Im vergangenen Jahr drang das Phänomen Rechtsextremismus aufgrund einer Anhäufung von fremdenfeindlichen Gewalttaten v.a. in den neuen Bundesländern wieder stärker ins öffentliche Bewußtsein der Deutschen. In den Medien war die Rede von „national befreiten Zonen“, einer neuen Qualität der Brutalität, von alltäglicher Angst usw. Zur Sprache kam auch die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD), ihre Rolle im rechten Lager, ihr Einfluß, Wirken und Verantwortlichkeit. Letztere wurde als dermaßen gravierend eingeschätzt, daß im Dezember 2000 sowohl Bundesregierung, als auch Bundesrat und Bundestag einen Antrag auf Verbot der NPD beschlossen und beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe eingebracht haben.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Ideologie, Parteiprogramme
- Rechtskonservative Elemente
- Rechtsextreme Elemente
- Ideologie
- Politikfelder
- ,,National befreite Zonen"
- Außerparlamentarische politische Praxis
- Wahlkämpfe
- Politische Veranstaltungen
- ,,National befreite Zonen"
- Vernetzungen im rechten Lager
- Etablierung in den neuen Bundesländern
- Vernetzungen
- Bewegung Rechtsextremismus
- Exkurs: Psychologische Mechanismen im Rechtsextremismus
- Zusammenfassung
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Seminararbeit befasst sich mit den politischen Strategien der NPD in den neuen Bundesländern seit der Wiedervereinigung. Sie analysiert die Ideologie und Programmatik der Partei, ihre außerparlamentarische politische Praxis sowie ihre Vernetzungen im rechten Lager. Ziel ist es, die Strategien der NPD zu identifizieren und zu analysieren, um ihre Positionierung im rechten Lager und ihren Einfluss auf die politische Landschaft der neuen Bundesländer zu verstehen.
- Ideologie und Programmatik der NPD
- Außerparlamentarische politische Praxis der NPD
- Vernetzungen der NPD im rechten Lager
- Etablierung der NPD in den neuen Bundesländern
- Die Rolle der NPD im Kontext des Rechtsextremismus
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema Rechtsextremismus in den neuen Bundesländern ein und stellt die NPD als zentralen Akteur im rechten Lager vor. Sie erläutert die Relevanz der Arbeit und die Forschungsfrage, die sich mit den politischen Strategien der NPD in den neuen Bundesländern seit der Vereinigung befasst.
Das Kapitel „Ideologie, Parteiprogramme“ analysiert die ideologische Entwicklung der NPD und ihre Programmatik. Es werden die rechtskonservativen und rechtsextremen Elemente der NPD-Ideologie beleuchtet und die Veränderungen in der Programmatik seit der Vereinigung aufgezeigt. Dabei wird insbesondere auf die Verschärfung der verbalen Ablehnung des demokratischen Verfassungsstaates und die Neuorientierung hin zu einem „nationalen Sozialismus“ eingegangen.
Das Kapitel „Außerparlamentarische politische Praxis“ untersucht die Aktivitäten der NPD außerhalb des Parlaments. Es werden die Wahlkämpfe, politischen Veranstaltungen und die Rolle der NPD in den „national befreiten Zonen“ analysiert. Dabei wird deutlich, dass die NPD eine Vielzahl von Strategien einsetzt, um ihre Ideologie zu verbreiten und Einfluss zu gewinnen.
Das Kapitel „Vernetzungen im rechten Lager“ befasst sich mit den Verbindungen der NPD zu anderen rechtsextremen Akteuren. Es werden die Etablierung der NPD in den neuen Bundesländern, ihre Vernetzungen mit anderen Organisationen und die Rolle der NPD in der Bewegung Rechtsextremismus untersucht. Dabei wird deutlich, dass die NPD ein wichtiger Akteur im rechten Lager ist und enge Verbindungen zu anderen rechtsextremen Gruppen pflegt.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen die NPD, Rechtsextremismus, neue Bundesländer, politische Strategien, Ideologie, Programmatik, außerparlamentarische politische Praxis, Vernetzungen, Bewegung Rechtsextremismus, „national befreite Zonen“, Wahlkämpfe, politische Veranstaltungen, Etablierung, Einfluss, Verantwortlichkeit, Bundesverfassungsgericht, Bundesregierung, Bundesrat, Bundestag, Vereinigung Deutschlands, politische Kultur, Ressourcen, Rechtsstaatlichkeit, „Law-and-order“-Staatsverständnis, Familie, Volk, Nation, Ethnozentrismus, Integration, Ausländer, Deutsche, Identität, Großkapital, Regierung, Gewerkschaften.
Häufig gestellte Fragen
Welche Strategie verfolgte die NPD in den neuen Bundesländern?
Die NPD setzte auf eine Kombination aus außerparlamentarischer Präsenz, gezielten Wahlkämpfen und der Vernetzung mit anderen rechtsextremen Gruppen, um Einfluss in Ostdeutschland zu gewinnen.
Was sind „national befreite Zonen“?
Dies ist ein rechtsextremes Konzept, das darauf abzielt, bestimmte Räume oder Stadtteile so zu dominieren, dass Andersdenkende oder Ausländer dort eingeschüchtert werden und die extreme Rechte die Oberhand gewinnt.
Wie hat sich die Ideologie der NPD nach der Wende verändert?
Es fand eine Radikalisierung statt: Weg von rein rechtskonservativen Inhalten hin zu einem aggressiven „nationalen Sozialismus“ und einer offenen Ablehnung des demokratischen Rechtsstaates.
Warum wurde ein Verbot der NPD angestrebt?
Aufgrund der Zunahme fremdenfeindlicher Gewalt und der verfassungsfeindlichen Ausrichtung der Partei stellten Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat im Jahr 2000 einen Verbotsantrag beim Bundesverfassungsgericht.
Welche Rolle spielen psychologische Mechanismen im Rechtsextremismus?
Die Arbeit beleuchtet, wie Ängste, Identitätssuche und Gruppendynamiken dazu führen, dass Menschen für rechtsextreme Ideologien empfänglich werden.
Wie vernetzt sich die NPD im rechten Lager?
Die Partei sucht den Schulterschluss mit freien Kameradschaften und anderen radikalen Bewegungen, um eine schlagkräftige „Bewegung Rechtsextremismus“ zu formen.
- Citation du texte
- Erich Gamsjäger (Auteur), 2001, Strategien der NPD in den neuen Bundesländern seit der Vereinigung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/185910