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Die steuerlichen Unsicherheiten eines Anlegers an einer inländischen Publikums-KG

Title: Die steuerlichen Unsicherheiten eines Anlegers an einer inländischen Publikums-KG

Diploma Thesis , 1999 , 100 Pages , Grade: 2.3

Autor:in: Lars Roßkothen (Author)

Law - Tax / Fiscal Law
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Für Anleger an geschlosssenen Immobilienfonds bestehen unterschiedliche Risiken. Die Arbeit stellt die steuerlichen Risiken dar.

Der „homo oeconomicus“ ist dadurch gekennzeichnet, daß er ökonomisch rational handelt. Sein Gewinnstreben, bezogen auf Steuern, bedeutet eine möglichst hohe Steuerersparnis zu erlangen. Je mehr Steuern er entrichten muß, desto größer ist sein Drang, die Steuerbelastung zu minimieren. Schnelle Hilfe bieten dann Zeitschriften.

Diese Zeitschriften beschäftigen sich regelmäßig mit Anlagen in Form von Beteiligungen an einer Publikums-KG. Auf Chancen werden ebenso hingewiesen wie auf Risiken, die anhand von ausgesuchten - auf dem Markt befindlichen - Beteiligungen dargestellt werden. Allerdings bleiben dabei die steuerlichen Risiken unberücksichtigt. In den Beteiligungsangeboten wird zwar auf steuerliche Risiken hingewiesen, aber der Interessent muß dabei beachten, daß das Prospekt eine werbende Funktion hat.

Risiken bestehen einerseits hinsichtlich betriebswirtschaftlicher Aspekte (z.B. Richtigkeit der Kalkulation von Beteiligungsangeboten) und andererseits bezüglich der steuerlichen Unsicherheiten. Diese werden für den Anleger in der Literatur nur nebensächlich behandelt. Diese Arbeit versteht sich als Beitrag dazu, herauszuarbeiten, welche negativen steuerlichen Unsicherheiten für den Anleger, der sich an einer inländischen Publikums-KG beteiligen möchten, existieren. Betriebswirtschaftliche Unsicherheiten, die regelmäßig den Schwerpunkt von Zeitschriftenartikeln bilden, sollen hier nicht behandelt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung, Zielsetzung und Aufbau der Arbeit

2. Die Publikums-Kommanditgesellschaft

2.1 Grundlagen und begriffliche Abgrenzungen

2.1.1 Gesellschaftsformen

2.1.1.1 Kommanditgesellschaft

2.1.1.2 GmbH & Co. KG

2.1.2 Wesen einer Publikums-KG

2.1.3 Motive der Anleger-Gesellschafter

2.1.4 Motive der Gesellschaftsinitiatoren

2.1.5 Andere Publikumsgesellschaften als Alternative

2.1.5.1 Publikums-AG

2.1.5.2 Publikums-GmbH

2.1.5.3 Publikums-GbR

2.2 Gestaltungsformen der Publikums-KG

2.2.1 Direkter Kommanditist

2.2.2 Treuhandkommanditist

2.2.3 Einlagesplitting

2.3 Erscheinungsformen der Publikums-KG

2.3.1 Immobilienfond

2.3.1.1 Offener Immobilienfond

2.3.1.2 Geschlossener Immobilienfond

2.3.2 Bauherren- und Erwerbsmodelle

3. Steuerliche Grundlagen und Begriffe im Rahmen der Publikums-KG

3.1 Verfahren für die Ergebniszuweisungen

3.2 Steuerliche Liebhaberei

3.3 Betriebs- und Privatvermögen

3.4 Veräußerungsgewinn

4. Steuerliche Behandlung der Publikums-KG

4.1 Gewerbebetrieb

4.1.1 Allgemeines

4.1.2 Gewerbliche Tätigkeit

4.1.3 Gepräge der Publikums-KG

4.2 Vermögensverwaltung

4.2.1 Allgemeines

4.2.2 Vermögensverwaltende Tätigkeit

4.3 Einkünftererzielungsabsicht

4.3.1 Tätigkeit der Publikums-KG

4.3.2 Totalerfolg

4.3.3 Gepräge der Publikums-KG

4.4 Umqualifizierung der Einkunftsart auf der Gesellschaftsebene

4.4.1 Betriebsaufspaltung

4.4.2 Gewerblicher Grundstückshandel

4.4.3 Gepräge der Publikums-KG

4.4.4 Einkünfteerzielungsabsicht

5. Steuerliche Behandlung des Anlegers und deren steuerlichen Unsicherheiten

5.1 Voraussetzungen für den Anleger

5.1.1 Anleger als Kommanditist

5.1.1.1 Mitunternehmerschaft

5.1.1.2 Mitunternehmerschaft bei Einkünften aus Vermietung und Verpachtung?

5.1.2 Anleger als Treugeber

5.1.2.1 Einkünfte aus Gewerbebetrieb

5.1.2.2 Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung

5.1.3 Einkunftserzielungsabsicht

5.1.3.1 Sonderbetriebsvermögen

5.1.3.2 Rückkauf- und Verkaufsgarantie

5.2 Spezielle Unsicherheiten für den Anleger

5.2.1 Verluste bei beschränkter Haftung (§ 15 a EStG)

5.2.1.1 Einkünfte aus Gewerbebetrieb

5.2.1.2 Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung

5.2.1.3 Auflösung des negativen Kapitalkontos

5.2.2 Gewerblicher Grundstückshandel

5.2.3 Spekulationsgewinne

5.2.4 Tarifbegrenzung bei gewerblichen Einkünften

6. Änderungen durch das Steuerentlastungsgesetz 1999/2000/2002

6.1 Der neue § 2b EStG

6.2 Sonstige Änderungen

6.2.1 Verlustausgleich nach § 2 Abs. 3 EStG

6.2.2 Veräußerungsgewinne und § 34 EStG

6.2.3 Spekualtionsgewinne nach § 23 EStG

6.2.4 Tarifbegrenzung nach § 32c EStG

7. Zusammenfassung der wesentlichen steuerlichen Unsicherheiten für den Anleger

8. Schlußbemerkung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit befasst sich mit der Identifikation und Analyse der steuerlichen Unsicherheiten für Anleger an inländischen Publikums-Kommanditgesellschaften (Publikums-KG). Im Fokus steht dabei die Forschungsfrage, welche negativen steuerlichen Konsequenzen für den Anleger drohen, wenn die Ertragsprognosen aufgrund steuerlicher Risiken, wie z.B. der Qualifizierung als Liebhaberei oder gewerblicher Grundstückshandel, abweichen.

  • Struktur und Wesen der Publikums-KG
  • Steuerliche Grundlagen (Liebhaberei, Betriebsvermögen, Einkunftsarten)
  • Gepräge-Theorie und ihre Bedeutung für die steuerliche Einordnung
  • Auswirkungen steuerlicher Änderungen durch das Steuerentlastungsgesetz 1999/2000/2002

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung, Zielsetzung und Aufbau der Arbeit

Der „homo oeconomicus“ ist dadurch gekennzeichnet, daß er ökonomisch rational handelt. Sein Gewinnstreben, bezogen auf Steuern, bedeutet eine möglichst hohe Steuerersparnis zu erlangen. Je mehr Steuern er entrichten muß, desto größer ist sein Drang, die Steuerbelastung zu minimieren. Schnelle Hilfe bieten dann Zeitschriften, deren Schlagzeilen beispielsweise folgendes versprechen: „Trotz Rot-Grün ! Null Steuern ohne Risiko Sichere und seriöse Anlagen Auch für Normalverdiener“.

Diese Zeitschriften beschäftigen sich regelmäßig mit Anlagen in Form von Beteiligungen an einer Publikums-KG. Auf Chancen werden ebenso hingewiesen wie auf Risiken, die anhand von ausgesuchten - auf dem Markt befindlichen - Beteiligungen dargestellt werden. Allerdings bleiben dabei die steuerlichen Risiken unberücksichtigt. In den Beteiligungsangeboten wird zwar auf steuerliche Risiken hingewiesen, aber der Interessent muß dabei beachten, daß das Prospekt eine werbende Funktion hat.

Risiken bestehen einerseits hinsichtlich betriebswirtschaftlicher Aspekte (z.B. Richtigkeit der Kalkulation von Beteiligungsangeboten) und andererseits bezüglich der steuerlichen Unsicherheiten. Diese werden für den Anleger in der Literatur nur nebensächlich behandelt. Diese Arbeit versteht sich als Beitrag dazu, herauszuarbeiten, welche negativen steuerlichen Unsicherheiten für den Anleger, der sich an einer inländischen Publikums-KG beteiligen möchten, existieren. Betriebswirtschaftliche Unsicherheiten, die regelmäßig den Schwerpunkt von Zeitschriftenartikeln bilden, sollen hier nicht behandelt werden.

Als steuerliche Unsicherheiten sind im Sinne dieser Arbeit die steuerlichen Risiken und die damit verbundenen Konsequenzen zu verstehen, die zur Abweichung von der prognostizierten Ertragsvorschau für den Anleger existieren. D.h. es werden steuerlich mögliche Gefahrenquellen für den Anleger aufgezeigt. Die Betrachtung erstreckt sich nur auf die Einkommensteuer und nicht auf Körperschaft-, Gewerbesteuer und andere Steuerarten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung, Zielsetzung und Aufbau der Arbeit: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, dass steuerliche Risiken bei Publikums-KG-Beteiligungen in Prospekten oft unterbewertet werden und legt den Fokus der Arbeit auf die Analyse dieser steuerlichen Unsicherheiten.

2. Die Publikums-Kommanditgesellschaft: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen und Gestaltungsformen der Publikums-KG, einschließlich der Motive der Anleger und Initiatoren sowie verschiedener Alternativen.

3. Steuerliche Grundlagen und Begriffe im Rahmen der Publikums-KG: Hier werden die steuerlichen Basisbegriffe wie Liebhaberei, Betriebsvermögen und Veräußerungsgewinne erläutert, die für die Risikobewertung essenziell sind.

4. Steuerliche Behandlung der Publikums-KG: Dieses Kapitel untersucht die steuerliche Einordnung der Gesellschaft, insbesondere die Abgrenzung von Gewerbebetrieb zu Vermögensverwaltung und die Bedeutung der Gepräge-Theorie.

5. Steuerliche Behandlung des Anlegers und deren steuerlichen Unsicherheiten: Hier werden die Voraussetzungen für den Anleger (Mitunternehmerschaft) sowie spezifische Risiken wie Haftungsbeschränkungen (§ 15a EStG) und gewerblicher Grundstückshandel beim Anleger analysiert.

6. Änderungen durch das Steuerentlastungsgesetz 1999/2000/2002: Dieser Abschnitt behandelt die Auswirkungen neuer Gesetzesänderungen, insbesondere des § 2b EStG, auf die Verlustverrechnung und Besteuerung bei Publikums-KG-Beteiligungen.

7. Zusammenfassung der wesentlichen steuerlichen Unsicherheiten für den Anleger: Eine abschließende Synthese der identifizierten Risiken für den Anleger auf Ebene der Gesellschaft und der Gesellschafter.

8. Schlußbemerkung: Ein kurzes Fazit zur aktuellen Schwierigkeit der Branche, die komplexen steuerlichen Rahmenbedingungen zu bewerten.

Schlüsselwörter

Publikums-KG, Steuerliche Unsicherheiten, Verlustzuweisungsgesellschaft, Einkünfteerzielungsabsicht, Liebhaberei, Gewerbebetrieb, Vermögensverwaltung, Mitunternehmerschaft, § 15a EStG, § 2b EStG, Steuerentlastungsgesetz, Veräußerungsgewinn, Gesellschafterdarlehen, Immobilienfonds, Kommanditist

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die steuerlichen Risiken und Unsicherheiten, die für private Anleger entstehen, wenn sie sich an einer inländischen Publikums-Kommanditgesellschaft (Publikums-KG) beteiligen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Abgrenzung zwischen steuerlicher Liebhaberei und gewerblicher Tätigkeit, die Bedeutung der Einkünfteerzielungsabsicht sowie die steuerliche Qualifizierung von Gewinnen und Verlusten bei der Publikums-KG.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die steuerlichen Gefahrenquellen zu identifizieren, die dazu führen können, dass die vom Anleger erwarteten Steuervorteile ausbleiben oder durch steuerliche Nachzahlungen zunichte gemacht werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine steuerrechtliche Untersuchung, die auf der Analyse von Gesetzestexten, Rechtsprechung (insbesondere BFH-Urteilen) und Verwaltungsvorschriften (BMF-Schreiben) basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung auf Gesellschaftsebene (z.B. Gepräge-Theorie, Betriebsaufspaltung) und auf Anlegerebene (z.B. § 15a EStG, Verlustzuweisungen), ergänzt durch die Auswirkungen der Änderungen durch das Steuerentlastungsgesetz.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Publikums-KG, Verlustzuweisungsgesellschaft, steuerliche Liebhaberei, Einkünfteerzielungsabsicht und Mitunternehmerschaft.

Warum ist die Unterscheidung zwischen Vermögensverwaltung und Gewerbebetrieb so wichtig?

Die Einordnung entscheidet darüber, ob Veräußerungsgewinne steuerfrei bleiben oder der Besteuerung unterliegen und wie Verluste steuerlich berücksichtigt werden können.

Welchen Einfluss hat das Steuerentlastungsgesetz 1999/2000/2002?

Es erschwert die steuerliche Verrechnung von Verlusten aus solchen Beteiligungen erheblich, insbesondere durch die Einführung des § 2b EStG, was die Attraktivität von Steuersparmodellen massiv mindert.

Was bedeutet die "Drei-Objekt-Grenze" im Kontext dieser Arbeit?

Sie dient als Kriterium zur Abgrenzung einer privaten Vermögensverwaltung vom gewerblichen Grundstückshandel; deren Überschreitung kann dazu führen, dass die gesamte Tätigkeit als gewerblich eingestuft wird.

Warum reicht der Kapitalrückfluss allein nicht als Erfolgskriterium aus?

Der Erfolg hängt maßgeblich von der steuerlichen Anerkennung der Verluste ab; ohne diese kann die Rendite nach Steuern weit hinter den Erwartungen zurückbleiben oder sogar negativ sein.

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Details

Title
Die steuerlichen Unsicherheiten eines Anlegers an einer inländischen Publikums-KG
College
University of Applied Sciences Düsseldorf
Grade
2.3
Author
Lars Roßkothen (Author)
Publication Year
1999
Pages
100
Catalog Number
V185323
ISBN (eBook)
9783668333079
ISBN (Book)
9783867462532
Language
German
Tags
homo oeconomicus steuer steuerrechtliche Unsicherheiten Anleger
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lars Roßkothen (Author), 1999, Die steuerlichen Unsicherheiten eines Anlegers an einer inländischen Publikums-KG, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/185323
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