Das Betriebsverfassungsgesetz stellt die wichtigste gesetzliche Grundlage zur betrieblichen Mitbestimmung von Angestellten am Arbeitsplatz dar. Es regelt unter anderem die Bildung von Betriebsräten, welche eine Interessenvertretung für die Arbeitnehmer widerspiegeln. Es wird somit als Voraussetzung für die Durchsetzung der Rechte der Angestellten angesehen.1 Jedoch wird immer häufiger davon berichtet, dass Betriebsräte in Unternehmen nicht erwünscht beziehungsweise sogar verboten werden, obwohl dies keines Falles legitim ist. Selbst das weltweite Modeunternehmen H&M hat in Deutschland nur in 64 von insgesamt 300 Filialen einen Betriebsrat. Die Gewerkschaft Ver.di wirft dem Modeunternehmen gezieltes Mobbing gegenüber Betriebsratsmitgliedern vor. Daher resultiert auch die geringe Anzahl der existierenden Betriebsräte in den Filialen.2 Allerdings spiegelt dieses Beispiel nicht den Normalfall wider. Es gibt unzählige Unternehmen, in welchen die Zusammenarbeit zwischen Arbeitgebern und Betriebsrat reibungslos von statten geht.
Was ist überhaupt unter einem Betriebsverfassungsgesetz zu verstehen, welches Ziele verfolgt dieses Gesetz und wie hat es sich in Deutschland über die Jahre hinweg entwickelt? Diese drei Fragen werden im nachfolgenden Kapitel der Arbeit untersucht. Der Leser erhält somit einen Überblick über das Betriebsverfassungsgesetz und dessen historische Einordnung. Dies soll zum besseren Verständnis der vorliegenden Arbeit führen und stellt die Grundlage für die Thematik des Betriebsrates dar.
Das dritte Kapitel beschäftigt sich mit dem Betriebsrat. Im ersten Punkt werden die Aufgaben des Betriebsrates vorgestellt. Anschließend werden im letzten Teil der Arbeit die unterschiedlichen Rechte, welche diese Arbeitnehmervertretung haben, erläutert. Das Ziel dieser wissenschaftlichen Arbeit besteht darin, einen umfassenden Überblick über den Betriebsrat, welcher ein wichtiges Organ in einem Betrieb darstellt, zu geben und gleichzeitig den Bezug zum Betriebsverfassungsgesetz herzustellen.Das Resümee fasst letztendlich die Ergebnisse der vorliegenden Arbeit zusammen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Das Betriebsverfassungsgesetz
- Was ist das Betriebsverfassungsgesetz
- Historische Entwicklung des Betriebsverfassungsgesetzes
- Der Betriebsrat
- Aufgaben des Betriebsrates
- Rechte des Betriebsrates
- Mitbestimmungsrecht
- Mitwirkungsrecht
- Resümee
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese wissenschaftliche Arbeit befasst sich mit dem Betriebsverfassungsgesetz und seinen Auswirkungen auf die Beziehungen zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern. Ziel ist es, einen umfassenden Überblick über das Betriebsverfassungsgesetz und die Rolle des Betriebsrats in deutschen Unternehmen zu geben.
- Das Betriebsverfassungsgesetz als rechtliche Grundlage für die Mitbestimmung von Angestellten am Arbeitsplatz
- Die historische Entwicklung des Betriebsverfassungsgesetzes in Deutschland
- Die Aufgaben und Rechte des Betriebsrates als Interessenvertretung der Arbeitnehmer
- Die Bedeutung des Betriebsrates für die Gestaltung von Arbeitsbedingungen und -verhältnissen
- Das Zusammenspiel von Betriebsverfassungsgesetz, Betriebsrat und Geschäftsleitung
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung
Die Einleitung führt in die Thematik des Betriebsverfassungsgesetzes ein und erläutert seine Relevanz für die Arbeitswelt in Deutschland. Sie beleuchtet die Bedeutung des Betriebsrats als Interessenvertretung der Arbeitnehmer und stellt die Herausforderungen dar, die mit der Durchsetzung der Rechte von Betriebsräten verbunden sind.
Das Betriebsverfassungsgesetz
Dieses Kapitel definiert das Betriebsverfassungsgesetz und erklärt seine Struktur. Es beleuchtet die historische Entwicklung des Gesetzes und die Ziele, die es verfolgt. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Regelung der Zusammenarbeit zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern im Betrieb.
Der Betriebsrat
Dieses Kapitel widmet sich dem Betriebsrat als Organ der Interessenvertretung der Arbeitnehmer. Es beschreibt die Aufgaben des Betriebsrats und erläutert seine Rechte im Rahmen der Mitbestimmung und Mitwirkung. Der Fokus liegt auf den Möglichkeiten des Betriebsrats, die Arbeitsbedingungen und -verhältnisse zu beeinflussen.
Schlüsselwörter
Betriebsverfassungsgesetz, Betriebsrat, Mitbestimmung, Mitwirkung, Arbeitnehmer, Arbeitgeber, Arbeitsbedingungen, Arbeitsverhältnisse, Interessenvertretung, Recht der beruflichen Bildung, Betriebsversammlung, Gesamt- und Konzernbetriebsrat, Jugend- und Ausbildungsvertretung, vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Ziel des Betriebsverfassungsgesetzes?
Das Gesetz regelt die Zusammenarbeit von Arbeitgeber und Belegschaft sowie die Mitbestimmung der Arbeitnehmer durch den Betriebsrat.
Welche Aufgaben hat ein Betriebsrat?
Er vertritt die Interessen der Arbeitnehmer gegenüber der Geschäftsleitung, wacht über die Einhaltung von Gesetzen und wirkt an sozialen oder personellen Entscheidungen mit.
Was ist der Unterschied zwischen Mitbestimmung und Mitwirkung?
Bei der Mitbestimmung muss der Arbeitgeber die Zustimmung des Betriebsrats einholen; bei der Mitwirkung hat der Betriebsrat Anhörungs- oder Beratungsrechte.
Dürfen Unternehmen einen Betriebsrat verbieten?
Nein, die Behinderung einer Betriebsratsgründung ist gesetzlich verboten und kann strafrechtlich verfolgt werden.
Ab wie vielen Mitarbeitern kann ein Betriebsrat gewählt werden?
In Betrieben mit in der Regel mindestens fünf ständigen wahlberechtigten Arbeitnehmern können Betriebsräte gewählt werden.
Was versteht man unter „vertrauensvoller Zusammenarbeit“?
Dies ist ein Grundprinzip des Betriebsverfassungsgesetzes, das Arbeitgeber und Betriebsrat verpflichtet, zum Wohle der Arbeitnehmer und des Betriebs zusammenzuarbeiten.
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- Anonym (Author), 2010, Das Betriebsverfassungsgesetz - ein Überblick, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/182557