Viele Unternehmen sind heute immer stärkerer Dynamik des Unternehmensumfelds, immer stärkerem Innovationsdruck, immer komplexeren Problemen und schließlich immer stärkerer Kapitalintensität ausgesetzt. Diese Komplexität und Schnelligkeit der Umweltveränderungen führen dazu, dass bestehende Marktanteile drohen wegzubrechen und die Erschließung neuer Märkte immer schwieriger wird. Gleichzeitig entstehen aber auch neue Chancen bspw. durch die sich ständig verbessernde Informations- und Kommunikationstechnologien und dem Trend zu strategischen Allianzen auf den Weltmärkten.
Dies verlangt nach einer klaren, zukunftsweisenden Strategie, um den Wert eines Unternehmens langfristig und nachhaltig zu steigern. Strategien stehen im Einklang mit ertragsorientiertem Unternehmensmanagement. Finanzielle Kennzahlen werden auch in Zukunft immer wichtiger werden. Eine einseitige Orientierung an finanziellen Kennzahlen greift jedoch zu kurz. Das finanzielle Ergebnis eines Unternehmens ist vergangenheitsbezogen und gibt keinen Aufschluss darüber, in wie weit eine beschlossene Strategie erfogsversprechend ist, und welche Maßnahmen ergriffen werden müssen, um die strategischen Ziele des Unternehmens zu erreichen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Vorstellung der Balanced Scorecard
2.1. Definition der Balanced Scorecard
2.2. Die Vier Perspektiven in Überblick
2.3. Aspekte für die Auswahl von Kennzahlen
3. Balanced Scorecard: ein Führungsinstrument
3.1. Balanced Scorecard als strategisches Managementsystem
3.2. Strategieumsetzung mit der Balanced Scorecard
4. Balanced Scorecard und das Planungssystem
5. Kontrolle mit der Balanced Scorecard
6. Zusammenfassung und Kritik
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Diese Seminararbeit untersucht den Einsatz der Balanced Scorecard als Instrument zur strategischen und operativen Unternehmenssteuerung, um eine zielgerichtete Optimierung interner Geschäftsprozesse zu erreichen. Im Zentrum steht dabei die Überwindung der Schwächen einer rein finanziell orientierten Kennzahlensteuerung zugunsten eines ganzheitlichen Managementsystems.
- Grundlagen und Perspektiven der Balanced Scorecard
- Methodik der strategischen Planung und Zielsetzung
- Integration der Balanced Scorecard in das Planungssystem
- Optimierung der internen Geschäftsprozesse durch Kennzahlen
- Herausforderungen bei der Strategieumsetzung
Auszug aus dem Buch
3.2. Strategieumsetzung mit der Balanced Scorecard
Die Schnittstelle zwischen der Strategieformulierung und der Strategieumsetzung stellt oft ein Problem dar, die mit viel Aufwand erarbeitete Strategien werden von der Organisation nicht erfolgreich und zeitgerecht umgesetzt. Die Balanced Scorecard gewährleistet die Umsetzung der Unternehmensstrategie da:
- das Herunterbrechen der Strategie nach den 4 Perspektiven erfolgt, was die Aufdeckung der fehlenden/vorhanden Ressourcen bzw. Potentiale ermöglicht,
- die Definition und Überprüfung der Aktions-/Maßnahmenpläne, führt zur Überprüfung der vorhandenen/fehlenden Kapazitäten bzw. Know-Hows,
- die Konkretisierung der strategischen Ziele auf Abteilungsebene ist Ergebnis des Herunterbrechens der strategischen Ziele auf Bereichs- bzw. Funktionsebenen,
- die Systematische Strategiekommunikation trägt dazu bei, dass der einzelne Mitarbeiter Erkenntnis über seine Handlungen zur Strategieumsetzung gewinnt,
- und schließlich durch monatliches Reporting und quartalsweise Messung der Zielerreichung zur strategischen Steuerung der Unternehmung beitragen kann.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Dynamik des Unternehmensumfelds und die Unzulänglichkeit rein finanzorientierter Kennzahlen für eine langfristige Erfolgssteuerung.
2. Vorstellung der Balanced Scorecard: Dieses Kapitel definiert die Balanced Scorecard als System, das strategische Ziele über vier Perspektiven und Ursache-Wirkungs-Ketten operativ messbar macht.
3. Balanced Scorecard: ein Führungsinstrument: Hier wird die Scorecard als Managementsystem beschrieben, das kritische Managementprozesse unterstützt und die Brücke zwischen Strategie und Umsetzung schlägt.
4. Balanced Scorecard und das Planungssystem: Das Kapitel erläutert, wie die Scorecard strategische Planung mit operativen Maßnahmen und jährlicher Budgetierung verbindet.
5. Kontrolle mit der Balanced Scorecard: Dieser Abschnitt thematisiert die Rolle des doppelten Rückkopplungsprozesses für das strategische Lernen und die Durchführungskontrolle.
6. Zusammenfassung und Kritik: Abschließend wird das Fazit gezogen, dass die Balanced Scorecard ein wirksames Kommunikations- und Steuerungsinstrument ist, jedoch die Strategiefindung selbst nicht ersetzen kann.
Schlüsselwörter
Balanced Scorecard, Strategisches Management, Unternehmenssteuerung, Geschäftsprozessoptimierung, Kennzahlensystem, Ursache-Wirkungs-Ketten, Strategieumsetzung, Finanzielle Perspektive, Kundenperspektive, Prozessperspektive, Lernperspektive, Zielvorgaben, Controlling.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Balanced Scorecard als Instrument, um Unternehmen durch eine ausgewogene Kombination aus finanziellen und nicht-finanziellen Kennzahlen strategisch und operativ zu steuern.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition der Balanced Scorecard, den vier Perspektiven, der Verbindung von Strategie und Planung sowie der Implementierung in den Führungsprozess.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch die Balanced Scorecard interne Geschäftsprozesse optimiert und eine ganzheitliche Ausrichtung des Unternehmens an seiner Strategie erreicht werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der theoretischen Einordnung von Controlling-Instrumenten zur Strategieumsetzung.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die vier Perspektiven, die Rolle der Scorecard als Führungssystem, die Integration in Planungssysteme sowie Ansätze zur Kontrolle und zum strategischen Lernen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den zentralen Begriffen gehören unter anderem Strategisches Management, Balanced Scorecard, Kennzahlensystem, Ursache-Wirkungs-Ketten und Prozessoptimierung.
Warum sind finanzielle Kennzahlen allein laut Autor unzureichend?
Finanzielle Kennzahlen sind vergangenheitsbezogen und bieten keinen ausreichenden Aufschluss darüber, ob eine Strategie zukunftssicher ist oder welche operativen Maßnahmen zu ihrer Erreichung notwendig sind.
Was ist mit dem "doppelten Rückkopplungsprozess" gemeint?
Im Gegensatz zum einfachen "Single-Loop"-Lernen, das nur bei Abweichungen korrigiert, ermöglicht der doppelte Rückkopplungsprozess eine kontinuierliche Überprüfung der Strategievalidität selbst.
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- René Rüßler (Author), 2002, Die Balanced-Scorecard: Optimierung der internen Geschäftsprozesse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/18234