In der EU-15 herrscht vereinzelt Angst darüber, dass die anstehende EU-Osterweiterung zu einer Massenwanderung von Arbeitskräften aus Ost- nach Westeuropa führe und die Lage auf den Arbeitsmärkten weiter verschärfen würde. Die folgenden Ausführungen versuchen darzulegen, ob diese Ängste berechtigt sind. Dazu wird kurz auf das erwartete Migrationspotential eingegangen, sowie dann ausführlich die Auswirkungen auf den heimischen Arbeitsmarkt sowohl theoretisch, als auch empirisch untersucht.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Migration in der EU – Rückblick und Ausblick
- Das Migrationspotential im Zuge der EU-Osterweiterung
- Konsequenzen für den Arbeitsmarkt
- Ein einfaches Arbeitsmarktmodell
- Modell mit homogener Arbeit
- Modell mit heterogener Arbeit
- Empirische Resultate
- Entwicklung der Löhne und der Arbeitslosigkeit in den USA
- Entwicklung der Löhne und der Arbeitslosigkeit in Israel
- Entwicklung der Löhne und der Arbeitslosigkeit in der EU
- Ein einfaches Arbeitsmarktmodell
- Fazit und Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Ziel dieser Arbeit ist es, die möglichen Auswirkungen der EU-Osterweiterung auf den heimischen Arbeitsmarkt zu untersuchen, insbesondere die Frage, ob die befürchtete Massenwanderung von Arbeitskräften aus Ost- nach Westeuropa gerechtfertigt ist.
- Migrationspotential im Zuge der EU-Osterweiterung
- Theoretische und empirische Analyse der Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt
- Entwicklung der Löhne und der Arbeitslosigkeit in verschiedenen Ländern
- Bewertung des Einflusses auf die Arbeitsbedingungen in der EU-15
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Der Fokus liegt auf der Bedeutung der EU-Osterweiterung und der damit verbundenen Frage, ob eine Massenwanderung von Arbeitskräften aus Ost- nach Westeuropa zu erwarten ist.
- Migration in der EU – Rückblick und Ausblick: Dieses Kapitel beleuchtet die bisherigen Migrationsmuster in der EU und skizziert die zukünftige Institutionalisierung der Migration nach der EU-Osterweiterung.
- Das Migrationspotential im Zuge der EU-Osterweiterung: Hier werden Schätzungen des potenziellen Migrationsvolumens im Rahmen der EU-Osterweiterung vorgestellt.
- Konsequenzen für den Arbeitsmarkt: Dieses Kapitel untersucht die möglichen Auswirkungen der Migration auf den Arbeitsmarkt der EU-15 sowohl anhand theoretischer Modelle als auch empirischer Studien.
Schlüsselwörter
EU-Osterweiterung, Migration, Arbeitsmarkt, Arbeitslosigkeit, Löhne, empirische Studien, theoretische Modelle, Transformationsländer, Mittel- und Osteuropa, MOEL.
Häufig gestellte Fragen
Führt die EU-Osterweiterung zu einer Massenwanderung?
Schätzungen zum Migrationspotential zeigen, dass die befürchtete "Massenwanderung" oft überschätzt wird. Die tatsächliche Migration hängt stark von den Einkommensunterschieden, der Arbeitsmarktlage in den Heimatländern und den Übergangsfristen ab.
Welche Auswirkungen hat die Migration auf die Löhne in Deutschland?
Theoretische Modelle unterscheiden zwischen homogener und heterogener Arbeit. Empirische Studien zeigen oft nur geringe negative Effekte auf die Löhne Einheimischer, während die Gesamtwirtschaft durch den Zuzug von Fachkräften profitieren kann.
Wie verändert Migration die Arbeitslosigkeit?
Die Auswirkungen auf die Arbeitslosigkeit sind komplex. Während es in bestimmten Niedriglohnsektoren zu Verdrängungseffekten kommen kann, entstehen in anderen Bereichen durch das Wirtschaftswachstum neue Arbeitsplätze.
Was lehren uns empirische Beispiele aus den USA oder Israel?
Internationale Vergleiche zeigen, dass Arbeitsmärkte oft flexibler auf Zuwanderung reagieren als befürchtet. In Israel beispielsweise führte eine massive Zuwanderungswelle aus der ehemaligen Sowjetunion langfristig zu einer Stärkung der Wirtschaft ohne dauerhaften Anstieg der Arbeitslosigkeit.
Was sind die MOEL-Staaten?
MOEL steht für Mittel- und Osteuropäische Länder. Dazu gehören Staaten wie Polen, Tschechien, Ungarn und die baltischen Staaten, die im Zuge der Osterweiterung der Europäischen Union beigetreten sind.
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- Thorsten Wilke (Author), 2003, EU-Osterweiterung und Migration, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/18619