dessen Möglichkeiten und Grenzen. Sie beleuchtet die Entwicklung, Arten und Wirkung von Product Placement sowie die damit verbundenen rechtlichen, ethischen und gesellschaftlichen Aspekte.
- Definition und Abgrenzung von Product Placement
- Arten und Formen des Product Placement
- Wirkung und Effektivität von Product Placement
- Rechtliche und ethische Aspekte von Product Placement
- Vor- und Nachteile von Product Placement
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema Product Placement ein und skizziert den Aufbau der Arbeit. Kapitel 2 erläutert die Grundlagen des Product Placement und definiert den Begriff. Es werden die historische Entwicklung, die Abgrenzung zu artverwandten Werbeformen sowie die Integration in den Marketing-Mix beleuchtet. Kapitel 3 befasst sich mit den Zielen des Product Placement. Kapitel 4 analysiert verschiedene Arten von Product Placement, differenziert nach Art der Informationsübermittlung, dem platzierten Objekt oder Produkt sowie der Intensität. Kapitel 5 widmet sich der Wirkung von Product Placement. Kapitel 6 beleuchtet die Grenzen und Risiken von Product Placement, insbesondere in Bezug auf rechtliche Aspekte in Deutschland, die Akzeptanz in der Zielgruppe und ethische Probleme. Kapitel 7 präsentiert die Vor- und Nachteile des Product Placement. Abschließend fasst Kapitel 8 die wichtigsten Erkenntnisse der Arbeit zusammen.
Schlüsselwörter
Product Placement, Werbung, Marketing, Medien, Film, Fernsehen, Konsum, Marken, Image, Wirkung, Effektivität, rechtliche Aspekte, ethische Aspekte, Akzeptanz, Zielgruppe.
Häufig gestellte Fragen
Was ist Product Placement?
Product Placement ist die gezielte Einbindung von Markenprodukten oder Dienstleistungen in den Handlungsablauf von Filmen oder Fernsehsendungen gegen Entgelt oder als Tauschgeschäft.
Was war das erste legal markierte Product Placement im deutschen TV?
Es fand am 10.04.2010 in der Show „Schlag den Raab“ statt, wobei ein „m-Ball“ der Marke M&Ms als Spielelement integriert wurde.
Welche Arten von Product Placement gibt es?
Man unterscheidet unter anderem visuelles (sehen), verbales (nennen) sowie Generic Placement, Corporate Placement und Innovation Placement.
Wo liegen die rechtlichen Grenzen in Deutschland?
Product Placement muss in Deutschland als solches gekennzeichnet sein (z.B. durch ein „P“-Logo) und darf den redaktionellen Inhalt nicht unangemessen beeinflussen.
Warum nutzen Unternehmen Product Placement statt klassischer Werbung?
Klassische Werbung leidet unter sinkender Akzeptanz (Zapping). Product Placement wirkt subtiler und ist fest in den Unterhaltungskontext eingebettet.
- Citation du texte
- Fabian Hartmann (Auteur), 2012, Product Placement - Möglichkeiten und Grenzen , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/192652