Das systematische Gestalten von Veränderungsprozessen sozialer Art ist ein zweifellos komplexes und dennoch wichtiges Thema: In der heutigen Zeit stellt das Humankapital einer Organisation die wichtigste Ressource , insbesondere im Dienstleistungsbereich, dar. Dementsprechend entscheidend kann es für eine Organisation sein, wie sie mit Herausforderungen umgeht und versucht Potentiale optimal auszuschöpfen bzw. zu nutzen. Eine Hilfe zum gestalten entsprechender sozialer Veränderungsprozesse stellt die Theorie-U nach Claus Otto Scharmer dar. In dieser Arbeit wird diese grundsätzlich so verstanden, dass sie in Form eines theoretisch fundierten allgemeinen Prozessleitfadens, Führungskräften und „Machern“ hilft, soziale Veränderungsprozesse zu initiieren, zu begleiten und praktisch einzuführen.
Ein Fokus dieser Ausarbeitung liegt dabei auf den beruflichen Schulen, welche durch den Gesetzgeber aufgefordert werden, handlungsorientierten und fächerübergreifenden Unterricht im berufsbezogenen Lernbereich anzubieten. Dazu soll erörtert werden, welche Auswirkungen dieser Einschnitt auf die Schulkultur haben kann und welchen Herausforderungen sich die Entscheidungsträger stellen müssen. Dabei wird eine fiktive Schule und deren Verständnis von beruflichem Lernen sowie der Veränderungsprozess zur neuen Lernkultur beschrieben. Sie sollen als Anregung für die Praxis dienen, denn leider ist es im Rahmen dieser Hausarbeit nicht möglich ein komplettes Projekt zu begleiten, zu dokumentieren bzw. gar zu diskutieren.
Unerlässlich ist es jedoch vorher die Grundzüge aller Schritte der Theorie-U sowie fundamentale Annahmen dieser zu skizzieren. Abgerundet wird diese Arbeit durch ein kurzes Fazit, welche die wesentlichen Aspekte dieser Ausarbeitung zusammenfasst.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Grundannahmen Theorie-U und Hinführung zum Thema
- Der Prozess der Theorie-U im Überblick
- Berufliche Bildung gestalten mit der Theorie-U
- Beschreibung der Ausgangssituation
- Die Anwendung der Theorie-U am konkreten Beispiel
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der „Theorie-U“ nach Claus Otto Scharmer und ihrer Anwendung auf Veränderungsprozesse in beruflichen Schulen. Die Zielsetzung ist es, die Theorie-U als Prozessleitfaden zur Initiierung, Begleitung und praktischen Einführung sozialer Veränderungsprozesse zu erläutern und ihren Einsatz in der beruflichen Bildung zu beleuchten.
- Die Grundannahmen der Theorie-U
- Die verschiedenen Wahrnehmungsebenen nach Scharmer
- Die Bedeutung der Theorie-U für die Gestaltung von Veränderungsprozessen
- Die Herausforderungen der Umsetzung der Theorie-U in der beruflichen Bildung
- Die Relevanz der Theorie-U für die Gestaltung einer neuen Lernkultur an beruflichen Schulen
Zusammenfassung der Kapitel
Die Arbeit beginnt mit einer Einführung in das Thema und erläutert die Relevanz der Theorie-U für die Gestaltung von Veränderungsprozessen in sozialen Systemen. Im zweiten Kapitel werden die Grundannahmen der Theorie-U vorgestellt, wobei ein besonderer Fokus auf die verschiedenen Wahrnehmungsebenen gelegt wird. Das dritte Kapitel bietet einen Überblick über den Prozess der Theorie-U. Im vierten Kapitel wird die Anwendung der Theorie-U auf die berufliche Bildung untersucht, wobei die Herausforderungen der Umsetzung in der Praxis im Fokus stehen.
Schlüsselwörter
Theorie-U, Veränderungsprozesse, berufliche Bildung, soziale Innovationen, Wahrnehmungsebenen, empathisches Zuhören, schöpferisches Zuhören, Schulkultur, Lernkultur, Handlungsorientierung, fächerübergreifender Unterricht.
- Quote paper
- Master of Education, Diplom-Kaufmann (FH) Sebastian Aha (Author), 2011, Veränderungsprozesse mit der „Theorie-U“ neu denken mit Fokus auf beruflichen Schulen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/190469