Die verschiedenen Ansätze zur Erklärung der gestiegenen Erwerbslosigkeit älterer Menschen sowie mögliche betriebliche Strategien zu deren besseren Eingliederung sind Thema dieser Arbeit. Dabei werden ökonomische und gesellschaftliche Auswirkungen einer reduzierten Teilnahme älterer Menschen am Erwerbsleben zugunsten einer eher betriebswirtschaftlichen Schwerpunktsetzung nicht ausführlich thematisiert, vielmehr stehen anstelle der Folgen von Altersarbeitslosigkeit und Frühverrentung deren Ursachen und betriebliche Lösungsansätze im Mittelpunkt.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Begriffsklärungen
- Wer gehört zu den „Älteren“?
- Frühverrentung
- Arbeitslosigkeit vs. Erwerbslosigkeit
- Die Situation älterer Arbeitnehmer auf dem Arbeitsmarkt
- Überblick
- Die Situation in den OECD-Staaten
- Partizipation
- Arbeitslosigkeit
- Erwerbstätigenquoten
- Kosten durch Frühverrentung
- Die Situation in Deutschland
- Theoretische Erklärungsansätze
- Überblick
- „Unfreiwillige“ Erwerbslosigkeit
- Vorüberlegungen
- Senioritätsentlohnung
- Humankapital, Segmentationsansatz und struktureller Wandel
- Eigenschaften und Tätigkeiten Älterer, betr. Altersstrukturen
- Suchtheoretischer Ansatz
- Alternativrollenkonzept
- Institutionelle Gründe
- „Freiwillige“ Erwerbslosigkeit
- Überblick
- Anreizwirkungen staatlicher Sicherungssysteme
- Vermögensbildung und private Altersvorsorge
- Gesundheitliche Gründe und veränderte Lebensgewohnheiten
- Betriebliche Strategien
- Überblick
- Berufliche Weiterbildung
- Arbeitsgestaltung
- Intergenerative Zusammenarbeit und betr. Altersstrukturen
- Arbeitszeitmodelle
- Personalführung
- Schlussbemerkungen
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Diplomarbeit befasst sich mit den personalpolitischen Problemen beim Einsatz älterer Arbeitnehmer. Sie analysiert die Ursachen für die gestiegene Erwerbslosigkeit älterer Menschen und untersucht verschiedene betriebliche Strategien zur besseren Eingliederung dieser Altersgruppe in den Arbeitsmarkt. Die Arbeit konzentriert sich dabei auf die betriebswirtschaftlichen Aspekte und betrachtet die Folgen von Altersarbeitslosigkeit und Frühverrentung eher aus der Perspektive der Unternehmen.
- Analyse der Ursachen für die gestiegene Erwerbslosigkeit älterer Menschen
- Untersuchung der Anreize für ein „unfreiwilliges“ und „freiwilliges“ Ausscheiden älterer Arbeitnehmer aus dem Erwerbsleben
- Bewertung verschiedener betrieblicher Strategien zur Integration älterer Arbeitnehmer
- Bewertung der Auswirkungen von Altersarbeitslosigkeit und Frühverrentung auf die Unternehmen
- Entwicklung von Handlungsempfehlungen für die Personalpolitik von Unternehmen
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt die Problematik der Altersarbeitslosigkeit und Frühverrentung dar und erläutert die Zielsetzung der Arbeit. Kapitel 2 definiert die Begriffe „Ältere“, „Frühverrentung“ und „Arbeitslosigkeit vs. Erwerbslosigkeit“. Kapitel 3 beschreibt die aktuelle Beschäftigungssituation älterer Menschen in Deutschland und den OECD-Staaten anhand von Datenanalysen. Kapitel 4 analysiert verschiedene theoretische Erklärungsansätze für die erhöhte Betroffenheit älterer Menschen von Erwerbslosigkeit. Dabei werden sowohl betriebliche Anreize für die Entlassung oder Nichteinstellung älterer Mitarbeiter als auch Anreize für die betroffenen Personen selbst, sich frühzeitig aus dem Arbeitsmarkt zurückzuziehen, betrachtet. Kapitel 5 beschreibt verschiedene betriebliche Herausforderungen und Strategien zum Umgang mit älteren Beschäftigten, wobei Schwerpunkte in den Bereichen der Arbeitsplatz- und Arbeitszeitgestaltung, der Weiterbildung, der Personalführung und der intergenerativen Zusammenarbeit gesetzt werden. Das abschließende Kapitel 6 fasst die wichtigsten Erkenntnisse der Arbeit zusammen.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen die Erwerbslosigkeit älterer Arbeitnehmer, Frühverrentung, betriebliche Strategien, Altersarbeitslosigkeit, Personalpolitik, Arbeitsgestaltung, Weiterbildung, intergenerative Zusammenarbeit, Arbeitszeitmodelle und Personalführung. Die Arbeit analysiert die Ursachen für die gestiegene Erwerbslosigkeit älterer Menschen und untersucht verschiedene betriebliche Strategien zur besseren Eingliederung dieser Altersgruppe in den Arbeitsmarkt. Dabei werden die Folgen von Altersarbeitslosigkeit und Frühverrentung aus der Perspektive der Unternehmen betrachtet.
Häufig gestellte Fragen
Warum ist die Erwerbslosigkeit bei älteren Arbeitnehmern höher?
Gründe sind unter anderem Senioritätsentlohnung (höhere Kosten), struktureller Wandel, fehlende Weiterbildung und institutionelle Anreize zur Frühverrentung.
Was ist Senioritätsentlohnung?
Es bezeichnet das Prinzip, dass das Gehalt automatisch mit dem Alter oder der Betriebszugehörigkeit steigt, was ältere Mitarbeiter für Unternehmen teurer macht.
Welche Strategien helfen bei der Integration Älterer?
Betriebliche Ansätze umfassen lebenslanges Lernen, ergonomische Arbeitsplatzgestaltung, flexible Arbeitszeitmodelle und die Förderung intergenerativer Zusammenarbeit.
Was ist der Unterschied zwischen Arbeitslosigkeit und Erwerbslosigkeit?
Arbeitslosigkeit bezieht sich meist auf registrierte Personen bei der Agentur für Arbeit, während Erwerbslosigkeit alle Personen im arbeitsfähigen Alter umfasst, die keine Beschäftigung haben.
Lohnt sich Frühverrentung für Unternehmen?
Kurzfristig kann es zum Personalabbau dienen, langfristig verlieren Unternehmen jedoch wertvolles Humankapital und Erfahrungswissen.
- Quote paper
- Jan Kluck (Author), 2005, Personalpolitische Probleme beim Einsatz älterer Arbeitnehmer, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/186122