In den letzten Jahrzehnten hat in Deutschland eine relativ starke Entwicklung im Bereich der Emanzipation von Frauen statt gefunden. Die Erwerbstätigkeit von Frauen und ihre Stellung in der Gesellschaft hat sich verbessert. Eine Familiengründung stellt jedoch noch immer berufliche Hindernisse für sie dar. Während ein Familienvater im Beruf keinen Barrieren unterliegt, kann bei Frauen die Familiengründung eine Retraditionalisierung zur geschlechts-spezifischen Arbeitsteilung bedeuten. Als Lebensaufgabe und -verwirklichung war für Frauen früher ausschließlich Familie und Partnerschaft vorgesehen. Doch mit den Anfängen der Frauenbewegung, Mitte des 19. Jahrhunderts, lässt sich eine fortschrittliche Entwicklung hinsichtlich der Gleichberechtigung und Integration in alle weiteren Gesellschaftsfelder erkennen (Vgl.: Cyba 1998: 37). Durch die Möglichkeit das eigene Bildungsniveau zu steigern, erlangten Frauen eine höhere Stufe der beruflichen Qualifikation. Sie sind heute in Berufen tätig, die ihnen früher verwehrt wurden. Diese Entwicklung der Gleichberechtigung zieht zunehmend den Gedanken der gerechten geschlechtlichen Arbeitsteilung nach sich. Frauen streben heute danach am Berufsleben teil zunehmen, gleichzeitig eine Partnerbeziehung zu führen und eine Familie zu gründen. Dennoch hat sich an der benachteiligten Situation auf dem Arbeitsmarkt und der daraus resultierenden mangelhaften Integration nur ungenügend etwas verändert, wie sich im Anhang 1: Gleichberechtigung der Geschlechter erkennen lässt. Diese Tatsache ist Grund für die Behandlung dieser Thematik im Rahmen der vorliegenden Hausarbeit. Zunächst erfolgt die Klärung themenspezifischer Begrifflichkeiten und die Beantwortung der Frage, inwieweit die Theorie des Geschlechter-Arrangements von Birgit Pfau-Effinger bezüglich der Frauendiskriminierung eine Rolle spielt. Anschließend widmet sich die Arbeit den Tendenzen und Ursachen der Diskriminierung von Frauen auf dem Arbeitsmarkt und zeigt Lösungsansätze auf .
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Allgemeine Erläuterungen zur Diskriminierung von Frauen
- Definition des Begriffs Diskriminierung
- Die Theorie des Geschlechter-Arrangements
- Die Rolle der Frau im Berufsleben – ökonomische Diskriminierung
- Tendenzen der weiblichen Diskriminierung bei der Arbeit
- Lohn- und Einkommensdiskriminierung
- Karrierediskriminierung
- Ursachen
- Lösungsansätze
- Diversity Management
- Gender Kompetenz
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit der Diskriminierung von Frauen auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland. Sie analysiert die Problematik der ungleichen Behandlung von Frauen im Berufsleben und beleuchtet die Ursachen und Auswirkungen dieser Diskriminierung. Die Arbeit zielt darauf ab, die relevanten Theorien und empirischen Befunde zur Frauendiskriminierung zusammenzutragen und Lösungsansätze aufzuzeigen.
- Definition und Arten der Diskriminierung
- Die Theorie des Geschlechter-Arrangements
- Tendenzen der weiblichen Diskriminierung im Arbeitsleben
- Ursachen für die Diskriminierung von Frauen auf dem Arbeitsmarkt
- Lösungsansätze zur Förderung der Gleichberechtigung
Zusammenfassung der Kapitel
- Die Einleitung stellt die Relevanz der Thematik vor und skizziert die Struktur der Arbeit.
- Kapitel 2 erläutert den Begriff der Diskriminierung und seine Relevanz für die Situation von Frauen im Arbeitsleben. Zudem wird die Theorie des Geschlechter-Arrangements von Birgit Pfau-Effinger vorgestellt und ihre Bedeutung für das Verständnis der Diskriminierung von Frauen erläutert.
- Kapitel 3 analysiert die Tendenzen der weiblichen Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt, insbesondere in Bezug auf Lohn- und Einkommensdiskriminierung sowie Karrierediskriminierung. Darüber hinaus werden die Ursachen für diese Diskriminierungsformen betrachtet und Lösungsansätze wie Diversity Management und Gender Kompetenz beleuchtet.
Schlüsselwörter
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem zentralen Thema der Diskriminierung von Frauen auf dem Arbeitsmarkt und konzentriert sich auf die Aspekte der Geschlechterungleichheit, Gender Mainstreaming, Lohn- und Einkommensdiskriminierung, Karrierediskriminierung, Diversity Management und Gender Kompetenz. Die Analyse basiert auf relevanten Theorien und empirischen Befunden.
Häufig gestellte Fragen
In welchen Bereichen findet Diskriminierung von Frauen auf dem Arbeitsmarkt statt?
Diskriminierung zeigt sich vor allem in der Lohn- und Einkommensverteilung (Gender Pay Gap) sowie in geringeren Karrierechancen und dem erschwerten Zugang zu Führungspositionen.
Was besagt die Theorie des Geschlechter-Arrangements von Birgit Pfau-Effinger?
Diese Theorie beschreibt, wie kulturelle Vorstellungen und gesellschaftliche Strukturen die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung und die Rolle der Frau zwischen Familie und Beruf prägen.
Welchen Einfluss hat die Familiengründung auf die Karriere von Frauen?
Eine Familiengründung führt bei Frauen oft zu beruflichen Hindernissen und einer „Retraditionalisierung“, während Väter im Beruf meist keinen vergleichbaren Barrieren unterliegen.
Was sind Lösungsansätze gegen die Diskriminierung am Arbeitsplatz?
Wichtige Ansätze sind das Diversity Management, die Förderung von Gender-Kompetenz in Unternehmen und politische Maßnahmen zum Gender Mainstreaming.
Hat die höhere Qualifikation von Frauen die Diskriminierung beendet?
Obwohl Frauen heute ein höheres Bildungsniveau und bessere Qualifikationen erreichen, besteht die benachteiligte Situation auf dem Arbeitsmarkt in vielen Bereichen weiterhin fort.
- Quote paper
- Suzanne Seif (Author), 2010, Diskriminierung der Frau auf dem Arbeitsmarkt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/188935