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Die Moderationsmethode für Seminare und Trainings

Title: Die Moderationsmethode für Seminare und Trainings

Term Paper , 2010 , 21 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Veronika Hagenauer (Author)

Psychology - Work, Business, Organisation
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1. Die Moderationsmethode
Die Moderationsmethode wurde Anfang der 70er Jahre von Trainern und Beratern entwickelt. Die Berater arbeiteten damals an der Entwicklung von Großraumbüros und machten die Erfahrung, dass es gegen Veränderungsvorschläge von außen stets massiven Widerstand gab. So entstand die Idee, Betroffene mit einzubeziehen und ihre „Erfahrungen und ihr Wissen für die Beratungs- und Veränderungsprozesse nutzbar zu machen.“1 Grundgedanke war, „Menschen zusammenzubringen, zu beteiligen, Probleme zu lösen oder Visionen zu entwickeln“2, kurz: „Betroffene zu Beteiligten [zu] machen.“3
Es wurden Spielregeln für eine entsprechende Kommunikationskultur sowie für die Gesprächsführung in Gruppen entwickelt. Man diskutierte über die Demokratie in Unternehmen, über Hierarchie und Führung und versuchte schrittweise, den Beteiligungsansatz in der Praxis umzusetzen.
1972 wurde die Beratungsgesellschaft Metaplan gegründet, die in der hauseigenen Publikationsreihe einen Überblick der bis dato entwickelten „Kommunikationswerkzeuge für planende und lernende Gruppen“4 veröffentlichte. Bis heute stellen diese Werkzeuge die Grundlage für die zahlreichen Moderationsausbildungen dar. 1974 gründeten Karin Klebert, Einhard Schrader und Walter Straub die Beratungsfirma ComTeam, welche im Gegensatz zum pragmatisch-sachlichen Ansatz von Metaplan mehr Wert auf „die persönliche Ebene und gruppendynamische Aspekte“5 legte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Die Moderationsmethode

2. Workshop, Training, Seminar? – Was ist das alles eigentlich?

3. Ausgewählte Methoden

3.1 Die Kartenabfrage

3.2 Das Blitzlicht

3.3 Mindmapping

3.4 Das Punkten

3.5 Das Bearbeitungsszenario

4. Wissen vermitteln

4.1 Das Kurzreferat

4.2 Die Expertenbefragung

4.3 Die Postersession

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit gibt einen strukturierten Überblick über die Moderationsmethode und deren Anwendung in Seminaren, Trainings und Workshops. Das primäre Ziel ist es, klassische und bewährte Moderationstechniken sowie moderne Methoden der Wissensvermittlung darzustellen, ihre praktische Durchführung zu erläutern und eine kritische Auseinandersetzung mit ihren Vor- und Nachteilen zu ermöglichen.

  • Grundlagen und historische Entwicklung der Moderationsmethode.
  • Differenzierung von Workshop-, Seminar- und Trainingsformaten.
  • Detaillierte Analyse klassischer Methoden wie Kartenabfrage, Blitzlicht und Mindmapping.
  • Techniken zur effektiven Wissensvermittlung in Gruppenkontexten.
  • Praktische Hinweise zur methodischen Auswahl und Durchführung.

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Kartenabfrage

Die Standardversion der Kartenabfrage ermöglicht allen Teilnehmern einer Gruppe gleichzeitig in schriftlicher Form ihre Meinung zu äußern. Sie eignet sich zur Erstellung einer Themenübersicht, zum Sammeln von Informationen, Problemlösungen, kreativen Ideen oder Erklärungen; ist also vielseitig einsetzbar.

Die Kartenabfrage erfolgt in vier Schritten:

1. Erläuterung der Fragestellung

Der Moderator hat sicherzustellen, dass alle Teilnehmer die Fragestellung verstanden und akzeptiert haben.

2. Schreiben der Karten und ungeordnetes Anheften an eine Pinnwand

Alle Teilnehmer schreiben ihre Ideen/ Meinungen auf Karten und heften sie an eine Pinnwand. Hierbei ist von entscheidender Bedeutung, dass leserlich und in ausreichend großer Schrift geschrieben wird. Darüber hinaus sollte jede Karte nur eine Idee enthalten. Hilfreich ist hier eine Musterkarte.

3. „Loreley-Phase“

Nachdem alle Karten an der Pinnwand angebracht wurden, bilden die Teilnehmer einen Halbkreis um die Pinnwand. Nun werden die Karten kurz vorgelesen und gegebenenfalls erläutert.

4. Clustern der Karten an einer zweiten Pinnwand

Der Moderator ordnet nun jeweils zusammengehörige Karten an einer zweiten Pinnwand an. Bei diesem Prozess sollte die Gruppe eingebunden werden, indem immer wieder gefragt wird, wohin eine Karte gehören könnte. Schließlich werden gemeinsam Überschriften für die Kartencluster gefunden.

CAVE: Um allen Teilnehmern Wertschätzung entgegenzubringen, werden alle Karten angeheftet; doppelte Karten werden untereinander gehängt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die Moderationsmethode: Beschreibt die Entstehung der Methode in den 70er Jahren als Beteiligungsansatz und geht auf die heutige Notwendigkeit zur Anpassung an moderne Arbeitsbedingungen ein.

2. Workshop, Training, Seminar? – Was ist das alles eigentlich?: Differenziert begrifflich zwischen Workshops als Arbeitstreffen, Seminaren zur Wissensvermittlung und Trainings mit Fokus auf Übung.

3. Ausgewählte Methoden: Stellt praxisorientierte Moderationsklassiker vor, darunter die Kartenabfrage, Blitzlicht, Mindmapping, das Punkten und das Bearbeitungsszenario.

4. Wissen vermitteln: Erläutert Methoden für theoretische Input-Phasen, wie Kurzreferate, Expertenbefragungen und Postersessions, um die aktive Teilnehmerbeteiligung zu fördern.

Schlüsselwörter

Moderationsmethode, Workshop, Training, Seminar, Kartenabfrage, Blitzlicht, Mindmapping, Punkten, Wissensvermittlung, Gruppendynamik, Moderation, Gruppenarbeit, Visualisierung, Beteiligung, Methodik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine umfassende Übersicht über die Moderationsmethode und deren praktische Anwendung in professionellen Gruppenformaten wie Workshops und Seminaren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der methodischen Gestaltung von Gruppenprozessen, der Strukturierung von Diskussionen und der effektiven Vermittlung von Wissen durch interaktive Methoden.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist die detaillierte Darstellung und kritische Analyse verschiedener Moderationsinstrumente, um Trainern und Moderatoren eine Entscheidungsgrundlage für deren Einsatz zu bieten.

Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die theoretische Grundlagen aus einschlägiger Fachliteratur zusammenführt und diese praxisorientiert für die Anwendung aufbereitet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Vorstellung bewährter Moderationsmethoden (z.B. Kartenabfrage, Mindmapping) sowie Techniken zur Wissensvermittlung (z.B. Expertenbefragung).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Moderationsmethode, Gruppenarbeit, Wissensvermittlung, Moderationstechniken und Teilnehmeraktivierung.

Warum ist beim "Blitzlicht" die Gruppengröße relevant?

Bei Gruppen von über 20 Teilnehmern droht die Methode in ein langwieriges "Flutlicht" auszuarten, das zu Wiederholungen und Langeweile führen kann.

Worin liegt der Hauptvorteil des "Bearbeitungsszenarios"?

Es bietet eine hohe Strukturierung für komplexe Gruppenarbeiten, indem logisch aufeinander aufbauende Fragen auf einem Plakat visualisiert und bearbeitet werden.

Wann ist das "Punktverfahren" weniger geeignet?

Da das Punktverfahren kaum Aufschluss über die Beweggründe der Teilnehmer gibt, sollte es nicht als alleiniges Instrument für wichtige oder komplexe Entscheidungen genutzt werden.

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Details

Title
Die Moderationsmethode für Seminare und Trainings
College
LMU Munich  (Psychologie)
Grade
1,0
Author
Veronika Hagenauer (Author)
Publication Year
2010
Pages
21
Catalog Number
V181398
ISBN (eBook)
9783656046547
ISBN (Book)
9783656046165
Language
German
Tags
moderationsmethode seminare trainings
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Veronika Hagenauer (Author), 2010, Die Moderationsmethode für Seminare und Trainings, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/181398
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