Eine der elementaren Grundlagen betriebswirtschaftlichen Arbeitens stellt seit jeher die Frage dar: Lohnt sich eine Investition oder lohnt sie sich nicht – also eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung. Somit ist es wohl im Rahmen eines Gesundheits-systemvergleichs unerlässlich, zu untersuchen, in wie fern Staaten als Unterneh-men im weitesten Sinne die Ausgaben für das Gesundheitswesen einer solchen Untersuchung unterziehen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Zielsetzung
- Methodische Vorgehensweise
- Abgrenzung
- Aufbau
- Das System in Deutschland
- Grundstrukturen des deutschen Gesundheitssystems
- Der Pharmamarkt vor Einführung des IQWiG
- Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen
- Gesetzliche Grundlage und Organisation
- Methoden der Kosten-Wirtschaftlichkeitsbetrachtung
- Das System in Schweden
- Zusammenfassung der Gesundheitsversorgung in Schweden
- Status Quo vor Einführung der TLV
- Die Dental and Pharmaceutical Benefits Agency
- Aufgaben und Organisation
- Methoden der Kosten-Wirtschaftlichkeitsbetrachtung
- Europäische Akteure
- Resümee
- Wer kann von wem lernen?
- Entwicklung europäischer Kompetenzen
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Hausarbeit befasst sich mit der Preisgestaltung erstattungsfähiger Pharmazeutika in Deutschland und Schweden. Ziel ist es, die Kosten-Wirtschaftlichkeits-Instrumente in beiden Ländern zu vergleichen und die jeweiligen Stärken und Schwächen aufzuzeigen. Darüber hinaus soll die Rolle europäischer Akteure im Kontext der Preisgestaltung beleuchtet werden.
- Vergleich der nationalen Kosten-Wirtschaftlichkeits-Instrumente in Deutschland und Schweden
- Analyse der Funktionsweise des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) in Deutschland
- Bewertung der Rolle der Dental and Pharmaceutical Benefits Agency (TLV) in Schweden
- Untersuchung der Einflüsse europäischer Akteure auf die Preisgestaltung von Medikamenten
- Entwicklung von "Lessons from abroad" hinsichtlich der Optimierung von Preisgestaltungsmechanismen
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt die Zielsetzung der Arbeit, die methodische Vorgehensweise sowie die Abgrenzung des Themas dar. Anschließend werden die deutschen und schwedischen Gesundheitssysteme im Detail beschrieben. Die Kapitel beleuchten die jeweiligen Rahmenbedingungen, die Strukturen sowie die spezifischen Kosten-Wirtschaftlichkeits-Instrumente. Im Kapitel "Europäische Akteure" wird die Rolle der European Medicines Agency (EMA) im Kontext der Preisgestaltung von Medikamenten analysiert.
Schlüsselwörter
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Themen Preisgestaltung, Kosten-Wirtschaftlichkeit, Gesundheitswesen, Arzneimittelmarkt, IQWiG, TLV, EMA, Deutschland, Schweden, Europa.
Häufig gestellte Fragen
Wie wird der Preis für Medikamente in Deutschland gebildet?
In Deutschland spielt das IQWiG eine zentrale Rolle bei der Bewertung des Zusatznutzens, der die Grundlage für Preisverhandlungen zwischen Kassen und Herstellern bildet.
Was macht das schwedische System der Preisbildung besonders?
Schweden nutzt die Dental and Pharmaceutical Benefits Agency (TLV), die Medikamente basierend auf strengen Kosten-Wirtschaftlichkeits-Analysen in den Erstattungskatalog aufnimmt.
Was ist die Aufgabe des IQWiG?
Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen untersucht die Vor- und Nachteile medizinischer Leistungen für Patienten, um die Behandlungsqualität zu sichern.
Welche Rolle spielt die EMA bei der Preisgestaltung?
Die European Medicines Agency (EMA) ist für die Zulassung zuständig; die eigentliche Preisbildung und Erstattung verbleiben jedoch in der Kompetenz der einzelnen EU-Mitgliedstaaten.
Was bedeutet Wirtschaftlichkeitsbetrachtung im Gesundheitswesen?
Es wird geprüft, ob die Kosten einer neuen Therapie in einem angemessenen Verhältnis zum medizinischen Nutzen und zum Gewinn an Lebensjahren stehen.
- Quote paper
- Christoph Reimer (Author), 2012, Preisbildung erstattungsfähiger Pharmazeutika, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/190328