Innerhalb des Matthäusevangeliums ist die Perikope in der ersten Hälfte positioniert, wobei sie von den Wundertaten Jesu, die ihr vorausgehen und den Gleichnissen, die ihr folgen, umschlossen wird.
Die Perikope von der Heilung der verdorrten Hand bildet den zweiten Teil des Streitgesprächszyklus über den Sabbat im Matthäusevangelium. Inhaltlich thematisieren beide Perikopen die Auslegung des Sabbatgesetzes. Während die erste Geschichte sich mit dem Pflücken von Ähren am Sabbat auseinandersetzt, thematisiert die zweite ein weitaus wichtigeres Problem, nämlich, ob es am Sabbat erlaubt ist, Menschen zu helfen. Im Aufbau des Matthäus Evangeliums leiten die Sabbatkontroversen zwischen Jesus auf der einen Seite und den Pharisäern auf der anderen Seite den verschärften Konflikt zwischen beiden Parteien ein.
Inhaltsverzeichnis
- Literarkritik
- Stellung im Kontext
- Abgrenzung
- Gliederung
- Literarische Einheitlichkeit
- Synoptischer Vergleich
- Formgeschichte
- Die Gattung
- Sitz im Leben
- Rekonstruktion der Überlieferungsgeschichte
- Traditionsgeschichte
- Redaktionsgeschichte
- Einzelauslegung
- Biblisch Theologische Reflexion
- Literaturverzeichnis
- Internetquellen
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit analysiert die Perikope Mt 12,9-14 und untersucht, wie Matthäus die Heilung eines Mannes am Sabbat in seinen Text einarbeitet und wie diese Geschichte in Beziehung zum Sabbatgesetz und zum Konflikt zwischen Jesus und den Pharisäern steht.
- Die literarische Einordnung der Perikope im Matthäusevangelium
- Die Bedeutung der Sabbatkontroverse im Kontext der Matthäusgeschichte
- Die formgeschichtliche Analyse der Perikope, insbesondere die Frage nach ihrer Gattung und Sitz im Leben
- Die Einzelauslegung der Perikope und ihre biblisch-theologische Reflexion
- Der Vergleich mit den entsprechenden Perikopen in anderen Evangelien
Zusammenfassung der Kapitel
Der erste Abschnitt der Arbeit widmet sich der literarischen Kritik. Hier wird die Perikope im Kontext des Matthäusevangeliums positioniert und ihre Abgrenzung zu anderen Perikopen analysiert. Die Gliederung der Perikope wird dargestellt und es wird auf ihre literarische Einheitlichkeit eingegangen. Auch der synoptische Vergleich mit den entsprechenden Perikopen in anderen Evangelien wird beleuchtet.
Im zweiten Abschnitt wird die Formgeschichte der Perikope betrachtet. Es wird die Gattung der Perikope definiert, ihr Sitz im Leben rekonstruiert und die Überlieferungs-, Traditions- und Redaktionsgeschichte erörtert.
Der dritte Abschnitt beinhaltet die Einzelauslegung der Perikope. Hier werden die einzelnen Verse analysiert und die theologische Bedeutung der Perikope herausgearbeitet.
Schlüsselwörter
Die Arbeit beschäftigt sich mit Themen wie Sabbat, Heilung, Konflikt, Pharisäer, Jesus, Matthäusevangelium, Literarkritik, Formgeschichte, Einzelauslegung, biblisch-theologische Reflexion und synoptische Evangelien.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Kernproblem in der Perikope Mt 12,9-14?
Das Kernproblem ist die Frage, ob es nach dem jüdischen Gesetz erlaubt ist, am Sabbat zu heilen, also Gutes zu tun.
Wie reagiert Jesus auf die Fangfrage der Pharisäer?
Jesus nutzt das Beispiel eines Schafes, das man am Sabbat aus einer Grube rettet, um zu zeigen, dass ein Mensch viel wertvoller ist und Hilfe immer erlaubt sein muss.
Welche Bedeutung hat das Sabbatgesetz im Matthäusevangelium?
Die Sabbatkontroversen dienen dazu, den wachsenden Konflikt zwischen Jesus und der religiösen Elite (Pharisäer) zu verdeutlichen und Jesu Vollmacht zu zeigen.
Was ist das Resultat der Heilung für die Pharisäer?
Nach der Heilung des Mannes mit der verdorrten Hand fassen die Pharisäer den Beschluss, Jesus umzubringen (Mt 12,14).
Was bedeutet "Formgeschichte" in Bezug auf diesen Bibeltext?
Die Formgeschichte untersucht die Gattung des Textes (hier ein Streitgespräch kombiniert mit einer Heilungserzählung) und seinen ursprünglichen Sitz im Leben der frühen Gemeinde.
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- Diplom Wirtschaftspädagoge Oliver Heil (Author), 2009, Exegese MT 12,9-14 - Die Heilung eines Mannes am Sabbat, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/187065