In dieser Arbeit werde ich versuchen, das Thema des Kontrollverlustes des Zirkusdirektors Caribaldi in Thomas Bernhards „Die Macht der Gewohnheit “ im Widerspruch zu seinem Selbstverständnis zu analysieren. Die Hypothese dieser Arbeit lautet wie folgt: Das Entgleiten der Kontrolle des Zirkusdirektors über seine Untergebenen steht in starkem Widerspruch zu seinem Selbstverständnis.
Diese Hypothese werde ich versuchen am Quellentext zu zeigen. Bezüglich der eingehenden Forschungsliteratur kann gesagt werden, dass es bis Dato keine nennenswerten Werke gibt, welche massgeblich helfen würden, meine Hypothese zu unterstützen. Aufgrund dessen wird sich diese Arbeit vornehmlich auf den Quellentext stützen. Diese Methode stützt sich auch auf das, dieser Arbeit zugrundeliegende, Seminar von Prof. Dr. Wagner, welcher die Quellentexte in den Vordergrund stellt. Das Vorgehen wird so sein, dass zunächst eine Charakterisierung des Zirkusdirektors Caribaldi, dann die Bearbeitung der Hypothese und zum Schluss das Fazit mit einem Ausblick dargelegt wird.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- 1. Charakterisierung Caribaldis
- 2. Kontrolle
- Fazit
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht den Kontrollverlust des Zirkusdirektors Caribaldi in Thomas Bernhards „Die Macht der Gewohnheit“ im Widerspruch zu seinem Selbstverständnis. Die Hypothese besagt, dass Caribaldis Kontrollverlust über seine Untergebenen in starkem Widerspruch zu seinem selbstdefinierten Selbstverständnis steht.
- Charakterisierung von Caribaldis Selbstverständnis
- Analyse des Kontrollverlusts
- Der Widerspruch zwischen Selbstverständnis und Kontrollverlust
- Die Bedeutung von Wiederholungen und Ritualen in Bernhards Werk
- Die Rolle von Konzentration und Präzision in Caribaldis Leben
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Thematik des Kontrollverlusts von Caribaldi und in die Hypothese der Arbeit ein. Es wird die Forschungsmethode erläutert, welche sich primär auf den Quellentext konzentriert.
Kapitel 1 bietet eine Charakterisierung von Caribaldis Selbstverständnis. Es werden seine wiederkehrenden Aussagen und Handlungen analysiert, insbesondere die Fokussierung auf Präzision und Konzentration. Des Weiteren wird Caribaldis Beziehung zu seinem Zirkusensemble und die Rolle des „Forellenquintetts“ beleuchtet.
Kapitel 2 analysiert Caribaldis Kontrollverlust. Es wird untersucht, wie seine Kontrolle über seine Untergebenen zunehmend bröckelt und wie er mit dem Verlust der Kontrolle umgeht.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter dieser Arbeit sind Thomas Bernhard, „Die Macht der Gewohnheit“, Zirkusdirektor Caribaldi, Selbstverständnis, Kontrollverlust, Präzision, Konzentration, Wiederholung, Ritual, Forellenquintett.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in Thomas Bernhards „Die Macht der Gewohnheit“?
Das Stück thematisiert den Zirkusdirektor Caribaldi, der seit Jahren versucht, mit seinen Untergebenen das „Forellenquintett“ perfekt einzustudieren, woran er jedoch scheitert.
Was ist Caribaldis Selbstverständnis?
Er sieht sich als absoluten Herrscher und Perfektionisten, für den Präzision, Konzentration und die totale Kontrolle über seine Umgebung essenziell sind.
Wie äußert sich Caribaldis Kontrollverlust?
Trotz seines tyrannischen Auftretens entgleitet ihm die Kontrolle über sein Ensemble, das die Proben sabotiert oder den Anforderungen nicht gewachsen ist.
Welche Rolle spielen Rituale in dem Werk?
Die ständigen Wiederholungen und starren Abläufe sind Caribaldis Versuch, Ordnung in einer für ihn chaotischen Welt aufrechtzuerhalten.
Warum scheitert das Einüben des „Forellenquintetts“?
Es scheitert an der menschlichen Unzulänglichkeit und dem Widerspruch zwischen Caribaldis unerreichbarem Ideal und der banalen Realität des Zirkusalltags.
Was ist typisch für Thomas Bernhards Schreibstil in diesem Stück?
Typisch sind die kreisenden Monologe, die Übersteigerung ins Absurde und die unerbittliche Analyse von Machtverhältnissen und menschlichem Scheitern.
- Quote paper
- Samuel Burkhard (Author), 2012, Kontrollentgleitung vs. Selbstverständnis, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/187451