In diesem persönlichen Auswertungsbericht eines Comeniusprojektes wird aufgezeigt, welchen Beitrag dieses Projekt zum interkulturellen Lernen und zur Entwicklung einer europäischen Bürgerschaft der Schüler geleistet hat. Dabei wird davon ausgegangen, dass ein solches Projekt ein Fallbeispiel für europäische Entscheidungsprozesse darstellt und die Schüler durch 'learning by doing' eine europäische Identität entwickeln.
Inhaltsverzeichnis
- „Von der Versöhnung zum Alltag interkultureller Beziehungen“ - ein notwendiger Paradigmenwechsel…
- Doing European im Comeniusprojekt
- Doing European beim Theaterspielen
- „Eigentlich sind wir hier schon das Vereinte Europa“ oder: aus Erfahrung europäische Bürgerschaft lernen
- Schlussresümee…
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Der Aufsatz beleuchtet die Notwendigkeit eines Paradigmenwechsels im interkulturellen Lernen innerhalb von Comeniusprojekten, weg von Versöhnungsmotiven hin zur Förderung interkultureller Handlungskompetenz. Ziel ist es, die Europäische Identität der Schülerinnen und Schüler durch gemeinsames Arbeiten an thematisch relevanten Projekten zu stärken.
- Paradigmenwechsel im interkulturellen Lernen
- Doing European durch gemeinsame Projekte
- Europäische Identität durch Erfahrung
- Interkulturelle Handlungskompetenz als Lernziel
- Die Rolle von Theater im interkulturellen Austausch
Zusammenfassung der Kapitel
„Von der Versöhnung zum Alltag interkultureller Beziehungen“ - ein notwendiger Paradigmenwechsel…
Dieser Abschnitt analysiert die Notwendigkeit eines Paradigmenwechsels im interkulturellen Lernen, der von der Idee der Versöhnung zu einem Fokus auf die Förderung interkultureller Handlungskompetenz geht. Der Autor argumentiert, dass die traditionelle Fokussierung auf touristische Begegnungen und Freundschaftsbildung nicht ausreichend ist, um den Herausforderungen des Lebens in einem multikulturellen Europa gerecht zu werden. Es wird betont, dass die Schulen die Schüler auf ein Leben in der EU vorbereiten sollten und ihnen dazu die notwendigen interkulturellen Kompetenzen vermitteln müssen. Der Text bezieht sich dabei auf die Breitenbach-Studie und andere Forschungsarbeiten zum Thema interkulturelles Lernen.
Doing European im Comeniusprojekt
In diesem Kapitel wird die Bedeutung von Comeniusprojekten für die Stärkung der europäischen Identität der Schülerinnen und Schüler hervorgehoben. Der Autor stellt fest, dass die gemeinsame Projektarbeit innerhalb eines Comeniusprojekts den Schülern die Möglichkeit bietet, europäische Zusammenarbeit in der Praxis zu erleben und die Chancen und Herausforderungen der europäischen Integration hautnah kennenzulernen. Das Kapitel bezieht sich dabei auf das Konzept des „Doing European“ und die Theorie des „learning by doing“.
Doing European beim Theaterspielen
Dieser Abschnitt schildert die konkrete Umsetzung des „Doing European“ im Rahmen eines Comeniusprojektes, das sich mit dem Thema „Fremd sein, Freund sein 1939 - 2009 - 2050“ beschäftigte. Die Schülerinnen und Schüler entwickelten gemeinsam ein Theaterstück, wobei es zu unterschiedlichen Interpretationen und Verständnisschwierigkeiten kam, die mit den jeweiligen Vorerfahrungen und den Möglichkeiten der Schulen zusammenhingen. Der Autor beleuchtet die Herausforderungen bei der Zusammenarbeit zwischen den unterschiedlichen Partnergruppen und die Schwierigkeiten bei der Umsetzung des gemeinsamen Theaterprojekts.
Schlüsselwörter
Interkulturelles Lernen, Comeniusprojekte, europäische Identität, Doing European, Handlungskompetenz, Theaterpädagogik, Schüleraustausch, Versöhnung, interkulturelle Begegnung, Breitenbach-Studie, Thomas u.a.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Ziel von Comeniusprojekten?
Sie sollen das interkulturelle Lernen fördern und Schülern helfen, eine europäische Bürgerschaft und Identität durch gemeinsame Projektarbeit zu entwickeln.
Was bedeutet der Begriff „Doing European“?
„Doing European“ beschreibt den Prozess, bei dem europäische Identität nicht theoretisch gelehrt, sondern durch praktisches Handeln und Zusammenarbeit in internationalen Projekten („learning by doing“) erlebt wird.
Warum ist ein Paradigmenwechsel im interkulturellen Lernen nötig?
Der Autor argumentiert, dass man weg von reinen „Versöhnungsmotiven“ und touristischen Begegnungen hin zur Förderung echter interkultureller Handlungskompetenz für den Alltag in der EU kommen muss.
Welche Rolle spielt Theaterpädagogik in diesem Projekt?
Das gemeinsame Theaterspielen dient als Fallbeispiel für europäische Entscheidungsprozesse, bei denen Schüler trotz unterschiedlicher Interpretationen und Hintergründe ein gemeinsames Ziel erreichen müssen.
Was war das Thema des beschriebenen Theaterprojekts?
Das Projekt trug den Titel „Fremd sein, Freund sein 1939 - 2009 - 2050“ und untersuchte interkulturelle Beziehungen im Wandel der Zeit.
- Quote paper
- Alfons Scholten (Author), 2011, Ein Blick zurück als Schritt nach vorn – persönliche Reflexionen über interkulturelles Lernen in Comeniusprojekten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/181073