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Das sprachliche Interaktionsverhalten während einer Bilderbuchbetrachtung

Mütter von normal entwickelten Zweijährigen und Late Talkers im Vergleich - Ergebnisse eines qualitativen Forschungsansatzes

Titel: Das sprachliche Interaktionsverhalten während einer Bilderbuchbetrachtung

Magisterarbeit , 2010 , 101 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Elisabeth Pilzweger (Autor:in)

Pädagogik - Heilpädagogik, Sonderpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Untersuchung beschäftigt sich mit dem sprahlichen Interaktionsverhalten von Müttern normal entwickelter Kinder und versucht, dieses mit dem Sprachverhalten von Müttern von Late Talkers zu vergleichen.
Dabei handelt es sich jedoch weniger um die Suche nach einer Ursache für den späten Sprechbeginn, sondern vielmehr um die Analyse des Zusammenhangs und der wechselseitigen Beeinflussung von kindlichem und mütterlichem Sprachverhalten.
Für die Untersuchung dieser komplexen Zusammenhangsstruktur von mütterlichem und kindlichem Sprachinteraktionsverhalten wurde die Situation der gemeinsamen Bilderbuchbetrachtung gewählt und per Video aufgezeichnet. In einem zweiten Schritt wurde das so entstandene Sprachmaterial dann in Anlehnung an das Konzept „Dialogic Reading“ von Whitehurst analysiert und in Form einer strukturierten qualitativen Inhaltsanalyse aufbereitet.
Im ersten Kapitel dieser Arbeit werden theoretische Grundlagen dargestellt, die für das Verständnis des praktischen Teils notwendig sind. Angaben zur Zielsetzung und Methode finden sich anschließend im zweiten Teil. Im dritten Abschnitt werden dann die Ergebnisse der Analyse vorgestellt, bevor diese in einem abschließenden Resümee, bezogen auf die Fragestellung der vorliegenden Arbeit, diskutiert und interpretiert werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Darlegung des Erkenntnisinteresses

1. Theoretische Überlegungen

1.1 Spracherwerb

1.1.1 Normaler Spracherwerbsverlauf und individuelle Abweichungen

1.1.2 Der Erwerb des Lexikons

1.1.3 Spracherwerbstheorien – „Nature versus Nurture“

1.1.4 Bruners interaktionistische Theorie zum Wortbedeutungserwerb

1.1.5 Die an das Kind gerichtete Sprache

1.2 Late Talker

1.2.1 Begriffsklärung

1.2.2 Das Phänomen „Late Bloomer“

1.2.3 Prävalenz und Ursachen

1.2.4 Besonderheiten im Spracherwerb

1.2.5 Diagnostische Möglichkeiten

1.2.6 SSES als mögliche Folge – und die Bedeutung einer Frühintervention

1.3 Das Bilderbuch

1.3.1 Emergent Literacy

1.3.2 Förderung sprachlicher Fähigkeiten

1.3.3 Unterschiede in der sprachlichen Mutter-Kind-Interaktion

1.3.4 Das Konzept „Dialogic Reading“

2. Zielsetzung und Methode

2.1 Untersuchungsfrage

2.2 Vorüberlegungen

2.3 Beschreibung der Stichprobe

2.3.1 Gruppe 1

2.3.2 Gruppe 2

2.4 Durchführung

2.4.1 Ablauf

2.4.2 Erhebungsinstrumente

2.4.3 Kodierung und Analyse der Mutter-Kind-Interaktion

3. Ergebnisse

3.1 Kindliches Sprach- und Interaktionsverhalten

3.1.1 Gruppe 1

3.1.2 Gruppe 2

3.2 Mütterliches Sprach- und Interaktionsverhalten

3.2.1 Gruppe 1

3.2.2 Gruppe 2

3.2.3 Übertragung auf die Beurteilungsskala

4. Diskussion

4.1 Interpretation der Ergebnisse

4.1.1 Gruppe 1

4.1.2 Gruppe 2

4.1.3 Vergleich der beiden Gruppen

4.2 Reflexion der Untersuchungsfragen

4.3 Methodenreflexion

5. Zusammenfassung & Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Magisterarbeit untersucht die Unterschiede im sprachlichen Interaktionsverhalten zwischen Müttern normal entwickelter Kinder und Müttern von Late-Talker-Kindern während der gemeinsamen Bilderbuchbetrachtung, um Aufschlüsse über Einflussfaktoren auf den Spracherwerbsprozess zu gewinnen.

  • Analyse des mütterlichen Sprachangebots und Interaktionsstils
  • Vergleich von Late-Talker-Dyaden mit normalsprachigen Kontrollgruppen
  • Anwendung des Konzepts "Dialogic Reading" als Analyserahmen
  • Untersuchung von Zusammenhängen zwischen mütterlichem Input und kindlicher Sprachkompetenz
  • Einsatz strukturierter qualitativer Inhaltsanalyse zur Auswertung der Mutter-Kind-Dialoge

Auszug aus dem Buch

1.3.4 Das Konzept „Dialogic Reading“

Neben den natürlich auftretenden Lese-Stilen und Unterschieden in der Interaktion von Müttern und ihren Kindern während der Buchbetrachtung (vgl. Reese et al. 2003; s. 2.3.5) gibt es speziell entwickelte Konzepte, die ihren Fokus auf eine optimale Förderung der sprachlichen Fähigkeiten legen. Besondere Beachtung soll in dieser Arbeit der Ansatz des „Dialogic Reading“ bzw. des „dialogischen Lesens“ erhalten. Diese Lesetechnik hat keinen eindeutigen Ursprung bzw. lässt sich deren Entwicklung nicht auf einen einzelnen Autor zurückführen. Der Begriff wurde jedoch zweifellos vor allem durch den amerikanischen Psychologen Grover J. Whitehurst und seine Kollegen geprägt, die bereits in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts diese Technik des gemeinsamen Lesens beschrieben (WWC 2007).

Im Folgenden wird das Vorgehen beim dialogischen Lesen dargestellt, bevor verschiedene Studien vorgestellt werden, die die Effektivität des Konzepts untersuchen.

Das Konzept

„No one can learn to play the piano just by listening to someone else play. Likewise, no one can learn to read just by listening to someone else read.“ (Whitehurst 1992, 1)

Diese metaphorische Aussage Whitehursts spiegelt die Idee des dialogischen Lesens wider, das sich vor allem durch einen Rollentausch zwischen Erzieher und Kind auszeichnet. Anders als beim klassischen Vorlesen, bei dem das Kind oftmals als passiver Zuhörer auftritt, soll es nun in die aktive Rolle des Erzählers hineinwachsen. Dabei kommt dem Erwachsenen die Aufgabe, das Kind durch Fragen, Erweiterungen und Lob anzuregen und zu fördern (WWC 2007). Damit dieser Rollenwechsel gelingt, setzt der Erwachsene spezielle Techniken ein, die im Folgenden zusammengefasst werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Theoretische Überlegungen: Dieses Kapitel liefert die wissenschaftliche Basis, indem es den Spracherwerb, die Phänomenologie der "Late Talker" sowie die Bedeutung von Bilderbüchern und dialogischem Lesen theoretisch fundiert darlegt.

2. Zielsetzung und Methode: Hier werden die Forschungsfrage abgeleitet und das qualitative methodische Vorgehen, einschließlich der Stichprobenbeschreibung und der Erhebungsinstrumente, präzise definiert.

3. Ergebnisse: Dieses Kapitel dokumentiert die gewonnenen Daten zum sprachlichen Interaktionsverhalten der Kinder und Mütter beider Gruppen, unterteilt nach den untersuchten Dyaden.

4. Diskussion: Die Ergebnisse werden hier kritisch interpretiert, mit theoretischen Ansätzen verglichen und reflektiert, wobei auch die gewählte methodische Vorgehensweise kritisch gewürdigt wird.

5. Zusammenfassung & Ausblick: Das Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und stellt Überlegungen zu zukünftigen Forschungsnotwendigkeiten an.

Schlüsselwörter

Spracherwerb, Late Talker, Mutter-Kind-Interaktion, Dialogic Reading, Sprachförderung, Sprachentwicklungsstörung, SSES, Bilderbuchbetrachtung, qualitative Inhaltsanalyse, dialogisches Lesen, kognitive Komplexität, Interaktionsverhalten, Frühintervention, Schriftspracherwerb, Sprachstand.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das sprachliche Interaktionsverhalten von Müttern im Vergleich zwischen zwei Gruppen: Müttern normal entwickelter zweijähriger Kinder und Müttern von sogenannten "Late Talkern".

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind der frühe Spracherwerb, die Rolle der Umgebungssprache (Input), das Phänomen der "Late Talker" sowie die Wirkung gemeinsamer Bilderbuchbetrachtung auf die Sprachentwicklung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es herauszufinden, ob Unterschiede im sprachlichen Interaktionsverhalten von Müttern bei der gemeinsamen Bilderbuchbetrachtung bestehen, die einen Einfluss auf den Spracherwerb der Kinder haben könnten.

Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?

Die Autorin verwendete eine strukturierte, qualitative Inhaltsanalyse, um Videoaufzeichnungen von Interaktionssituationen zu kodieren und anschließend auszuwerten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Aufarbeitung der Fachliteratur, die Darstellung des methodischen Vorgehens, die Auswertung der erhobenen Daten (Ergebnisse) und eine abschließende Diskussion der Befunde.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Spracherwerb, Late Talker, Mutter-Kind-Interaktion, Dialogic Reading, Sprachförderung und qualitative Inhaltsanalyse.

Wie unterscheidet sich die Stichprobe der "Late Talker" von der Kontrollgruppe?

Die "Late-Talker"-Gruppe besteht aus Kindern, die zum Zeitpunkt der Erhebung sprachliche Verzögerungen zeigten, während die Vergleichsgruppe normal sprachlich entwickelte Kinder umfasste.

Welche Rolle spielt das "Dialogic Reading" für die Arbeit?

Das Konzept dient als theoretischer und methodischer Analyserahmen, um die Interaktionsqualität und die Techniken der Mütter bei der Bilderbuchbetrachtung objektiv erfassbar zu machen.

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Details

Titel
Das sprachliche Interaktionsverhalten während einer Bilderbuchbetrachtung
Untertitel
Mütter von normal entwickelten Zweijährigen und Late Talkers im Vergleich - Ergebnisse eines qualitativen Forschungsansatzes
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (Lehrstuhl für Sprachheilpädagogik)
Note
1,3
Autor
Elisabeth Pilzweger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
101
Katalognummer
V191079
ISBN (eBook)
9783656157298
Sprache
Deutsch
Schlagworte
interaktionsverhalten bilderbuchbetrachtung mütter zweijährigen late talkers vergleich ergebnisse forschungsansatzes
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Elisabeth Pilzweger (Autor:in), 2010, Das sprachliche Interaktionsverhalten während einer Bilderbuchbetrachtung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/191079
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Leseprobe aus  101  Seiten
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