Die Arbeit beschäftigt sich mit dem "Ur-Dandy" George Bryan Brummel und insbesondere mit den gesellschaftlichen Einflüssen, die ihn zum Dandy gemacht haben.
Inhaltsverzeichnis
- Einführung
- Hauptteil: George Bryan Brummel: Der Urdandy und seine gesellschaftlichen Einflüsse
- Schluss
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit beleuchtet das Leben und Wirken von George Bryan Brummel, einem bedeutenden Dandy des 19. Jahrhunderts, und untersucht seinen Einfluss auf die Gesellschaft. Sie analysiert Brummels Kleidungsstil und sein Auftreten und stellt die Frage, ob seine Wirkung nur auf ästhetische Aspekte zurückzuführen ist oder ob er darüber hinaus auch gesellschaftliche Normen und Werte repräsentierte.
- Der Dandy als Phänomen des 19. Jahrhunderts und seine gesellschaftliche Bedeutung
- Die Rolle von Kleidung und Ästhetik in der Definition des Dandysmus
- Brummels Einfluss auf Mode und Gesellschaft
- Die Frage nach der Autonomie des Dandy-Konzepts im Kontext gesellschaftlicher Entwicklungen
- Die Verbindung zwischen Dandysmus und der Entstehung der modernen Massen-Gesellschaft
Zusammenfassung der Kapitel
- Einführung: Die Einführung stellt George Bryan Brummel vor und präsentiert verschiedene Einschätzungen seiner Person, die ihn als den Prototypen eines Dandys mit Fokus auf seine makellose Kleidung und sein elegantes Auftreten hervorheben. Es wird die Frage gestellt, ob Brummels Einfluss über das rein Äußerliche hinausging und ob er mehr als nur ein Mode-Ikone darstellte.
- Hauptteil: Der Hauptteil untersucht die Frage, ob Brummels Einfluss auf die Gesellschaft in Abhängigkeit von zeitgenössischen Tendenzen zu sehen ist und ob sein Auftreten auf tiefer liegende Wahrnehmungsebenen ansprach als nur den Sinn für Mode. Hiltrud Gnüg, eine prominente Forscherin im Bereich des Dandysmus, wird als wichtige Quelle herangezogen. Gnüg argumentiert, dass der Dandy ein Phänomen des 19. Jahrhunderts sei, das im 20. Jahrhundert seine Grundlage verliere. Sie erläutert diese These anhand von Beispielen aus Marcel Prousts "A la recherche du temps perdu" und James Joyces Werk. Sie argumentiert, dass die zunehmende Nivellierung der Gesellschaft und die Auflösung des Konzepts autonomer Subjektivität das Dandy-Ideal untergräbt.
Schlüsselwörter
Dandysmus, Beau Brummel, gesellschaftliche Einflüsse, Kleidungsstil, Autonomie, Subjektivität, Nivellierung, Massen-Gesellschaft, 19. Jahrhundert, Mode, Kulturgeschichte, Performativität, Ästhetik.
Häufig gestellte Fragen
Wer war George Bryan Brummel?
George Bryan Brummel, bekannt als „Beau Brummel“, gilt als der Prototyp des Dandys im 19. Jahrhundert, berühmt für seine makellose Kleidung und sein elegantes Auftreten.
Was sind die Kernmerkmale des Dandyismus?
Zentrale Aspekte sind ein Fokus auf Ästhetik, ein exzellenter Kleidungsstil, Performativität und eine Form der subjektiven Autonomie gegenüber der Gesellschaft.
Welchen Einfluss hatte Brummel auf die Gesellschaft?
Sein Einfluss ging über die Mode hinaus; er repräsentierte gesellschaftliche Normen und Werte und forderte durch sein Auftreten die Wahrnehmungsebenen seiner Zeitgenossen heraus.
Warum verlor das Dandy-Ideal im 20. Jahrhundert an Bedeutung?
Laut der Forscherin Hiltrud Gnüg untergraben die zunehmende Nivellierung der Gesellschaft und die Entstehung der Massengesellschaft die Grundlage für das Konzept des autonomen Subjekts, das der Dandy verkörpert.
In welchem literarischen Kontext wird Brummel diskutiert?
Die Arbeit zieht Vergleiche zu Werken von Marcel Proust und James Joyce, um die Auflösung des Dandy-Konzepts zu verdeutlichen.
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- Christoph Eyring (Author), 2010, George Bryan Brummel: Der „Urdandy“ und seine gesellschaftlichen Einflüsse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/188641