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Aspekte der Theorie moralischer Entwicklung nach Lawrence Kohlberg

Titre: Aspekte der Theorie moralischer Entwicklung nach Lawrence Kohlberg

Mémoire pour le Diplôme Intermédiaire , 2003 , 38 Pages , Note: 1.0

Autor:in: Dipl.-Päd. Sandra Brämik (Auteur)

Pédagogie - Général
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Résumé Extrait Résumé des informations

Lawrence Kohlbergs Interesse für moralische Fragen wurde schon in seiner Kindheit geweckt. Um Antworten auf seine Fragen zu diesem Thema zu finden studierte er zunächst Psychologie, dann Philosophie. Den großen Teil seines Lebens verbrachte er mit der Suche nach einer universellen Moral. In seiner über 30 Jahre andauerden Arbeit, die von verschiedenen Psychologen und Philosophen beeinflusst wurde, entstand eine Theorie der Entwicklung des moralischen Urteils, in deren Mittelpunkt sechs universelle Stufen des moralischen Denkens stehen.

Der Text geht auf einige Aspekte des Kohlbergschen Ansatzes ein, die einen guten Einblick in sein Denken und seine Arbeit ermöglichen. Begonnen wird mit einem kurzen Umriss der Theorie und einigen theoretischen Überlegungen, die ihr zugrunde liegen. Anschließend soll das Stufenmodell der moralischen Entwicklung dargestellt werden. Es folgt eine Skizzierung seiner Methode zur Ermittlung moralischer Urteile. Das Hauptaugenmerk dieser Arbeit gilt der Frage, wie Kohlberg mit seinem Ansatz die Problematik bzw. das Verhältnis von moralischem Urteilen und Handeln analysiert und interpretiert hat und auf dieser Grundlage auch Voraussagen über das Handeln eines Individuums machen kann. Abschließend wird das zuvor Gesagte zusammengefasst und kurz auf die Kritik eingegangen, die an Kohlbergs Ansatz geübt wurde und wird.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Theorie der moralischen Entwicklung nach Lawrence Kohlberg

2.1 Grundlagen der Theorie

2.1.1 Philosophische und psychologische Vorannahmen

2.1.2 Anknüpfung an Jean Piaget

2.2 Kohlbergs Definition von Moral

2.3 Die Stufen der moralischen Entwicklung

2.3.1 Definitorische Merkmale von Stufen

2.3.2 Die Unterstufen A und B

2.3.3 Die Stufen der sozialen Perspektivenübernahme

2.4 Kohlbergs Methode zur Ermittlung moralischer Urteile

2.5 Die Problematik von moralischem Urteilen und Handeln

2.5.1 Definitionsmöglichkeiten moralischen Handelns

2.5.2 Das Modell der Beziehung von moralischem Urteilen und Handeln

2.5.3 Weitere Untersuchungen zur Untermauerung der Thesen

2.5.4 Untersuchungen zur Rolle der Ich-Kontrollen

2.5.5 Überblick über Kohlbergs theoretische Position

3. Zusammenfassung

4. Anhang

5. Literaturverzeichnis

Zielsetzung und Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist die fundierte Analyse und Darstellung der Theorie der moralischen Entwicklung nach Lawrence Kohlberg, mit einem besonderen Fokus auf dem Zusammenhang zwischen moralischem Urteilen und tatsächlichem Handeln. Die Forschungsfrage untersucht dabei, inwieweit Kohlbergs Ansatz geeignet ist, das Verhältnis von moralischen Urteilsstrukturen und individuellem Verhalten zu interpretieren und Vorhersagen über dieses Handeln zu treffen.

  • Grundlagen und philosophische Vorannahmen der moralischen Entwicklungstheorie
  • Darstellung des Stufenmodells der moralischen Entwicklung
  • Methodische Vorgehensweise zur Ermittlung individueller moralischer Urteilsstufen
  • Analyse des Zusammenhangs zwischen deontischen Urteilen und moralischem Handeln
  • Einordnung des Modells der moralischen Entwicklung in den Kontext der Entwicklungspsychologie

Auszug aus dem Buch

Die Problematik von moralischem Urteilen und Handeln

Nach diesen Darstellungen der theoretischen Grundlagen, des Stufenmodells und der Erhebungs- und Auswertungsmethode möchte ich nun auf eines der Ziele von Kohlbergs Forschung genauer eingehen: Die Untersuchung des Verhältnisses von moralischem Urteilen und Handeln.

Aus dem Lebensalltag weiß man, dass man sich oft darüber bewusst ist, welches Verhalten in einer konkreten Situation richtig wäre. Dieses kann man auch moralisch begründen; ob man nun wirklich danach handelt, ist jedoch eine ganz andere Frage. Sieht man z.B. jemanden auf der Straße, der ganz offensichtlich in Not ist, so weiß man, dass es moralisch richtig wäre, dieser Person zu helfen. Viele Menschen, die diese Person sehen, werden wohl zunächst überlegen, ob sie helfen sollen oder doch lieber so tun, als hätten sie nichts gesehen. Das heißt also, unser moralisches Urteil muss nicht unbedingt mit unserem Handeln übereinstimmen. Kohlberg macht es sich zur Aufgabe solche Sachverhalte zu analysieren und stellt sich dabei die Frage, wie die Beziehung zwischen dem moralischen Urteil und dem tatsächlichen Handeln aussieht.

Auf der Grundlage einiger empirischer Untersuchungen will er eine Theorie des moralischen Handelns formulieren, die sowohl psychologischer als auch philosophischer Natur sein muss. Auch hier greift also seine ‚bootstrapping’ – Methode.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung skizziert die biographische Motivation von Lawrence Kohlberg, sich mit Fragen einer universellen Moral auseinanderzusetzen, und gibt einen Überblick über den strukturellen Aufbau der Arbeit.

2. Die Theorie der moralischen Entwicklung nach Lawrence Kohlberg: Dieses Kapitel erläutert die kognitive Entwicklungstheorie, die Stufen des moralischen Denkens und das methodische Vorgehen, um die moralische Denkstruktur eines Individuums zu erschließen.

2.1 Grundlagen der Theorie: Hier werden die philosophischen Wurzeln sowie der interdisziplinäre Ansatz und das Konzept des ‚bootstrapping’ zur Verknüpfung von Theorie und Empirie dargestellt.

2.1.1 Philosophische und psychologische Vorannahmen: Der Abschnitt verdeutlicht Kohlbergs Verbindung von Philosophie, Psychologie und empirischer Forschung zur Fundierung seines theoretischen Ansatzes.

2.1.2 Anknüpfung an Jean Piaget: Es wird der Einfluss Piagets auf Kohlbergs frühe Studien zur moralischen Entwicklung von Kindern sowie der Übergang zur Untersuchung des moralischen Urteilens im Jugendalter beschrieben.

2.2 Kohlbergs Definition von Moral: Dieser Teil definiert den moralischen Begriff bei Kohlberg, wobei das moralische Urteil als zentrales Element zur Einordnung von Handlungen und Gerechtigkeitsfragen hervorgehoben wird.

2.3 Die Stufen der moralischen Entwicklung: Das Kernstück der Theorie, bestehend aus sechs Stufen, die in drei Hauptebenen gegliedert sind, wird hier detailliert erläutert.

2.3.1 Definitorische Merkmale von Stufen: Hier werden die Kriterien nach Piaget (u.a. Hierarchie, Irreversibilität) dargelegt, die erfüllt sein müssen, damit man von Kohlbergs ‚hard stages’ sprechen kann.

2.3.2 Die Unterstufen A und B: Der Abschnitt erläutert die Typologie der moralischen Heteronomie (A) und Autonomie (B) und deren Rolle im moralischen Entscheidungsprozess.

2.3.3 Die Stufen der sozialen Perspektivenübernahme: Hier wird das Modell von Robert L. Selman als notwendige kognitive Voraussetzung für die moralischen Stufen eingeführt.

2.4 Kohlbergs Methode zur Ermittlung moralischer Urteile: Es wird die Verwendung von moralischen Dilemmata im strukturalen Interview zur Erhebung der moralischen Kompetenz beschrieben.

2.5 Die Problematik von moralischem Urteilen und Handeln: Dieser Teil analysiert die Diskrepanz zwischen moralischem Denken und dem tatsächlichen Handeln im Alltag.

2.5.1 Definitionsmöglichkeiten moralischen Handelns: Es werden Ansätze zur Definition moralischen Handelns durch persönliche Konsistenz und universelle moralische Konzepte diskutiert.

2.5.2 Das Modell der Beziehung von moralischem Urteilen und Handeln: Kohlbergs Modell wird vorgestellt, welches vier psychologische Funktionen (Interpretation, Entscheidung, Umsetzung, Fähigkeiten) miteinander in Beziehung setzt.

2.5.3 Weitere Untersuchungen zur Untermauerung der Thesen: Dieses Kapitel präsentiert empirische Studien, wie das ‚Free Speech Movement’ und das Milgram-Experiment, um die Zusammenhänge von Moralstufe und Handeln zu belegen.

2.5.4 Untersuchungen zur Rolle der Ich-Kontrollen: Die Rolle von Intelligenz und Aufmerksamkeit als Faktoren, die die Umsetzung moralischer Entscheidungen in Handlungen beeinflussen, wird hier untersucht.

2.5.5 Überblick über Kohlbergs theoretische Position: Eine abschließende Synthese der Ergebnisse zeigt auf, unter welchen Bedingungen Kohlberg eine Verbindung zwischen moralischem Urteilen und Handeln feststellen konnte.

3. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert den Einfluss von Kohlbergs Arbeit, seine methodischen Entwicklungen und die Bedeutung seines Stufenmodells für die Psychologie.

4. Anhang: Der Anhang enthält die Dilemmata des Moral Judgment Interview sowie statistische Tabellen zur Untermauerung der empirischen Thesen.

5. Literaturverzeichnis: Ein Verzeichnis der verwendeten fachwissenschaftlichen Primär- und Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Moralische Entwicklung, Lawrence Kohlberg, Gerechtigkeitsmoral, Stufenmodell, Moralische Urteile, Deontisches Urteil, Verantwortlichkeitsurteil, Soziale Perspektivenübernahme, Moralische Autonomie, Empirische Forschung, Moralische Handlung, Kognitive Entwicklung, Ich-Kontrollen, Gerechtigkeitsdenken, Dilemma-Methode

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit Lawrence Kohlbergs Theorie der moralischen Entwicklung, wobei insbesondere die Struktur des moralischen Urteilens und der Zusammenhang zu tatsächlichem moralischem Verhalten im Vordergrund stehen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Entwicklung des Gerechtigkeitsdenkens, die Stufen moralischer Urteilsfähigkeit, die methodische Erfassung dieser Stufen durch Dilemmata und die empirische Überprüfung der Konsistenz zwischen moralischem Urteil und Handeln.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die fundierte Analyse der Kohlbergschen Theorie, um zu klären, wie moralische Urteile zustande kommen und warum Individuen trotz vorhandener moralischer Erkenntnis nicht immer entsprechend handeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Theorienanalyse der psychologischen Entwicklungstheorie Kohlbergs, ergänzt durch die Auswertung empirischer Studien und Experimente (z.B. Milgram-Experiment, ‚Free Speech Movement’ Studie).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der theoretischen Grundlagen und des Stufenmodells, die Erläuterung der Erhebungsmethode und eine tiefgehende Analyse der Problematik der Umsetzung von moralischen Urteilen in konkretes soziales Handeln.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie moralische Entwicklung, Gerechtigkeitsmoral, Stufenmodell, moralisches Urteilen, Autonomie, kognitive Entwicklung und moralische Handlung charakterisiert.

Was besagt die Unterscheidung in Unterstufe A und B?

Sie beschreibt den Unterschied zwischen heteronomen (A) und autonomen (B) Entscheidungsprozessen. Während Unterstufe A stark von Autoritäten und Gesetzen geprägt ist, basiert Unterstufe B auf einer intrinsischen Achtung vor universellen moralischen Prinzipien.

Wie definiert Kohlberg die Beziehung zwischen Urteil und Handeln?

Kohlberg sieht die Umsetzung von Urteilen in Handlungen als Modell, das neben der moralischen Stufe auch Verantwortlichkeitsurteile sowie außermoralische Fähigkeiten (Ich-Kontrollen wie Intelligenz und Aufmerksamkeit) erfordert, um das Handeln im Einklang mit dem Urteil zu ermöglichen.

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Résumé des informations

Titre
Aspekte der Theorie moralischer Entwicklung nach Lawrence Kohlberg
Université
University of Duisburg-Essen  (Diplom Erziehungswissenschaften)
Note
1.0
Auteur
Dipl.-Päd. Sandra Brämik (Auteur)
Année de publication
2003
Pages
38
N° de catalogue
V18493
ISBN (ebook)
9783638228282
ISBN (Livre)
9783638645638
Langue
allemand
mots-clé
Aspekte Theorie Entwicklung Lawrence Kohlberg
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Dipl.-Päd. Sandra Brämik (Auteur), 2003, Aspekte der Theorie moralischer Entwicklung nach Lawrence Kohlberg, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/18493
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Extrait de  38  pages
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