Ein Ziel bei der Führung von Unternehmen ist die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit. Mit dieser Diplomarbeit wird den Unternehmen eine Möglichkeit gezeigt, wie man diesem Ziel näher kommen kann. Ein möglicher Ansatzpunkt hierfür ist die Erhöhung der Produktivität. Im Produktionsbereich von Unternehmen wird schon seit vielen Jahren die Produktivität erfolgreich gesteigert. Dies wird erreicht, durch umfangreiche Reorganisationsmaßnahmen, z. B. durch die Automation, die auf Taylor zurückzuführen ist. Durch die Automation, verbunden mit der Reorganisation der Abläufe, ist es gelungen, in der Produktion die Qualität zu verbessern und gleichzeitig die Durchlaufzeiten zu verringern. Diese Art der Produktivitätssteigerung zielte aber hauptsächlich auf den produktiven Bereich ab, während der administrative Bereich außer acht gelassen wurde.
Im administrativen Bereich (Verwaltung) wurde durch den Einsatz von EDV-Anlagen automatisiert, was aber oft nur zu einer geringen Produktivitätssteigerung führte. Es wird zum Teil sogar die Auffassung vertreten, daß durch die Einführung von EDV-Anlagen eine Verschlechterung der Produktivität in den Verwaltungsbereichen eingetreten ist. Dies ist zum Teil darauf zurückzuführen, daß die Automation in der Verwaltung ohne eine entsprechende Reorganisation durchgeführt wurde. Ferner werden die umfangreichen Möglichkeiten einer EDV-Anlage nur gering genutzt. Eine Besserung kann z. B. durch den Einsatz von Workflow-Systemen erzielt werden. So wird das Vorhandensein von benötigten Informationen immer wichtiger. Damit Unternehmen wettbewerbsfähig werden bzw. bleiben, müssen sie in der Lage sein, die benötigten Informationen schnell und in einer hohen Qualität zur Verfügung zu stellen. Dies wird zum Teil durch den Einsatz von EDV-Anlagen erreicht. Der Einsatz bisheriger EDV-Anlagen ist aber nicht mehr ausreichend.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Workflow - Technologie der Rechnerunterstützung von Geschäftsprozessen
- Grundlagen des Workflow
- Darstellung eines Unternehmens in Verbindung mit Workflow
- Datensicht
- Funktionssicht
- Organisationssicht
- Interaktionssicht
- Prozeßsicht
- Anforderungen an Unternehmen
- Anforderungen an Projektmitarbeiter
- Workflow-Muster
- Workflow - Methode der Rechnerunterstützung von Geschäftsprozessen
- Workflowstrategie
- Geschäftsprozeß und Workflow
- Hauptkonzept
- Analyse
- Business Prozeß Reengineering
- Methodischer Aufbau eines Workflow-Systems
- Workflow-Modellierung
- Workflow-Steuerung
- Workflow-Abwicklung
- Workflow-Analyse
- Voraussetzungen und Konzepte zur Anwendung von Workflow
- Voraussetzung zur Anwendung von Workflow
- Konzept zur Erstellung eines Workflow
- Einsatz von Workflow
- Schlußfolgerung
- Workflow-Systeme in der Wirtschaft
- Marktbetrachtung
- SAP R/3-Workflow
- Workflowstrategie von SAP R/3
- Komponenten des SAP Business Workflow
- Definitionswerkzeuge
- Laufzeitsystem
- Informationssystem
- Einsatz von Workflow in der wirtschaftlichen Praxis
- Vorteile und Risiken durch den Einsatz von Workflow
- Schlußfolgerung
- Ist-Analyse des Unternehmens
- Ziel der Ist-Analyse
- Vorgehensweise
- Analyse des Geschäftsprozesses „Bestellauslösung“
- Gegenwärtige Schwachstellen
- Schlußfolgerung
- Sollkonzept
- Ziele
- Vorgehensweise
- Überarbeitung der Schwachstellen
- Neugestaltung des Geschäftsprozesses
- Schlußfolgerung
- Realisierungskonzept
- Ziel
- Vorgehensweise
- Schritte einer Workflowerstellung
- Erkenntnisse
- Literaturverzeichnis
- Anhang
Häufig gestellte Fragen
Welche Vorteile bietet Workflow-Management im Rechnungswesen?
Workflow-Systeme erhöhen die Produktivität in administrativen Bereichen, verkürzen Durchlaufzeiten und verbessern die Informationsqualität durch automatisierte Prozesse.
Warum ist SAP R/3 für Workflow-Prozesse relevant?
SAP R/3 bietet integrierte Workflow-Komponenten und Definitionswerkzeuge, die Geschäftsprozesse direkt im ERP-System steuern und überwachen können.
Was ist der Unterschied zwischen Daten- und Prozesssicht im Workflow?
Die Datensicht konzentriert sich auf die benötigten Informationen, während die Prozesssicht den zeitlichen und logischen Ablauf der einzelnen Arbeitsschritte beschreibt.
Was versteht man unter Business Process Reengineering?
Es handelt sich um die grundlegende Neugestaltung von Geschäftsprozessen, um signifikante Verbesserungen bei Kosten, Qualität und Service zu erzielen, oft als Voraussetzung für Workflow-Einführungen.
Welche Risiken gibt es beim Einsatz von Workflow-Systemen?
Ohne eine vorherige Reorganisation der Abläufe kann die Einführung von EDV-Systemen die Produktivität sogar verschlechtern oder bestehende Ineffizienzen automatisieren.
- Quote paper
- Walter Germscheid (Author), 1997, Einsatzmöglichkeiten von Workflow im Rechnungswesen in Verbindung mit der Software SAP R/3, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/185138