Seit zehn Jahren wird der Buchhandel durch eine neue Form des Handelns, dem Verkauf über das Internet, ergänzt. Der Internetbuchhandel ist seitdem nicht mehr wegzudenken und stellt mittlerweile neben dem Sortimentsbuchhandel und dem direkten Vertrieb der Verlage den drittwichtigsten Vertriebsweg dar.
Nach einer kurzen theoretischen und geschichtlichen Einführung geht diese Arbeit der Frage nach den Spezifika dieser Handelsart nach, stellt Besonderheiten sowie Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu den anderen Vertriebswegen dar und unterlegt dies mit aktuellen Zahlen. Im Anschluss stehen amazon.de als der erste reine Internetbuchhändler sowie weitere Anbieter im Mittelpunkt.
Abschließend werden im Ausblick Probleme angesprochen sowie ein Fazit gezogen.
Inhaltsverzeichnis
A) Theoretischer Teil
1. Charakterisierung des Internetbuchhandels
1.1 Definition des Internetbuchhandels
1.2 Der Internetbuchhandel in Zahlen
2. Geschichte des Internetbuchhandels
2.1 Entwicklung in den USA
2.2 Entwicklung in Deutschland
3. Spezifika des Internetbuchhandels
B) Praktischer Teil
4. Reine Internetbuchhändler in Deutschland
4.1 amazon.de
4.2 Weitere Anbieter
5. Fazit / Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung und die spezifischen Rahmenbedingungen des Internetbuchhandels im Vergleich zum stationären Sortimentsbuchhandel. Ziel ist es, die strukturellen Besonderheiten, Vor- und Nachteile sowie die Marktpositionierung reiner Online-Akteure im deutschen Buchmarkt kritisch zu analysieren.
- Charakterisierung und Definition des Internetbuchhandels
- Historische Entwicklung der Online-Buchmärkte in den USA und Deutschland
- Vergleichende Analyse der operativen Spezifika zwischen Online-Handel und Sortiment
- Detaillierte Fallbetrachtung der führenden reinen Internetbuchhändler (insb. Amazon.de)
- Zukunftsperspektiven und Herausforderungen in einem konsolidierenden Markt
Auszug aus dem Buch
1.1 Definition des Internetbuchhandels
Eine eindeutige und übereinstimmende Definition vom Internetbuchhandel, oder auch Online-Buchhandel genannt, findet sich in der Literatur nicht. Vielmehr gibt es Versuche der Unterteilung und Spezifizierung. Diese Schwierigkeit und unterschiedliche Handhabung mit diesem Begriff liegt zum einen in der Neuartigkeit dieses Vertriebweges begründet, aber auch in den ständigen Erweiterungen und technischen Innovationen auf dem Gebiet des Electronic Commerce, kurz E-Commerce, dem Handel mit Waren oder Dienstleistungen, deren Auswahl und Bestellabwicklung auf elektronischem Weg erfolgt.
An dieser Stelle muss der eben verwendete Begriff „reiner Internetbuchhandel“ geklärt werden, der in der Literatur von mehreren, u.a. HARTMANN, RIEHM und YOM, gebraucht wird. Hierunter subsumiert man nur jene Anbieter, die ihre Ware Buch ausschließlich über das Internet vertreiben, deren Auswahl und Bestellung online erfolgt und die Zustellung der Bücher auf postalischem Wege. Reine Internetbuchhändler zeichnen sich zusätzlich dadurch aus, dass sie kein Zwischenhändler sind, trotzdem aber nicht über einen stationären Vertrieb verfügen. Ihre Angebotspalette können sie nur online offerieren; auch Kataloge gehören nicht zu ihrer Präsentation. Reine Internetbuchhändler charakterisieren sich demnach durch die alleinige Kommunikation mit dem Kunden per Internet, weshalb all jene Händler, die das Internet als zusätzliche Möglichkeit des Handelns nutzen, nicht zu den reinen Internetbuchhändlern zählen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Charakterisierung des Internetbuchhandels: Dieses Kapitel liefert eine Definition des Begriffs Internetbuchhandel und betrachtet statistische Entwicklungen des Online-Marktes.
2. Geschichte des Internetbuchhandels: Hier wird der historische Werdegang der Online-Buchbranche skizziert, mit Fokus auf die Pioniere in den USA sowie den Markteintritt in Deutschland.
3. Spezifika des Internetbuchhandels: Es werden die wesentlichen betriebswirtschaftlichen und kundenorientierten Unterschiede zwischen Online-Handel und traditionellem Sortiment gegenübergestellt.
4. Reine Internetbuchhändler in Deutschland: Dieser Abschnitt analysiert das Geschäftsmodell des Marktführers Amazon.de sowie die Strategien weiterer relevanter Wettbewerber wie buch.de und buecher.de.
5. Fazit / Ausblick: Der Autor resümiert das Potenzial und die Konzentrationsprozesse der Branche und bewertet die zukünftigen Überlebenschancen für reine Online-Akteure.
Schlüsselwörter
Internetbuchhandel, Online-Buchhandel, E-Commerce, Buchpreisbindung, Amazon.de, Sortimentsbuchhandel, Versandhandel, digitale Distribution, Buchmarkt, Marktkonzentration, Online-Marketing, Logistik, Kaufverhalten, Non-Book-Artikel, Konsolidierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem Internetbuchhandel als neue Vertriebsform für Medien und analysiert dessen Struktur und Markteinfluss.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition des Begriffs, der historischen Entstehung, dem Vergleich zum stationären Handel und der Analyse konkreter Marktteilnehmer.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die fundierte Einordnung des Internetbuchhandels in den verbreitenden Buchhandel sowie die Aufdeckung der spezifischen Vor- und Nachteile gegenüber stationären Buchhandlungen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse sowie die Auswertung statistischer Marktdaten und Fallbeispiele führender Unternehmen der Branche.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung und Historie sowie einen praktischen Teil, der die Strategien von Online-Händlern wie Amazon.de detailliert beleuchtet.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den prägenden Begriffen zählen neben dem Internetbuchhandel auch die Buchpreisbindung, der stationäre Sortimentshandel, E-Commerce und die Marktentwicklung.
Warum ist die Buchpreisbindung für den deutschen Online-Buchhandel besonders relevant?
Sie schränkt den Spielraum für Preiskämpfe ein, wodurch sich Online-Anbieter im Wettbewerb verstärkt über Serviceleistungen oder ein breiteres Sortiment (z.B. durch Non-Book-Artikel) differenzieren müssen.
Welche Rolle spielt die Lagerhaltung für den Erfolg eines reinen Internetbuchhändlers?
Im Gegensatz zum stationären Händler in teurer Citylage ermöglicht ein Logistikzentrum in kostengünstigeren Gewerbegebieten eine effizientere Warenverfügbarkeit und schnellere Zustellung.
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- Cornelia Weinreich (Author), 2003, Neue Vertriebswege im Buchhandel. Der Internet-Buchhandel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/18207