Um die Auswirkungen der Agrarkrise beschreiben zu können, bedarf es einer Beschreibung der vorherrschenden Verhältnisse, in denen die mittelalterliche Bevölkerung lebte. Die Bevölkerung ließ sich z. T. schon damals in die Gruppen einteilen, die ich in meiner Betrachtung getrennt behandeln möchte. Eine genaue, territoriale Trennung und zeitliche genaue Bestimmungen sind oft nicht möglich. Da die Erklärungsversuche der Agrarkrise und deren Ursachen für Europa generell eine Allgemeingültigkeit haben, werde ich zunächst die allgemeinen Gründe darstellen und später speziell auf Schleswig-Holstein eingehen. Diese Vorgehensweise entspricht dem Angebot, das viele Darstellungen präsentieren. Aufgrund fehlender Überlieferungen aus dem Gebiet ist eine spezielle geographische Reduzierung auf Schleswig-Holstein nicht möglich.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Der Bauer vor der Agrarkrise
- Der Adel vor der Krise
- Gründe, die zur Agrarkrise führten
- Die Auswirkungen der Agrarkrise
- Schleswig-Holstein
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die Agrarkrise im Mittelalter und ihre Auswirkungen auf Schleswig-Holstein. Die Arbeit analysiert die wirtschaftlichen und sozialen Bedingungen der bäuerlichen Bevölkerung, des Adels und der Kirche vor der Krise und beleuchtet die Ursachen und Folgen der Agrarkrise.
- Die Lebensbedingungen der bäuerlichen Bevölkerung im Mittelalter
- Die Rolle des Adels und der Kirche in der mittelalterlichen Gesellschaft
- Die Ursachen der Agrarkrise
- Die Auswirkungen der Agrarkrise auf die Gesellschaft und die Wirtschaft
- Die besondere Situation in Schleswig-Holstein
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung
Die Einleitung bietet einen Überblick über das Thema und erläutert die Methodik der Untersuchung. Die Arbeit konzentriert sich auf die Agrarkrise im Mittelalter und ihre Auswirkungen auf Schleswig-Holstein.
Der Bauer vor der Agrarkrise
Dieses Kapitel beschreibt die Lebensbedingungen der bäuerlichen Bevölkerung im Mittelalter. Der Schwerpunkt liegt auf der landwirtschaftlichen Produktion, den Ernteerträgen und der Ernährungssituation.
Der Adel vor der Krise
Dieses Kapitel beleuchtet die Rolle des Adels in der mittelalterlichen Gesellschaft und seine Beziehung zur bäuerlichen Bevölkerung.
Gründe, die zur Agrarkrise führten
Dieses Kapitel analysiert die Ursachen der Agrarkrise. Es werden sowohl allgemeine als auch spezifische Faktoren für Schleswig-Holstein betrachtet.
Schlüsselwörter
Agrarkrise, Mittelalter, Schleswig-Holstein, Bauer, Adel, Kirche, Wirtschaft, Gesellschaft, Landwirtschaft, Produktivität, Ernteerträge, Hungersnot, Bevölkerungswachstum, Brandrodung, Dreifelderwirtschaft, Rechtsstatus, Grundherrschaft.
Häufig gestellte Fragen
Was waren die Ursachen der mittelalterlichen Agrarkrise?
Ursachen waren unter anderem Klimaveränderungen ("Kleine Eiszeit"), Erschöpfung der Böden durch Übernutzung, Missernten und der massive Bevölkerungsrückgang durch die Pest.
Wie wirkte sich die Krise auf den Adel aus?
Der Adel litt unter sinkenden Getreidepreisen und Arbeitskräftemangel, was viele Adlige zwang, ihre Lebensweise anzupassen oder ihre Grundherrschaft umzustrukturieren.
Was änderte sich für die Bauern während der Agrarkrise?
Trotz der Not profitierten überlebende Bauern oft von niedrigeren Pachten und einer besseren Verhandlungsposition gegenüber den Grundherren aufgrund des Arbeitskräftemangels.
Welche Besonderheiten gab es in Schleswig-Holstein?
In Schleswig-Holstein führte die Krise zu Wüstungen (aufgegebenen Siedlungen), aber auch zu einer Spezialisierung in der Viehwirtschaft, die für den Export in Städte wie Hamburg wichtig wurde.
Was bedeutete die Krise für die Ernährung der Bevölkerung?
Hungersnöte wurden häufiger, was die Anfälligkeit für Krankheiten erhöhte und zu einer sozialen Destabilisierung der mittelalterlichen Gesellschaft führte.
- Quote paper
- Martin Boras (Author), 1996, Die Agrarkrise in Schleswig-Holstein, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/18353