1. Einleitung
„Israelischer Unabhängigkeitskrieg“, „Palästinakrieg“, „Erster Arabisch-Israelischer Krieg“ – Es gibt viele Namen für den Krieg, der den ersten historischen Höhepunkt für den scheinbar nie endenden Konflikt zwischen den israelisch-jüdischen und arabisch-palästinensischen Seiten darstellt. Bereits einen Tag nach der Unabhängigkeitserklärung und Gründung des Staates Israel am 14. Mai 1948 setzten Kampfhandlungen ein.
Wie ist es zu erklären, dass bereits von Anfang an eine friedliche Koexistenz der beiden Parteien nicht möglich war? Warum kam es bereits 1948 zum ersten Krieg? In meiner Hausarbeit beschäftige ich mich mit den Ursachen dieses Krieges. Deshalb lautet die Leitfrage meiner Ausarbeitung:
Wieso kam es nach der Unabhängigkeitserklärung Israels zum Krieg zwischen jüdi¬schen Israelis auf der einen und arabischen Palästinensern auf der anderen Seite?
Bei der Beantwortung dieser Frage beziehe ich die Theorie des Konstruktivismus, ge-nauer: den Staatskonstruktivismus nach Alexander Wendt als Grundlage ein. Diese Hausarbeit untersucht die Normen, Werte und Kulturen der beteiligten Parteien des Krieges und gibt eine konstruktivistische Antwort auf die Frage nach den Ursachen des Krieges.
(Die unterschiedlichen Bezeichnungen des Krieges, die in der Einleitung aufgezählt wurden, werden in dieser Hausarbeit als Synonyme verwendet)
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung.
- Der Konstruktivismus
- Die allgemeinen Merkmale konstruktivistischer Ansätze.
- Der Staatskonstruktivismus nach Alexander Wendt.
- Die historischen Hintergründe des Krieges.
- Normen, Identitäten und Interessen
- Betrachtung der israelisch-jüdischen Seite
- Betrachtung der arabisch-palästinensischen Seite
- Vergleich
- Die Untersuchung des Krieges und seiner Gründe
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Hausarbeit untersucht die Ursachen des israelischen Unabhängigkeitskrieges unter konstruktivistischen Annahmen. Die Leitfrage der Ausarbeitung lautet: Wieso kam es nach der Unabhängigkeitserklärung Israels zum Krieg zwischen jüdischen Israelis auf der einen und arabischen Palästinensern auf der anderen Seite?
- Der Konstruktivismus als theoretischer Rahmen
- Die Rolle von Normen, Werten und Kulturen
- Die Konstruktion von Identitäten und Interessen
- Die Entstehung von Feindbildern
- Die Bedeutung von Interaktion und sozialer Konstruktion
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Einleitung stellt die Leitfrage der Arbeit vor und beschreibt den historischen Kontext des Krieges. Sie erklärt die Relevanz des Konstruktivismus für die Analyse der Kriegsursachen.
- Der Konstruktivismus: Dieses Kapitel beschreibt die grundlegenden Annahmen des Konstruktivismus und geht auf die spezifischen Aspekte des Staatskonstruktivismus nach Alexander Wendt ein. Es werden die Kernprinzipien des Konstruktivismus beleuchtet, die den Fokus auf soziale Konstruktionen von Realität, Identität und Interessen legen. Die Kritik an neorealistischen Theorien wird dargestellt und die Bedeutung von Interaktion und sozialer Konstruktion für die Entstehung von Staatsverhalten wird erläutert.
- Die historischen Hintergründe des Krieges: Dieser Abschnitt behandelt die historischen Ereignisse, die zum Krieg führten. Er beleuchtet die politischen und sozialen Entwicklungen in Palästina vor der Gründung des Staates Israel und zeigt die Ursachen der Spannungen zwischen den beiden Parteien auf.
- Normen, Identitäten und Interessen: Das Kapitel befasst sich mit der Analyse der Normen, Werte und Kulturen der beiden Seiten des Konflikts. Es untersucht, wie die jeweiligen Identitäten und Interessen der israelisch-jüdischen und arabisch-palästinensischen Seite entstanden sind und welche Rolle sie im Kriegsausbruch spielten.
Schlüsselwörter
Konstruktivismus, Staatskonstruktivismus, Alexander Wendt, Identität, Interesse, Normen, Werte, Kultur, Konflikt, Krieg, Israel, Palästina, Arabisch-Israelischer Konflikt.
Häufig gestellte Fragen
Wie erklärt der Konstruktivismus die Ursachen des Israel-Palästina-Krieges 1948?
Der Konstruktivismus betont, dass der Krieg nicht nur durch materielle Interessen, sondern durch die soziale Konstruktion von Identitäten, Normen und Feindbildern entstand.
Was ist Staatskonstruktivismus nach Alexander Wendt?
Es ist eine Theorie der Internationalen Beziehungen, die besagt, dass Staaten durch ihre Interaktion Identitäten und Interessen bilden, die ihr Verhalten bestimmen.
Warum war eine friedliche Koexistenz 1948 laut der Arbeit nicht möglich?
Gegensätzliche nationale Identitäten und die gegenseitige Wahrnehmung als existenzielle Bedrohung machten diplomatische Lösungen unmöglich.
Welche Rolle spielten Normen und Werte bei den Konfliktparteien?
Die Arbeit untersucht, wie zionistische Ideale auf der einen und arabisch-palästinensischer Nationalismus auf der anderen Seite die Interessen der Akteure definierten.
Was unterscheidet den Konstruktivismus vom Realismus?
Während der Realismus von einer unveränderlichen Anarchie ausgeht, glaubt der Konstruktivismus, dass "Anarchie das ist, was Staaten daraus machen".
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- Kristina Zweier (Author), 2012, Der israelische Unabhängigkeitskrieg: Eine Untersuchung der Kriegsgründe unter konstruktivistischen Annahmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/189737