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Papst Pius IX

Title: Papst Pius IX

Seminar Paper , 1997 , 14 Pages , Grade: 2

Autor:in: Martin Boras (Author)

History of Europe - Modern Times, Absolutism, Industrialization
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Summary Excerpt Details

In meiner Hausarbeit werde ich mich hauptsächlich mit Papst Pius IX. befassen. Er spielt im Kulturkampf eine nicht unerhebliche Rolle. Durch seine gewichtigste theologische Leistung, der Definition der päpstlichen Unfehlbarkeit, wurde der Kulturkampf eingeleitet. Um die treibende Kraft, die den Papst zur dieser umstrittenen Definition veranlaßte, zu verstehen, bedarf es einer genaueren Beschreibung der Person, sowie der Visionen, die den Papst beeinflußten. Danach beschreibe ich den Syllabus errorum, da nach Prof. Hauck dieses „Verzeichnis“ mit dem modernen Staatswesen nicht zu vereinbaren war. Insbesondere werde ich mich mit dem Vatikanischen Konzil beschäftigen und versuchen zu klären, ob das Konzil in seiner Entscheidung frei war. Da im Unfehlbarkeitsdogma die Ursache für die Abspaltung der Altkatholiken zu sehen ist, werde ich mich auch damit beschäftigen. Ich stütze mich in der Biographie und in der Beschreibung des 1.Vatikanischen Konzils hauptsächlich auf das Werk „Wie der Papst unfehlbar wurde“ von August Bernhard Hasler. Damit jedoch nicht der Eindruck der Einseitigkeit entsteht, da Hasler sehr hart mit Papst Pius IX. ins Gericht geht, habe ich versucht, die Aussagen Hasler´s durch andere Stimmen zu unterstützen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung:

Biographie Papst Pius IX.:

Die Visionen des Papstes:

Der Syllabus Errorum

Das vatikanische Konzil

Altkatholiken und Zentrum

Schlußbetrachtung:

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle von Papst Pius IX. im Kulturkampf, wobei der Fokus insbesondere auf der Durchsetzung der päpstlichen Unfehlbarkeit als Dogma sowie deren weitreichenden politischen und kirchlichen Konsequenzen liegt. Dabei wird analysiert, inwieweit persönliche Faktoren des Papstes sowie der ausgeübte Druck auf dem Ersten Vatikanischen Konzil die Entscheidungsprozesse beeinflussten.

  • Analyse der Biographie und psychologischen Verfassung von Papst Pius IX.
  • Untersuchung des "Syllabus Errorum" und dessen Konfliktpotenzial mit dem modernen Staat.
  • Kritische Aufarbeitung der Abläufe und der mangelnden Freiheit während des Ersten Vatikanischen Konzils.
  • Erörterung der Folgen des Unfehlbarkeitsdogmas, insbesondere die Entstehung der Altkatholiken.
  • Zusammenhang zwischen der Konzilsentscheidung und der Entwicklung des politischen Katholizismus.

Auszug aus dem Buch

Die Visionen des Papstes:

Um die Dogmatisierung der päpstlichen Unfehlbarkeit vollständig verstehen zu können, dürfen die Visionen, die der Papst hatte, oder an die er glaubte nicht unerwähnt bleiben. Diese Visionen veranlaßten ihn die Definition auch gegen großen Widerstand durchzusetzen. Zweifellos war der Papst ein religiöser Mensch, aber teilweise nahm sein Glaube krankhafte Züge an. Er war sehr leicht, von den Visionen und Prophezeiungen seiner Hofprälaten zu überzeugen. Es wird behauptet, daß an die Stelle eines gesunden Realismus immer mehr ein gefährlicher ungesunder Mystizismus trat. Im Jahr 1848 z. B. wurde ihm von der Erleuchtung einer neopolitanischen Klosterfrau berichtet, die einen sehr großen Eindruck bei ihn hinterließ. Er fühlte sich von Gott dazu berufen, die päpstliche Unfehlbarkeit zum Dogma zu erklären. Es gibt Hinweise, daß Pius IX. eine Vision der Jungfrau Maria hatte, die ihn dazu aufforderte. Als er von einigen Kardinälen darauf aufmerksam gemacht wurde, daß die Unfehlbarkeit bei verschiedenen Staaten Schwierigkeiten aufwerfen würde, antwortete er: „Ich habe die Mutter Gottes auf meiner Seite, ich werde vorangehen.“ Auch Weber spricht davon, daß es nicht bestritten werden kann, daß der Papst an „höhere Eingebungen, die ihm zuteil würden“ glaubt.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Arbeit führt in die Person Pius IX. ein und benennt die päpstliche Unfehlbarkeit als zentralen Auslöser für den Kulturkampf.

Biographie Papst Pius IX.: Dieses Kapitel beleuchtet den Lebensweg, die gesundheitlichen Probleme und die zunehmend reaktionäre politische Haltung des Papstes.

Die Visionen des Papstes: Hier wird der Einfluss von mystischen Erlebnissen und religiöser Überzeugung auf die Entscheidung zur Dogmatisierung untersucht.

Der Syllabus Errorum: Das Kapitel analysiert das Verzeichnis von Irrtümern und dessen Unvereinbarkeit mit den Prinzipien eines modernen Staates.

Das vatikanische Konzil: Die Untersuchung der Abläufe zeigt den starken Druck auf die Konzilsväter und die fragwürdige Freiheit der Entscheidungsfindung auf.

Altkatholiken und Zentrum: Es wird die durch das Dogma ausgelöste Abspaltung der Altkatholiken sowie die Entwicklung der politischen Organisationen im deutschen Katholizismus beschrieben.

Schlußbetrachtung: Das Fazit stellt fest, dass das Dogma der Unfehlbarkeit ohne ausreichende kirchengeschichtliche Grundlage und unter massivem Druck durchgesetzt wurde.

Schlüsselwörter

Papst Pius IX., Unfehlbarkeitsdogma, Erstes Vatikanisches Konzil, Syllabus Errorum, Kulturkampf, Altkatholiken, Zentrum, Politik, Kirche, Dogmatisierung, Katholizismus, Geschichte, Religion, Mystizismus, Kirchenstaat.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit im Kern?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Rolle von Papst Pius IX. und der Definition des Unfehlbarkeitsdogmas, welches den Kulturkampf maßgeblich prägte.

Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt der Untersuchung?

Zentral sind die Biografie des Papstes, seine religiösen Visionen, der "Syllabus Errorum" sowie die politisch kontroversen Abläufe des Ersten Vatikanischen Konzils.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es zu klären, welche Motive Pius IX. zu der Definition der Unfehlbarkeit bewegten und ob die Entscheidungsfindung auf dem Vatikanischen Konzil tatsächlich frei erfolgte.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewandt?

Der Autor stützt sich primär auf eine literarische Analyse, insbesondere auf das Werk von August Bernhard Hasler, ergänzt durch zeitgenössische Quellen und Korrespondenzen.

Was sind die wesentlichen Inhalte des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in eine psychologische und biografische Betrachtung des Papstes, eine rechtliche Analyse des Syllabus Errorum und eine kritische Aufarbeitung der Konzilsdokumente und Abstimmungen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind Unfehlbarkeitsdogma, Kulturkampf, kirchliche Machtansprüche, politischer Katholizismus und die interne Opposition innerhalb der Kirche.

Welche Rolle spielten die Visionen von Pius IX. für seine politische Entscheidung?

Der Autor führt aus, dass Pius IX. fest an göttliche Eingebungen glaubte, was ihn darin bestärkte, das Dogma der Unfehlbarkeit auch gegen massiven internen Widerstand durchzusetzen.

Warum wird das Erste Vatikanische Konzil als unfrei bezeichnet?

Aufgrund von restriktiven Geschäftsordnungen, fehlender geheimer Abstimmungen und finanziellem Druck auf den Episkopat zweifelt der Autor die Legitimität und Freiheit der Konzilsentscheidungen stark an.

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Details

Title
Papst Pius IX
College
University of Hamburg  (Geschichtswissenschaften)
Course
Proseminar Neuzeit II WS 96/97
Grade
2
Author
Martin Boras (Author)
Publication Year
1997
Pages
14
Catalog Number
V18366
ISBN (eBook)
9783638227315
Language
German
Tags
Papst Pius Proseminar Neuzeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Martin Boras (Author), 1997, Papst Pius IX, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/18366
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