Eine Diplomarbeit ist eine Dokumentation des Aufeinandertreffens der studierten Theorie mit einem realen Gegenstand. Insofern ist sie Prüfung und Evaluierung für das zurück-gelegte Studium: Welchen Nutzen hat das Gelernte in der Anwendung auf (bis dato häufig nur abstrakt behandelte) konkrete Objekte? Und finden die Wirtschaftsakteure diese Reflexion hinreichend reell, sachgerecht und interessant, um daraufhin Berufsoptionen anzubieten? Denn dazu soll diese Diplomarbeit schließlich dienen: zu einem - seit Beginn des Studiums 1993 wesentlich schwieriger gewordenen - Einstieg ins Berufsleben zu verhelfen. Um sich diesem Ziel zu nähern, war es für mich nötig, zu warten, zu taktieren, sich in vielerlei Hinsicht sachte opportunistisch zu verhalten. Allen, die auf Seiten der Universität mit diesem Verhalten konfrontiert waren und es akzeptiert haben, ohne ihre Aufgeschlossenheit deshalb in Frage zu stellen, danke ich.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- 1. Branchenporträt deutsche Biotechnologie
- 1.1 Definitionen, Zielsetzungen, Fragen
- 1.2 Rahmenbedingungen
- 1.3 Marktstruktur
- 1.3.1 Zahl und Größe der Wettbewerber
- 1.3.2 Markteintrittsbarrieren
- 1.4 Marktverhalten
- 1.5 Marktergebnisse
- 2. Ökonomische Theorie und eigene Methodik
- 2.1 Abriß über die Entwicklung des Akteursbildes von der Neoklassik bis zum Netzwerkansatz
- 2.2 Elemente der Neuen Institutionenökonomik
- 2.2.1 Sachdienliche Aspekte von Property-Rights-, Transaktionskosten- und Principal-Agent-Theorie
- 2.2.2 Probleme in Kooperationsbeziehungen und Lösungen aus Sicht der Neuen Institutionenökonomik
- 2.2.3 Funktionen und Formen von Verträgen
- 2.2.4 Exkurs: Relevante Charakteristika von Netzwerken
- 2.3 Methodisches Vorgehen
- 3. Produktionsfaktoren und verbundene Vereinbarungen
- 3.1 Kapital
- 3.3.1 Klassisch: Kapitalmarkt und Kredit
- 3.3.2 Neoklassisch: Venture Capital
- 3.2 Technologisches Wissen
- 3.2.1 Kooperationsverträge
- 3.2.2 Lizenzverträge
- 3.2.3 Kaufverträge
- 3.2.4 Arbeitsverträge
- 3.1 Kapital
- 4. Schlußbetrachtung und Kritik
- 4.1 Schlußbetrachtung
- 4.2 Ergebnisse und Kritik der Vorgehensweise
- Anhang I
- Anhang II
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Diplomarbeit untersucht die Beschaffungsoptionen einer Biotech-Firma in Deutschland, insbesondere im Hinblick auf Kapital und Technologie. Die Arbeit stützt sich auf die Institutionenökonomik und die Netzwerktheorie, um die Herausforderungen der Existenzgründung in der deutschen Biotechnologie zu analysieren. Sie bietet ein zeitnahes Branchenporträt und beleuchtet die Rolle der Politik bei der Entstehung dieses Marktes.
- Analyse der Beschaffungsoptionen für Kapital und Technologie in der deutschen Biotechnologie
- Anwendung der Institutionenökonomik und Netzwerktheorie
- Branchenporträt der deutschen Biotechnologie
- Bewertung der Rolle der Politik bei der Entwicklung des Biotechnologie-Marktes
- Untersuchung der Koordinationsformen in der Biotechnologie
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt die Diplomarbeit vor und erläutert die Motivation des Autors. Sie beschreibt den Entstehungsprozess der Arbeit und die Herausforderungen, die sich im Laufe der Recherche stellten. Die Einleitung führt den Leser in die Thematik der Vertragsanalyse in der Biotechnologie ein und skizziert die theoretischen Grundlagen der Arbeit.
Kapitel 1 bietet ein umfassendes Branchenporträt der deutschen Biotechnologie. Es definiert die Branche, beschreibt ihre Zielsetzungen und stellt wichtige Fragen zur Entwicklung und Zukunft der Biotechnologie. Das Kapitel beleuchtet die Rahmenbedingungen, die Marktstruktur, das Marktverhalten und die Marktergebnisse der Branche. Es analysiert die Zahl und Größe der Wettbewerber, die Markteintrittsbarrieren und die Besonderheiten des Marktverhaltens in der Biotechnologie.
Kapitel 2 stellt die theoretischen Grundlagen der Arbeit vor. Es gibt einen Überblick über die Entwicklung des Akteursbildes in der Ökonomik, von der Neoklassik bis zum Netzwerkansatz. Das Kapitel erläutert die zentralen Elemente der Neuen Institutionenökonomik, insbesondere die Property-Rights-, Transaktionskosten- und Principal-Agent-Theorie. Es analysiert die Probleme in Kooperationsbeziehungen und die Lösungsansätze aus Sicht der Neuen Institutionenökonomik. Das Kapitel behandelt die Funktionen und Formen von Verträgen und beleuchtet die relevanten Charakteristika von Netzwerken.
Kapitel 3 analysiert die Produktionsfaktoren Kapital und technologisches Wissen und die damit verbundenen Vereinbarungen. Es untersucht die klassischen und neoklassischen Ansätze zur Kapitalbeschaffung, wie Kapitalmarkt und Kredit sowie Venture Capital. Das Kapitel beleuchtet die verschiedenen Formen von Verträgen, die im Zusammenhang mit dem technologischen Wissen relevant sind, wie Kooperations-, Lizenz-, Kauf- und Arbeitsverträge.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen die deutsche Biotechnologie, Existenzgründung, Beschaffungsoptionen, Kapital, Technologie, Institutionenökonomik, Netzwerktheorie, Vertragsanalyse, Kooperationsverträge, Finanzierungsverträge, Markteintrittsbarrieren, Marktstruktur, Marktverhalten, Marktergebnisse, Politik, Rahmenbedingungen.
Häufig gestellte Fragen
Was untersucht diese Diplomarbeit im Bereich der Biotechnologie?
Die Arbeit analysiert die Beschaffungsoptionen für Kapital und technologisches Wissen bei Existenzgründungen in der deutschen Biotechnologie-Branche auf Basis der Institutionenökonomik.
Welche Rolle spielen Verträge für Biotech-Startups?
Verträge sind zentral, um Kooperationen, Lizenzen und Finanzierungen (wie Venture Capital) rechtlich abzusichern und die Interessen der verschiedenen Akteure im Netzwerk zu koordinieren.
Was sind die Markteintrittsbarrieren in der Biotechnologie?
Zu den Barrieren gehören hohe Forschungs- und Entwicklungskosten, komplexe regulatorische Rahmenbedingungen sowie die Notwendigkeit eines schnellen Zugangs zu spezialisiertem technologischem Wissen.
Wie wird Venture Capital in diesem Kontext eingeordnet?
Venture Capital wird als neoklassischer Ansatz zur Kapitalbeschaffung betrachtet, der besonders für risikoreiche, forschungsintensive Branchen wie die Biotechnologie geeignet ist.
Was ist der "Netzwerkansatz" in dieser Arbeit?
Der Netzwerkansatz betrachtet Unternehmen nicht als isolierte Einheiten, sondern als Teil eines Geflechts aus Verträgen und Beziehungen zu Partnern, Investoren und Forschungseinrichtungen.
- Quote paper
- Michael Steinmetzer (Author), 1998, Die Unternehmung im Netzwerk von Verträgen - Institutionentheoretisch basierte Analyse einer Existenzgründung in der deutschen Biotechnologie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/185206