Einleitung
Der mittelhochdeutsche Versroman „Herzog Ernst“ befasst sich mit der Reise eines kühnen Ritters in den Osten zur Zeit der Kreuzzüge. Hierbei erfährt er wunderliche Dinge und lernt verschiedene Wundervölker kennen. In dieser Hausarbeit soll nun diese Reise, die der Herzog Ernst nach seinem Streit mit dem Kaiser Otto hatte, genauer betrachtet werden. Denn Ernst hat versucht seine Ehre und seinen Ruf durch Mord am Pfalzgrafen und durch einen gescheiterten Mordversuch am Kaiser wiederherzustellen. Durch diese abenteuerliche Reise muss der Herzog seine Ehre nun wieder herstellen um die Möglichkeit zu bekommen in sein Reich zurückzukehren. Der Glaube an Gott, der zu jener Zeit eine wichtige Rolle gespielt hat, spielt auch in dieser Geschichte eine bedeutende Rolle für den Herzog und seine Ritter. Die Reise führt die Ritter vorbei an vielen Ländern bis in den fernen unbekannten Osten in dem sie viel Fremdes und Geheimnisvolles erwartet.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Glauben im Mittelalter - Wundervölker ein Werk Gottes?!
- Wissen im Mittelalter - Wundervölker ein Werk von Reisenden und Gelehrten?!
- Reise des Herzog Ernst - Abenteuerreise Richtung Osten
- Monstra des Osten - Die Fremden Völker des Ostens
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit analysiert die Reise des Herzogs Ernst im mittelhochdeutschen Versroman "Herzog Ernst" vor dem Hintergrund des mittelalterlichen Weltbildes. Der Fokus liegt auf der Auseinandersetzung mit der Begegnung des Herzogs mit "Wundervölkern" im Osten und deren Deutung im Kontext von Glaube und Wissen des Mittelalters.
- Das mittelalterliche Weltbild und seine christliche Prägung
- Die Rolle des Glaubens in der Interpretation fremder Kulturen
- Die Bedeutung von Reiseberichten und Gelehrtenwissen für das Verständnis des "Fremden"
- Die Darstellung von "Wundervölkern" und "Monstra" im "Herzog Ernst"
- Die Ambivalenz von Faszination und Abwehr gegenüber dem Unbekannten
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt den Kontext des "Herzog Ernst" und die Forschungsfrage dar. Kapitel 2, "Glauben im Mittelalter - Wundervölker ein Werk Gottes?!", untersucht das christlich geprägte Weltbild des Mittelalters und die damit verbundene Interpretation fremder Kulturen. Kapitel 3, "Wissen im Mittelalter - Wundervölker ein Werk von Reisenden und Gelehrten?!", beleuchtet die Rolle von Reiseberichten und wissenschaftlichem Wissen in der Konstruktion des Bildes vom "Fremden".
Schlüsselwörter
Mittelalter, Herzog Ernst, Wundervölker, Monstra, christliches Weltbild, Reiseberichte, Wissen, Glaube, Fremdheit, mittelhochdeutscher Versroman.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es im mittelhochdeutschen Roman "Herzog Ernst"?
Der Roman beschreibt die Abenteuerreise eines Ritters in den fernen Osten, nachdem er aufgrund eines Konflikts mit dem Kaiser seine Heimat verlassen musste.
Was sind die sogenannten "Wundervölker"?
Wundervölker sind im mittelalterlichen Weltbild existierende, phantastische Wesen mit körperlichen Anomalien, die Herzog Ernst auf seiner Reise im Osten trifft.
Wie deutete man im Mittelalter das Unbekannte?
Fremde Völker und Phänomene wurden oft religiös als Teil der göttlichen Schöpfung oder durch die Berichte antiker Gelehrter und Reisender erklärt.
Warum muss Herzog Ernst in den Osten reisen?
Die Reise dient der moralischen Bewährung und Wiederherstellung seiner Ehre, um schließlich die Versöhnung mit dem Kaiser zu ermöglichen.
Welche Rolle spielt die christliche Religion in der Erzählung?
Der Glaube an Gott ist der zentrale moralische Kompass für Ernst und seine Ritter und dient als Rechtfertigung für die Begegnung mit dem Fremden.
- Quote paper
- Can Söm (Author), 2011, Die Reise in den fremden fabelhaften Osten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/183450