Nahezu jede Publikation - von der "Süddeutschen Zeitung" bis zum Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" - veröffentlicht regelmäßig CD-Rezensionen. Aber spiegeln die Rezensionen wirklich die Meinung der Musikkritiker wider oder schreiben die Journalisten lediglich aus den Pressemitteilungen der Plattenfirmen ab? In diesem Buch wird die Rolle der PR im Musikjournalismus untersucht, da Musikkritikern häufig eine nicht ausreichende Distanz zur PR-"Maschinerie" der Musikindustrie bescheinigt wird. Analysiert wird das"Rolling Stone"-Magazin, Deutschlands größte Musikzeitschrift. Mittels Input-Output-Analyse wird untersucht, ob und in welcher Form die Redakteure des "Rolling Stone" in ihren Rezensionen Inhalte aus den Pressemitteilungen der Plattenfirmen zu den CDs übernehmen. Es werden quantitative und qualitative Aspekte betrachtet, Interdependenzen und gegenseitige Einflüsse sowie Anpassungsvorgänge zwischen PR und Journalismus aufgezeigt und Ergebnisse und Anregungen aus der empirischen und theoretischen Forschung einbezogen. Das Buch richtet sich an Studierende der Journalistik, Kommunikationswissenschaft und Musikwissenschaft, an Musikjournalisten und Interessierte aus dem PR-Bereich.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Theoretischer Hintergrund
- PR
- Definition
- Abgrenzung der PR von Journalismus, Werbung und Marketing
- Bereiche der PR
- PR in Plattenfirmen
- Ziele, Strategien und Instrumente
- Musikjournalismus
- Definition
- Musikrezensionen
- Anfänge und Entwicklung
- Funktionen und Kennzeichen
- Die Wechselbeziehung PR - Journalismus
- Schnittstelle PR - Musikjournalismus
- Theoretische Grundströmungen
- Determination
- Intereffikation
- Stand der Forschung
- Übereinstimmungen zwischen PR und journalistischer Berichterstattung
- Übereinstimmungen von Themen
- Wörtliche Übereinstimmungen
- Übereinstimmungen von Wertungen
- Wertungstendenzen
- Transparenz
- Zusammenhang zwischen Umfang der Berichterstattung und Übereinstimmungen
- Timing
- Addition
- Analytisch begründete und unbegründete Wertungen
- Zusammenhang zwischen Professionalität der Pressemitteilungen und Übereinstimmungen
- Konkretisierung der Hypothesen und Forschungsfragen
- Übereinstimmungen zwischen Pressemitteilungen und CD-Rezensionen
- Übereinstimmungen von Themen
- Übereinstimmungen von Sätzen und Teilsätzen
- Übereinstimmungen von Wertungen
- Wertungstendenzen
- Transparenz
- Zusammenhang zwischen Länge der Rezensionen und Übereinstimmungen mit den Pressemitteilungen
- Timing
- Addition
- Analytisch begründete und unbegründete Wertungen
- Zusammenhang zwischen Professionalität der Pressemitteilungen und Übereinstimmungen mit den CD-Rezensionen
- Methode und Konzept der empirischen Untersuchung
- Beschreibung des Untersuchungsmaterials
- „Rolling Stone“
- CD-Rezensionen im „Rolling Stone“
- Bestimmung von Untersuchungszeitraum und Grundgesamtheit
- Begründung der Methodenwahl
- Durchführung der Analyse
- Erste Analyseschritte
- Länge
- Übereinstimmungen von (Teil)sätzen
- Übereinstimmungen von Wertungen
- Wertungstendenzen
- Grafischer Bewertungsindex
- Übereinstimmungen von Themen
- Transparenz
- Timing
- Vertiefende Analyse
- Addition
- Analytisch begründete und unbegründete Wertungen
- Zusammenhang zwischen Professionalität der Pressemitteilungen und Übereinstimmungen mit den CD-Rezensionen
- Ergebnisse
- Länge der Rezensionen
- Übereinstimmungen
- Übereinstimmungen von (Teil)sätzen
- Übereinstimmungen von Wertungen
- Übereinstimmungen von Themen
- Wertungstendenzen
- Grafischer Bewertungsindex
- Transparenz
- Kennzeichnung von übernommenen (Teil)sätzen
- Nennung der Pressemitteilung als Quelle
- Korrekte Zuordnung von Zitaten
- Namentliche Kennzeichnung der Rezensionen
- Timing
- Zusammenhang zwischen Länge der Rezensionen und Einfluss der PR auf die Berichterstattung
- Vertiefende Analyse
- Addition
- Analytisch begründete und unbegründete Wertungen
- Zusammenhang zwischen Professionalität der Pressemitteilungen und Übereinstimmungen
- Besonderheiten innerhalb des Untersuchungsmaterials
- Zusammenfassung und Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der komplexen Beziehung zwischen Public Relations (PR) und Musikjournalismus. Ziel ist es, empirisch zu untersuchen, inwieweit sich PR-Inhalte in Musikrezensionen wiederfinden und wie sich dies auf die journalistische Berichterstattung auswirkt.
- Untersuchung des Einflusses von PR-Strategien auf die Inhalte und Wertungen in Musikrezensionen
- Analyse der Übereinstimmungen zwischen Pressemitteilungen und CD-Rezensionen
- Beurteilung der Transparenz und Neutralität in der Berichterstattung
- Evaluierung der methodischen Herangehensweise an die Analyse von PR-Einfluss im Musikjournalismus
- Diskussion der ethischen Aspekte der Interaktion zwischen PR und Journalismus
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung präsentiert die Relevanz des Themas "Public Relations im Journalismus" im Kontext der aktuellen Medienlandschaft. Das zweite Kapitel erläutert den theoretischen Hintergrund, indem es die Konzepte von PR und Musikjournalismus definiert und ihre Wechselbeziehung beleuchtet. Kapitel 3 gibt einen Überblick über den Stand der Forschung zum Thema PR-Einfluss auf journalistische Berichterstattung, während Kapitel 4 die konkreten Hypothesen und Forschungsfragen der Arbeit formuliert. Kapitel 5 beschreibt die Methodik und das Konzept der empirischen Untersuchung, einschließlich des Untersuchungsmaterials und der verwendeten Analysemethoden. Schließlich werden in Kapitel 6 die Ergebnisse der Untersuchung präsentiert und interpretiert.
Schlüsselwörter
Die Arbeit konzentriert sich auf die Schlüsselbegriffe Public Relations, Musikjournalismus, Pressemitteilungen, CD-Rezensionen, Übereinstimmungen, Wertungen, Transparenz, Einfluss, Methoden, Empirie. Sie untersucht die Interaktion zwischen PR-Strategien und journalistischer Berichterstattung in Bezug auf Musikrezensionen.
Häufig gestellte Fragen
Wie stark beeinflusst PR den Musikjournalismus?
Die Arbeit untersucht mittels Input-Output-Analyse, inwieweit Inhalte aus Pressemitteilungen von Plattenfirmen direkt in CD-Rezensionen übernommen werden.
Was ist der Unterschied zwischen Determination und Intereffikation?
Determination beschreibt die einseitige Steuerung des Journalismus durch PR, während Intereffikation ein Modell gegenseitiger Abhängigkeit und Einflussnahme ist.
Werden Wertungen aus Pressemitteilungen in Rezensionen übernommen?
Die empirische Untersuchung des „Rolling Stone“ analysiert genau diese Übereinstimmungen von Wertungen und zeigt auf, wie kritisch oder unkritisch Journalisten agieren.
Was bedeutet Transparenz im Musikjournalismus?
Transparenz bezieht sich auf die Kennzeichnung von Quellen. Es wird geprüft, ob Rezensionen offenlegen, wenn Informationen oder Zitate aus Pressematerial stammen.
Gibt es einen Zusammenhang zwischen Rezensionslänge und PR-Einfluss?
Die Studie untersucht, ob kürzere Rezensionen anfälliger für die Übernahme von PR-Textbausteinen sind als ausführliche, analytische Besprechungen.
- Citation du texte
- Gitty Fardjam (Auteur), 2005, Die Rolle der Public Relations im Musikjournalismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/180359