„Portfoliotätigkeit ist die logische Konsequenz eines Verständnisses von Schreiben als Prozess“.
Schreibkompetenzen zu entwickeln ist im gymnasialen Lehrplan schon ab der 5. Klasse ein wichtiger Bestandteil des Deutschunterrichts. Da Schreiben ein sich lang-sam entwickelnder Vorgang ist, muss nicht nur produkt-, sondern vor allem prozess-orientiert gedacht und gehandelt werden. Gerade jüngeren Schülerinnen und Schü-lern wird so bewusst gemacht, dass nicht nur das Produkt zählt, sondern es bereits auf dem Weg zu diesem viele Hürden zu meistern gilt, die Anerkennung verdienen.
Doch wie lässt sich solch ein Prozess bewerten und dokumentieren? Auf Grundlage der Kompetenzforderungen des Lehrplans bietet sich bei solch einem Prozess gerade im Deutschunterricht die Arbeit mit prozessorientierten Portfolios sehr an. Dies war auch der Grund, weshalb ich mich für ein Referat zum Thema „Lerntagebuch und Portfolio als Alternativen der Leistungsmessung“ entschied. In der folgenden Ausar-beitung soll der Themenbereich des Portfolios fokussiert werden: es wird ein Expli-kationsversuch des Terminus unternommen werden und anschließend die Arbeit mit Portfolios inklusive sich anschließender Bewertungsmöglichkeiten erläutert und dis-kutiert.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- 1. Portfolio – ein Explikationsversuch
- 2. Die verschiedenen Formen des Portfolios
- 3. Die Arbeitsschritte bei der Portfolioarbeit
- 4. Portfolio als Instrument der Leistungsmessung
- 5. Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit befasst sich mit dem Portfolio als Alternative der Leistungsmessung im schulischen Kontext. Ziel ist es, das Portfolio als Instrument der Leistungsbewertung zu analysieren, seine verschiedenen Formen zu beleuchten und die Arbeit mit Portfolios sowie deren Bewertungsmöglichkeiten zu erläutern und zu diskutieren.
- Definition und Abgrenzung des Begriffs „Portfolio“
- Verschiedene Formen von Portfolios (z.B. Bewerbungs-, Arbeits-, Prozess- und Produktportfolios)
- Arbeitsschritte und Methoden der Portfolioarbeit
- Portfolio als Instrument der Leistungsmessung und Leistungsbewertung
- Vorteile und Herausforderungen der Portfolioarbeit im Unterricht
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung
Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung von Schreibkompetenzen im Deutschunterricht und argumentiert für die Notwendigkeit prozessorientierter Ansätze. Die Arbeit mit Portfolios wird als ein geeignetes Instrument für die Bewertung und Dokumentation von Schreibprozessen vorgestellt.
1. Portfolio – ein Explikationsversuch
Dieses Kapitel bietet eine etymologische Herleitung des Begriffs „Portfolio“ und erläutert dessen historische Entwicklung. Es werden verschiedene Definitionen des Begriffs vorgestellt und die beiden Fassungen des Portfoliobegriffs nach Thomas Häcker (enge und weite Fassung) gegenübergestellt.
2. Die verschiedenen Formen des Portfolios
Dieses Kapitel behandelt die Vielfalt an Portfolioarten, die in der Literatur beschrieben werden. Es werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen verschiedenen Portfolio-Typen (z.B. Bewerbungs-, Arbeits-, Prozess- und Produktportfolios) herausgearbeitet.
Schlüsselwörter
Schlüsselwörter dieser Hausarbeit sind: Portfolio, Leistungsmessung, Leistungsmessung, Prozessorientierung, Lernprozess, Schreibkompetenz, Deutschunterricht, Bewertungsinstrumente, Bewertung, Beurteilung, Bildung, Schulen, Schüler, Lehrer, Studien, Forschung.
Häufig gestellte Fragen
Warum gilt das Portfolio als prozessorientiertes Instrument?
Weil es nicht nur das Endergebnis bewertet, sondern die gesamte Entwicklung und die Hürden auf dem Weg zum fertigen Produkt (z.B. einem Text) dokumentiert.
Welche Portfolio-Formen gibt es?
Man unterscheidet unter anderem zwischen Arbeitsportfolios, Prozessportfolios, Produktportfolios und Bewerbungsportfolios.
Wie hilft ein Portfolio im Deutschunterricht?
Es fördert die Schreibkompetenz, indem Schüler ihre eigenen Fortschritte reflektieren und lernen, Schreiben als einen sich entwickelnden Vorgang zu begreifen.
Was sind die Arbeitsschritte bei der Portfolioarbeit?
Dazu gehören das Sammeln von Belegen, das Auswählen relevanter Stücke, das Reflektieren über das Gelernte und die abschließende Präsentation.
Wie kann ein Portfolio fair bewertet werden?
Die Bewertung erfolgt meist kriteriengeleitet und berücksichtigt sowohl die Qualität der Produkte als auch die Tiefe der Selbstreflexion des Schülers.
- Quote paper
- Anita Weyhe (Author), 2012, Das Portfolio als Alternative der Leistungsmessung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/189863