Die Sprache ist stets einem Wandel unterworfen und ihre Evolution ist eng an die Kultur und die Geschichte eines Volkes oder eines Staates gebunden. Jede neue Generation bringt etwas Neues ein, seien es neue philosophische oder ästhetische Denkmuster, aber eben auch neue Ausdrucksformeln für die Kommunikation. Wörter werden neu entworfen, neu bewertet oder mit neuen Inhalten gefüllt, die die Wirklichkeit widerspiegeln sollen.
Das Thema dieser Ausarbeitung widmet sich jener Politsprache der ehemaligen Sowjetunion. In diesem Zusammenhang soll das novojaz ergründet und vorgestellt, seine Instrumente, Funktionen sowie Ziele geliefert werden. Abschließend soll die Sprache in den Werken Il’fs und Petrovs „Dvenadcat‘ stul’ev“ und „Zolotoj telenok“ ausgearbeitet und interpretiert werden.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- 1. Novojaz als Varietät und Verwendung in der Literatur
- 1.1. Novojaz als Sprache eines totalitären Regimes
- 1.2. Mittel und Instrumente des novojaz. Novojaz heute
- 2. Novojaz in den Werken Il'fs und Petrovs
- 2.1. Satireromane von Il'f und Petrov
- 2.2. Das politische novojaz in den Werken Il'fs und Petrovs
- Schlussbemerkung
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Ausarbeitung befasst sich mit dem Novojaz, der politisierten Sprache der Sowjetunion, und untersucht seine Verwendung in den satirischen Romanen von Il'f und Petrov. Ziel ist es, die Entstehung und Entwicklung des Novojaz als Sprachvarietät eines totalitären Regimes zu beleuchten, seine Instrumente und Funktionen zu analysieren und seine Rolle in den Werken Il'fs und Petrovs zu erforschen.
- Entstehung und Entwicklung des Novojaz als Sprachvarietät
- Instrumente und Funktionen des Novojaz
- Die Rolle des Novojaz in den Romanen von Il'f und Petrov
- Die satirische Funktion des Novojaz in der Gesellschaftskritik
- Die Verwendung des Novojaz als Mittel der Manipulation und Propaganda
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Thematik des Novojaz ein und erläutert die Bedeutung der Sprache als Spiegelbild gesellschaftlicher Veränderungen. Sie stellt die Forschungsfrage nach der Verwendung des Novojaz in den Werken Il'fs und Petrovs und skizziert den Aufbau der Arbeit.
Kapitel 1 befasst sich mit dem Novojaz als Sprachvarietät und seiner Verwendung in der Literatur. Es werden die Entstehung und Entwicklung des Novojaz als Sprache eines totalitären Regimes sowie seine Mittel und Instrumente analysiert. Der Fokus liegt dabei auf der Verwendung des Novojaz als Mittel der Manipulation und Propaganda.
Kapitel 2 untersucht die Verwendung des Novojaz in den Werken Il'fs und Petrovs. Es werden die satirischen Romane von Il'f und Petrov vorgestellt und die Rolle des Novojaz in der Gesellschaftskritik analysiert. Der Fokus liegt dabei auf der satirischen Funktion des Novojaz und seiner Verwendung als Mittel der Kritik an der sowjetischen Gesellschaft.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen den Novojaz, die sowjetische Sprache, die satirischen Romane von Il'f und Petrov, die Gesellschaftskritik, die Manipulation und Propaganda sowie die Sprache als Mittel der Macht.
Häufig gestellte Fragen
Was ist „Novojaz“?
Novojaz bezeichnet die politisierte Sprache eines totalitären Regimes, speziell die der ehemaligen Sowjetunion, die zur Manipulation und Propaganda eingesetzt wurde.
Welche Funktion hat die Sprache in totalitären Systemen?
Sie dient dazu, die Wirklichkeit ideologisch umzudeuten, kritisches Denken zu unterdrücken und die Bevölkerung auf die Ziele des Staates einzuschwören.
Wie nutzen Ilf und Petrow den Novojaz in ihren Romanen?
In Werken wie „Die zwölf Stühle“ nutzen sie die hohlen Phrasen und bürokratischen Ausdrucksweisen des Novojaz satirisch, um die sowjetische Gesellschaft zu kritisieren.
Was sind typische Instrumente des Novojaz?
Dazu gehören Neologismen, die Umwertung bestehender Begriffe, stereotype Formeln und die Verwendung von Euphemismen zur Verschleierung von Missständen.
Ist Novojaz heute noch relevant?
Die Arbeit untersucht, inwieweit Mechanismen der politischen Sprache und Manipulation auch in modernen Diskursen und anderen politischen Kontexten fortbestehen.
- Quote paper
- Vitalij Baisel (Author), 2011, Politische Sprache - Sprache der Ideologie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/182533