In der vorliegenden Seminararbeit werden vor allem die Ereignisse der letzen Juliwoche und den ersten Augusttagen des Jahres 1914 im Kreis Osnabrück fokussiert. Wie wurden die politischen Ereignisse Ende Juli und Anfang August 1914 von der hiesigen Presse wahrgenommen und wie reagierte die Osnabrücker Bevölkerung auf diese? Als Grundlage dienen dafür besonders Artikel lokaler Zeitungen aus diesen Tagen sowie die Untersuchungen des Direktors des in Osnabrück ansässigen Museum Industriekultur Osnabrück Rolf Spilker aus dem Jahr 2006. Um die dabei gewonnenen Erkenntnisse reichsweit einordnen zu können, soll im weiteren Verlauf eine Gesamtbetrachtung der Stimmungslage für das verbleibende Reichsgebiet im Allgemeinen getroffen werden um zu untersuchen, ob sich eine kollektive Kriegsbegeisterung im Deutschen Reich abzeichnete.
Inhaltsverzeichnis
- I. Einleitung
- II. Die Reaktion der Bevölkerung im Kreis Osnabrück
- a) Am Vorabend des Krieges
- b) Nach Bekanntwerden der deutschen Mobilmachung
- III. Die Stimmung innerhalb der gesamtdeutschen Bevölkerung nach der Mobilmachung
- IV. Schlussbemerkung
- V. Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Seminararbeit befasst sich mit der Stimmung in der Bevölkerung des Kreises Osnabrück im August 1914. Sie analysiert, wie die politischen Ereignisse des späten Juli und frühen Augusts 1914 von der lokalen Presse wahrgenommen wurden und wie die Osnabrücker Bevölkerung darauf reagierte. Darüber hinaus untersucht die Arbeit, ob sich eine kollektive Kriegsbegeisterung im Deutschen Reich abzeichnete.
- Die Reaktionen der Bevölkerung im Kreis Osnabrück auf die Kriegsgefahr
- Die Rolle der lokalen Presse in der Berichterstattung über den Kriegsausbruch
- Die Stimmung innerhalb der deutschen Bevölkerung im Kontext der Mobilmachung
- Die Frage nach einer kollektiven Kriegsbegeisterung im Deutschen Reich
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel II. analysiert die Stimmung in Osnabrück am Vorabend des Krieges und die Reaktion der Bevölkerung auf die deutschen Mobilmachungsmaßnahmen. Kapitel III. beleuchtet die allgemeine Stimmung in Deutschland nach der Mobilmachung und untersucht, ob sich eine kollektive Kriegsbegeisterung abzeichnete.
Schlüsselwörter
Der Kriegsausbruch 1914, Kreis Osnabrück, lokale Presse, Mobilmachung, Kriegsbegeisterung, deutsche Bevölkerung, Stimmung, Augusterlebnis, Erste Weltkrieg.
Häufig gestellte Fragen
Wie reagierte die Bevölkerung in Osnabrück auf den Kriegsausbruch 1914?
Die Arbeit untersucht anhand lokaler Zeitungen, ob es in Osnabrück eine echte Kriegsbegeisterung gab oder ob eher Sorge und Unsicherheit dominierten.
Welche Rolle spielte die lokale Presse Ende Juli 1914?
Die Presse war das Hauptmedium zur Information über die Zuspitzung der politischen Lage und prägte die Wahrnehmung der Ereignisse in der Region.
Was versteht man unter dem „Augusterlebnis“?
Es beschreibt die vermeintlich kollektive Begeisterung und nationale Einheit der Deutschen bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs, die heute historisch differenzierter betrachtet wird.
Gab es Unterschiede zwischen Stadt und Land bei der Mobilmachung?
Die Arbeit analysiert die spezifischen Reaktionen im Regierungsbezirk Osnabrück, um regionale Besonderheiten im Vergleich zum restlichen Reichsgebiet aufzuzeigen.
Welche Quellen wurden für diese Untersuchung genutzt?
Grundlage sind vor allem Artikel Osnabrücker Zeitungen aus dem Sommer 1914 sowie Forschungen des Museums Industriekultur Osnabrück.
- Quote paper
- Matthias Jansen (Author), 2011, Der Kriegsausbruch im Regierungsbezirk Osnabrück im Jahr 1914, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/187825