In der vorliegenden Arbeit soll die Rolle der Verbände beim Bündnis
für Arbeit näher analysiert werden, wobei der Schwerpunkt auf der Betrachtung gesamtwirtschaftlicher Bündnisse liegen wird. Es soll explizit dargestellt werden, inwieweit sich korporatistische Strukturen im Bündnis für Arbeit wiederfinden.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einführung
- 2. Begriffsbestimmungen
- 2.1. Das Bündnis für Arbeit
- 2.1.1. Verschiedene Ebenen des Bündnisses für Arbeit
- 2.1.2. Die Konzertierte Aktion
- 2.1.3. Das Bündnis für Arbeit und zur Standortsicherung
- 2.1.4. Das Bündnis für Arbeit Ost
- 2.1.5. Das Bündnis für Arbeit, Ausbildung und Wettbewerbsfähigkeit
- 2.2. Korporatismus
- 2.2.1. Die historische Perspektive
- 2.2.2. Die Korporatismusdiskussion
- 2.2.3. Eine wirtschaftspolitische Definition
- 2.1. Das Bündnis für Arbeit
- 3. Kooperation statt Konflikt
- 3.1. Die korporatistische Hypothese
- 3.2. Bessere Zielerreichung durch koordinierte Abstimmung
- 3.2.1. Die Aufgaben der einzelnen Politikbereiche
- 3.2.2. Effiziente Arbeitsverträge
- 3.3. Spieltheoretische Überlegungen
- 3.4. Der Erfolg korporatistischer Systeme
- 4. Wettbewerb statt Kooperation
- 4.1. Die liberal-pluralistische Hypothese
- 4.2. Probleme korporatistischer Lösungen
- 4.2.1 Das Interessenproblem
- 4.2.2 Das Wissensproblem
- 4.2.3 Die Rolle der Verbände
- 4.3. Einigung auf Kosten Dritter
- 4.4. Die fragwürdige Überlegenheit korporatistischer Systeme
- 5. Synthese
- 5.1. Das Bündnis für Arbeit als korporatistisches Konzept
- 5.2. Die Stellung der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberverbände
- 5.3. Die besondere Problematik in den neuen Bundesländern
- 5.4. Die Rolle der Tarifautonomie
- 6. Zusammenfassung und Ausblick
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Analyse des Bündnisses für Arbeit und untersucht, inwieweit es sich um ein korporatistisches Konzept handelt. Die Arbeit zielt darauf ab, die Rolle der Verbände im Bündnis für Arbeit zu beleuchten und die Vor- und Nachteile korporatistischer Systeme im Kontext des Bündnisses zu diskutieren.
- Die Rolle der Verbände im Bündnis für Arbeit
- Die Analyse des Bündnisses für Arbeit als korporatistisches Konzept
- Die Vor- und Nachteile korporatistischer Systeme
- Die Auswirkungen korporatistischer Strukturen auf das Bündnis für Arbeit
- Die besondere Problematik in den neuen Bundesländern
Zusammenfassung der Kapitel
Die Arbeit beginnt mit einer Einführung in das Thema Arbeitslosigkeit und die Entstehung des Bündnisses für Arbeit. Anschließend werden die Begriffe „Bündnis für Arbeit“ und „Korporatismus“ definiert und verschiedene Ebenen des Bündnisses sowie die historische Perspektive des Korporatismus beleuchtet.
Im dritten Kapitel wird die korporatistische Hypothese vorgestellt, die besagt, dass durch Kooperation und koordinierte Abstimmung zwischen den Akteuren eine bessere Zielerreichung möglich ist. Es werden die Aufgaben der einzelnen Politikbereiche und die Bedeutung effizienter Arbeitsverträge im Kontext der korporatistischen Hypothese diskutiert.
Das vierte Kapitel widmet sich der liberal-pluralistischen Hypothese, die die Vorteile des Wettbewerbs betont. Es werden die Probleme korporatistischer Lösungen, wie das Interessenproblem, das Wissensproblem und die Rolle der Verbände, sowie die Einigung auf Kosten Dritter analysiert.
Im fünften Kapitel erfolgt eine Synthese, in der das Bündnis für Arbeit als korporatistisches Konzept betrachtet wird. Die Stellung der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberverbände, die besondere Problematik in den neuen Bundesländern und die Rolle der Tarifautonomie werden diskutiert.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen das Bündnis für Arbeit, Korporatismus, Arbeitslosigkeit, Tarifautonomie, Arbeitnehmer- und Arbeitgeberverbände, Konzertierte Aktion, Standortsicherung, Ausbildung und Wettbewerbsfähigkeit. Die Arbeit analysiert die Rolle der Verbände im Bündnis für Arbeit und untersucht die Vor- und Nachteile korporatistischer Systeme im Kontext der deutschen Arbeitsmarktpolitik.
Häufig gestellte Fragen
Was war das "Bündnis für Arbeit"?
Es war eine Initiative der Bundesregierung, Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit und Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit.
Inwiefern ist das Bündnis ein korporatistisches Konzept?
Die Arbeit analysiert, ob die enge Abstimmung zwischen Staat und großen Interessenverbänden (Korporatismus) im Bündnis für Arbeit strukturell verankert war.
Was ist der Unterschied zwischen Korporatismus und Pluralismus?
Während Korporatismus auf Kooperation und koordinierte Verhandlungen setzt, betont der liberal-pluralistische Ansatz den freien Wettbewerb der Interessen.
Welche Rolle spielen Gewerkschaften in diesem Bündnis?
Gewerkschaften fungieren als zentrale Akteure, die im Rahmen der Tarifautonomie und politischer Verhandlungen versuchen, Beschäftigungssicherung gegen Lohnzurückhaltung abzuwägen.
Was sind die Probleme korporatistischer Lösungen?
Kritisiert werden oft mangelnde Transparenz, das "Wissensproblem" der Planer und die Gefahr von Einigungen auf Kosten unbeteiligter Dritter.
- Quote paper
- Armin Wiesler (Author), 1999, Bündnis für Arbeit - ein korporatistisches Konzept?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/185420