Bischof Adalbert von Hamburg-Bremen war so ganz und gar kein gewöhnlicher Bischoff des Mittelalters. Zwar verratet uns sein Amtstitel, dass er im Mittelalter des 11. Jahrhunderts, den geistigen Stand vertrat, doch war er nicht nur einfach bloß Geistlicher, der den Auftrag hatte, die die Leute und Mönche zum fleißigem Beten anzuspornen und in der Gemeinde für Ordnung zu sorgen, sondern er hatte auch für Weltgeschäfte eine ganze Menge übrig gehabt, und war es öfters gar zu viel des Guten gewesen. Seine großen Widersacher, das Adelsgeschlecht der Billunger, verwickelten Adalbert deshalb immerzu in Streitigkeiten, wo es um Ländereien und andere Weltdinge ging, denn der engagierte Bischof Adalbert war in eine Vielzahl von ungewöhnlichen Machenschaften verwickelt. Was für Adalbert von Hamburg-Bremen galt, war auch für seine Vorgänger nicht ungewöhnlich. Müssen wir also das Bild von einem „reinen Geistlichen Stand“ im Mittelalter, dass wir in der Schule gelernt haben, dann sogar revidieren? Diese Hausarbeit wird zeigen, dass die Beziehungen im Mittelalter, die zwischen weltlichen und geistlichen Stand herrschten, nicht ganz so einfach zu verstehen waren, sondern einer hohen Komplexität unterlagen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Quellenkritik
- Der Chronist Adam von Bremen
- Adams Gesta Hammaburgensis ecclesiae pontificum
- Auseinandersetzungen zwischen dem Erzbistum Hamburg-Bremen und dem Herzoghaus der Billunger im 11. Jahrhundert
- Historischer Überblick
- Erste Streitigkeiten zwischen den Erzbischöfen und den Billungern
- Konflikte in der Amtszeit Adalberts von Hamburg-Bremen
- Der Sturz Adalberts
- Schluss
- Quellen und Forschungsliteratur
- Quellen
- Forschungsliteratur
- Anmerkungen
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit befasst sich mit den Beziehungen zwischen den Erzbischöfen der Diözese Hamburg-Bremen und dem sächsischen Adelsgeschlecht der Billunger im 11. Jahrhundert. Der Fokus liegt auf den Konfliktsituationen, die während der Amtszeit von Adalbert entstanden sind. Die Arbeit analysiert den Ursprung dieser Konflikte, die in die Zeit von Erzbischof Unwan und Bezelin zurückzuführen sind, und untersucht, ob sich diese Konflikte negativ auf die Amtszeit Adalberts ausgewirkt haben.
- Die Beziehungen zwischen dem Erzbistum Hamburg-Bremen und dem Adelsgeschlecht der Billunger
- Die Konflikte zwischen den Erzbischöfen und den Billungern im 11. Jahrhundert
- Die Rolle des Erzbischofs Adalbert in den Konflikten
- Der Ursprung der Konflikte zwischen dem Erzbistum und den Billungern
- Die Quellenkritik der „Gesta Hammaburgensis exlessiae pontificum“ von Adam von Bremen
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Thematik der Hausarbeit ein und stellt die zentrale Frage nach den Beziehungen zwischen den Erzbischöfen von Hamburg-Bremen und den Billungern im 11. Jahrhundert, insbesondere im Kontext der Amtszeit von Adalbert.
Das Kapitel „Quellenkritik“ präsentiert Adam von Bremen als Chronisten und sein Werk, die „Gesta Hammaburgensis ecclesiae pontificum“, als zentrale Quelle für die Untersuchung. Es werden Adams Leben, sein Wirken und die Entstehung des Werkes beleuchtet.
Der Abschnitt „Auseinandersetzungen zwischen dem Erzbistum Hamburg-Bremen und dem Herzoghaus der Billunger im 11. Jahrhundert“ bietet einen historischen Überblick über die Entstehung des Bistums Bremen und die Rolle der Billunger im sächsischen Raum. Die Kapitel 3.2 bis 3.4 befassen sich mit den ersten Streitigkeiten zwischen den Erzbischöfen und den Billungern, den Konflikten während der Amtszeit Adalberts und seinem Sturz.
Schlüsselwörter
Die Hausarbeit konzentriert sich auf die Beziehungen zwischen dem Erzbistum Hamburg-Bremen und dem sächsischen Adelsgeschlecht der Billunger im 11. Jahrhundert. Schlüsselbegriffe sind: Erzbistum Hamburg-Bremen, Billunger, Adalbert, Konflikte, Quellenkritik, „Gesta Hammaburgensis ecclesiae pontificum“, Adam von Bremen, Missionstätigkeit, Nordeuropa, Sachsen, König Otto I., Herzogtitel, Kirchenpolitik, Geschichte der Erzbischöfe von Hamburg-Bremen.
Häufig gestellte Fragen
Wer war Erzbischof Adalbert von Hamburg-Bremen?
Ein einflussreicher Geistlicher des 11. Jahrhunderts, der neben seinen kirchlichen Aufgaben stark in Weltgeschäfte und Machtkämpfe verwickelt war.
Wer waren die Billunger?
Ein mächtiges sächsisches Adelsgeschlecht, das als Herzoghaus in ständiger Konkurrenz und im Streit um Ländereien mit dem Erzbistum Hamburg-Bremen stand.
Welche Quelle berichtet über diese Konflikte?
Die Hauptquelle ist die „Gesta Hammaburgensis ecclesiae pontificum“ des Chronisten Adam von Bremen.
Worum ging es in den Streitigkeiten meistens?
Es ging primär um Machtstrukturen, Ländereien und den Einfluss im sächsischen Raum sowie die Missionstätigkeit in Nordeuropa.
Führten die Konflikte zum Sturz Adalberts?
Ja, die Arbeit untersucht, wie die Auseinandersetzungen mit den Billungern und anderen weltlichen Mächten letztlich zum Sturz des Erzbischofs beitrugen.
- Quote paper
- Bachelor of Arts Andrej Wolf de Oliveira (Author), 2007, Problematische Beziehungen zwischen den Erzbischöfen von Hamburg-Bremen und dem Adelsgeschlecht der Billunger im 11. Jahrhundert, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/180264