20% der Bevölkerung befinden sich einmal im Jahr zur Behandlung im Krankenhaus (Waller 2007, S. 111). Ein guter Gesundheitszustand der Pflegekräfte, die diese Personen versorgen ist für eine gute Pflege unerlässlich. Aber der Arbeitsalltag birgt gesundheitliche Risiken für das Pflegepersonal. Deshalb stellt sich die Frage, wie Programme der betrieblichen Gesundheitsförderung in Krankenhäusern den Gesundheitszustand des pflegenden Personals erhalten oder verbessern können. Zunächst wird erklärt, was unter Gesundheit und betrieblicher Gesundheitsförderung zu verstehen ist, um dann auf die Ziele von gesundheitsfördernden Programmen für Krankenhäuser einzugehen. Es werden kurz zwei Programme beispielhaft vorgestellt und ihre Potentiale und Grenzen diskutiert. Diese Gesundheitsförderungsprogramme für Krankenhäuser thematisieren verschiedene Facetten von Gesundheit Ausgewählt werden die Programme: "Nachhaltige Reduzierung psychischer Fehlbelastung" sowie "Rückengesundes Arbeiten - Heben und Tragen in der Pflege".. Die psychische und die Rückengesundheit von pflegendem Personal kann bei bestimmten Arbeits-bedingungen gefährdet sein. Solche Interventionen können der Personalpolitik personaler Versorgungsbetriebe zugeordnet und so in das Modul Gesundheits- und Versorgungsmanagement eingeordnet werden.
Inhaltsverzeichnis
- Problemstellung
- Begriff der betrieblichen Gesundheitsförderung
- Ziele und Aufgaben betrieblichen Gesundheitsförderung in Krankenhäusern
- Beispielprogramme betrieblicher Gesundheitsförderung für Krankenhäuser
- Nachhaltige Reduzierung psychischer Fehlbelastung
- Rückengesundes Arbeiten - Heben und Tragen in der Pflege
- Potentiale und Grenzen von Gesundheitsförderungsprogrammen in Krankenhäusern
- Schluss
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit untersucht die Bedeutung und Umsetzung von betrieblicher Gesundheitsförderung in Krankenhäusern, mit dem Fokus auf die Verbesserung des Gesundheitszustands des Pflegepersonals. Sie beleuchtet die Herausforderungen, die der Arbeitsalltag in Krankenhäusern für die Gesundheit der Mitarbeiter birgt und analysiert, wie Programme der betrieblichen Gesundheitsförderung dazu beitragen können, diese Herausforderungen zu bewältigen.
- Definition und Verständnis von betrieblicher Gesundheitsförderung im Kontext von Krankenhäusern
- Analyse der Ziele und Aufgaben von Gesundheitsförderungsprogrammen in Krankenhäusern
- Vorstellung von Beispielprogrammen zur Reduzierung psychischer Belastung und zur Förderung von rückengesundem Arbeiten
- Bewertung der Potentiale und Grenzen von Gesundheitsförderungsprogrammen
- Einordnung der Gesundheitsförderungsprogramme in die Personalpolitik von Krankenhäusern
Zusammenfassung der Kapitel
- Das erste Kapitel führt in die Problemstellung ein und verdeutlicht die Notwendigkeit von betrieblicher Gesundheitsförderung im Krankenhausumfeld. Hier wird betont, dass der Gesundheitszustand des Pflegepersonals von entscheidender Bedeutung für die Qualität der Patientenversorgung ist.
- Kapitel zwei definiert den Begriff der betrieblichen Gesundheitsförderung und beleuchtet den Zusammenhang mit dem Verständnis von Gesundheit gemäß der WHO. Es werden die Determinanten des Gesundheitszustands der Menschen, wie persönliche, soziale und strukturelle Faktoren, erläutert.
- Kapitel drei fokussiert auf die Ziele und Aufgaben der betrieblichen Gesundheitsförderung in Krankenhäusern. Es wird beleuchtet, welche positiven Auswirkungen Gesundheitsförderungsprogramme auf das Pflegepersonal haben können und wie diese Programme in die Personalpolitik von Krankenhäusern integriert werden können.
- In Kapitel vier werden zwei konkrete Beispielprogramme für betriebliche Gesundheitsförderung in Krankenhäusern vorgestellt. Hier werden die Programme "Nachhaltige Reduzierung psychischer Fehlbelastung" und "Rückengesundes Arbeiten - Heben und Tragen in der Pflege" analysiert und deren Potentiale und Grenzen diskutiert.
- Kapitel fünf beleuchtet die Potentiale und Grenzen von Gesundheitsförderungsprogrammen in Krankenhäusern. Es werden sowohl die positiven Effekte, wie die Verbesserung des Gesundheitszustands des Pflegepersonals und die Steigerung der Arbeitszufriedenheit, als auch die Herausforderungen, wie die Umsetzung und Finanzierung von Programmen, diskutiert.
Schlüsselwörter
Betriebliche Gesundheitsförderung, Krankenhäuser, Pflegepersonal, psychische Fehlbelastung, Rückengesundheit, Arbeitsbedingungen, Personalpolitik, Gesundheitsmanagement, Potentiale, Grenzen.
Häufig gestellte Fragen
Warum ist betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) im Krankenhaus so wichtig?
Da 20% der Bevölkerung jährlich im Krankenhaus behandelt werden, ist die Gesundheit des Pflegepersonals essenziell für eine gute Pflegequalität. Der Arbeitsalltag birgt jedoch hohe physische und psychische Risiken.
Welche Ziele verfolgen BGF-Programme für Pflegekräfte?
Die Programme sollen den Gesundheitszustand erhalten oder verbessern, die Arbeitszufriedenheit steigern und die Belastungen durch Schichtdienst, Heben und Tragen sowie psychischen Druck reduzieren.
Was beinhaltet das Programm "Rückengesundes Arbeiten"?
Dieses Programm fokussiert auf ergonomische Techniken beim Heben und Tragen von Patienten, um die hohe körperliche Belastung in der Pflege zu minimieren und Langzeitschäden vorzubeugen.
Wie kann psychische Fehlbelastung im Krankenhaus reduziert werden?
Durch spezifische Interventionsprogramme, die auf eine nachhaltige Reduzierung von Stressfaktoren und die Stärkung der psychischen Widerstandsfähigkeit des Personals abzielen.
Was sind die Grenzen von Gesundheitsförderungsprogrammen?
Herausforderungen liegen oft in der Finanzierung, der zeitlichen Umsetzung im stressigen Stationsalltag und der langfristigen Integration in die Personalpolitik des Krankenhauses.
Wie definiert die WHO Gesundheit in diesem Kontext?
Die Arbeit bezieht sich auf das Gesundheitsverständnis der WHO, das Gesundheit als Zusammenspiel persönlicher, sozialer und struktureller Faktoren betrachtet.
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- B. Sc. Vanessa Löhn (Author), 2011, Programme der betrieblichen Gesundheitsförderung für Krankenhäuser, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/187961