Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit der horizontalen Ausweitung der EU. Hier geht es im speziellen um die Osterweiterung des Gebietes der Union. Dieses Thema war lange ein wenig betrachtetes Gebiet in der Forschung der Internationalen Beziehungen. Für die Beleuchtung dieses Themas habe ich die Theorie des Liberalen Intergouvernementalismus gewählt, da diese speziell auf die EU-Integrationen ausgerichtet wurde und anhand dieser entwickelt. Ich werde überprüfen inwieweit die Theorie ihren Ansprüchen, die Integrationsdebatte der Osterweiterung zu erklären, gerecht werden kann.
Dabei werde ich zunächst den Sachverhalt des Beitritts der mittel- und osteuropäischen Länder kurz erläutern. Näher werde ich dabei auf die beitrittsbezogenen Voraussetzungen und Grundlagen eingehen. Danach stelle ich die Theorie des Liberalen Intergouvernementalismus mit seinen Grundannahmen und Analyseschritten näher vor. Weiterhin werde ich die spezifische Eckpunkte der Osterweiterung mittels des Liberalen Intergouvernementalismus aufzeigen und anschließend aber auch auf Schwachpunkte der Theorie eingehen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Beitrittsbestimmungen / vertragsrechtliche und politische Grundlagen
- Chronologie der Osterweiterung
- Entstehung und Hintergründe des Liberalen Intergouvernementalismus
- Grundannahmen des LI
- Analyseperspektive
- Präferenzbildungsprozess:
- Bargaining-Prozess:
- Institutional Choice:
- Erklärung der Osterweiterung mittels des LI
- Geographische Lage
- Finanzielle Gründe
- Geopolitische Interessen...
- Erweiterungsverhandlungen zwischen der EU und den MOEL
- Schwachstellen und Kritik bei der Erklärung der Osterweiterung..
- Fazit..
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit untersucht die horizontale Ausweitung der EU, insbesondere die Osterweiterung, anhand des Liberalen Intergouvernementalismus (LI). Sie analysiert, ob die Theorie die Integrationsdebatte der Osterweiterung ausreichend erklären kann.
- Beitrittsbestimmungen und rechtliche Grundlagen der Osterweiterung
- Grundannahmen und Analyseschritte des Liberalen Intergouvernementalismus
- Anwendung des LI auf spezifische Aspekte der Osterweiterung
- Bewertung der Erklärungskraft des LI für die Osterweiterung
- Kritikpunkte und Schwachstellen der Theorie
Zusammenfassung der Kapitel
- Kapitel 1: Einleitung: Die Arbeit stellt die Thematik der Osterweiterung und ihre Bedeutung im Kontext der Internationalen Beziehungen vor. Sie erklärt die Wahl des LI als theoretisches Framework für die Analyse.
- Kapitel 2: Beitrittsbestimmungen / vertragsrechtliche und politische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die rechtlichen und politischen Grundlagen des Beitrittsverfahrens, die im EU-Vertrag und in weiteren Dokumenten verankert sind. Es beleuchtet die Kriterien, die von den Beitrittskandidaten erfüllt werden müssen.
- Kapitel 3: Chronologie der Osterweiterung: Dieses Kapitel präsentiert eine Zusammenfassung der wichtigsten Stationen des Beitrittsprozesses der Osterweiterung.
- Kapitel 4: Entstehung und Hintergründe des Liberalen Intergouvernementalismus: Dieses Kapitel stellt den Liberalen Intergouvernementalismus als Theorie der EU-Integration vor und beschreibt seine Entwicklung und zentralen Annahmen.
- Kapitel 5: Grundannahmen des LI: Dieses Kapitel beschreibt die Grundannahmen des LI im Detail und analysiert den Präferenzbildungsprozess, den Bargaining-Prozess und die Institutional Choice.
- Kapitel 6: Erklärung der Osterweiterung mittels des LI: Dieses Kapitel wendet den LI auf die Osterweiterung an, analysiert die geografischen, finanziellen und geopolitischen Interessen der Akteure und untersucht die Verhandlungen zwischen der EU und den Beitrittskandidaten.
Schlüsselwörter
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Osterweiterung der Europäischen Union, dem Liberalen Intergouvernementalismus, Beitrittsbestimmungen, Vertragsrecht, politischen Kriterien, Präferenzbildungsprozess, Bargaining-Prozess, Institutional Choice, und der Analyse der Erklärungskraft des LI für den Prozess der Osterweiterung.
Häufig gestellte Fragen
Was ist Liberaler Intergouvernementalismus (LI)?
Der LI ist eine Theorie der EU-Integration, die besagt, dass nationale Regierungen die Hauptakteure sind und Entscheidungen auf rationalen wirtschaftlichen Interessen basieren.
Kann der LI die EU-Osterweiterung vollständig erklären?
Teilweise. Während wirtschaftliche Vorteile gut erklärt werden, stoßen rein rationale Ansätze bei geopolitischen und ideellen Motiven oft an Grenzen.
Was sind die Kopenhagener Kriterien?
Dies sind die Voraussetzungen für einen EU-Beitritt: stabile Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, eine funktionsfähige Marktwirtschaft und die Übernahme des EU-Rechts.
Welche Rolle spielt der "Bargaining-Prozess"?
Im LI beschreibt Bargaining die Verhandlungen zwischen Staaten, bei denen das Ergebnis von der relativen Verhandlungsmacht und den nationalen Präferenzen abhängt.
Welche Schwachstellen hat die LI-Theorie?
Kritiker bemängeln, dass supranationale Institutionen (wie die EU-Kommission) und soziale Normen im LI zu wenig Beachtung finden.
- Quote paper
- Bianca Affeldt (Author), 2009, Inwieweit reicht die Erklärungskraft des Liberalen Intergouvernementalismus um den Prozess und die Ursachen der Osterweiterung der Europäischen Union zu deuten? , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/189382