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Die Entwicklung eines Controlling-Konzeptes zur effizienten Steuerung von Operationellen Risiken im Risikomanagement nach Basel II

Title: Die Entwicklung eines Controlling-Konzeptes zur effizienten Steuerung von Operationellen Risiken im Risikomanagement nach Basel II

Diploma Thesis , 2003 , 65 Pages , Grade: 2,6

Autor:in: Sarina Bansal (Author)

Business economics - Controlling
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Summary Excerpt Details

Zu den ältesten Bankenrisiken überhaupt zählen die operationellen Risiken.1 Sie können in
allen Teilbereichen eine r Bank auftreten. Diese Risiken gehen im Gegensatz zu den bisher
abgegrenzten Risikokategorien aus bankinternen Faktoren hervor.2 Die Wahrscheinlichkeit
eines Eintritts solch eines Risikos ist höher als die der Kredit- und Marktrisiken. Daher ist es
erstaunlich, dass den operationellen Risiken bislang wenig Beachtung geschenkt wurde. Die
Konsequenzen aus diesen Risiken können fatal für eine Bank sein.3 Erst durch das Auftreten
zahlreicher Verluste von Banken in jüngster Vergangenheit wurde ihnen eine größere Bedeutung
zugemessen. Eines der spektakulärsten Fälle ist die Insolvenz der britischen Barings-
Bank im Februar 1995.4 Die Ursache des Untergangs ist auf operationelle Risiken in Form
eines inadäquaten Kontrollsystems und schwerwiegender Führungs- und Aufsichtsmängel
zurückzuführen. Nick Leeson, der Händler und zugleich Kontrollorgan dieser Bank war, soll
durch riskante Spekulationen mit offenen Index- Futurekontrakten den Zusammenbruch der
Barings- Bank verursacht haben. Leesons unautorisierten Geschäfte und kriminellen Transaktionen
verursachten einen Verlust von mehr als 1,3 Mrd. Dollar.
Dieser Fall verdeutlicht die Auswirkung operationeller Risiken auf das Bankengeschäft. Nicht
zuletzt deswegen beschäftigen sich zurzeit die Aufsicht sbehörden im Rahmen der neuen Eigenkapitalvereinbarung
des Basler Ausschusses mit diesen Risiken. Neu an der Regulierung
ist, dass nun- neben den Kredit- und Marktrisiken- auch operationelle Risiken mit Eigenkapital
unterlegt werden sollen. Dabei muss sich das Risikomanagement jeder einzelnen Bank auf
operationelle Risiken ausweiten. Die Mitglieder des Basler Ausschusses für Bankenaufsicht
haben hierzu in einem Rahmenkonzept Grundsätze verfasst, an die sich die nationalen Aufsichtsbehörden
bei der Beurteilung des internen Kontrollsystems der Banken halten sollen.5
Eines der bedeutenden Aufgaben kommt daher dem Risikocontrolling zu, dessen Funktionsfähigkeit
Voraussetzung ist für einen soliden Bankbetrieb und für das Erreichen langfristig
angestrebter Rentabilität.6 [...]

1 Vgl. Piaz, J.-M. (2002), S. 3.
2 Vgl. Adam, K. G. (2000), S. 212.
3 Vgl. Bessis, J. (1998), S. 5.
4 Vgl. Tschoegl, A. E. (2000), S. 107.
5 Vgl. Van den Brink, G. J. (2001), S. 119.
6 Vgl. ebenda, S. 118.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Operationelle Risiken

2.1 Unterteilung der Operationellen Risiken

2.1.1 Personenrisiken

2.1.2 Systemrisiken

2.1.3 Prozessrisiken

2.1.4 Externe Risiken

2.2 Säule 1

2.3 Säule 2

2.4 Säule 3

3. Risikocontrolling als Teilbereich des Risikomanagement

3.1 Gesetzliche Anforderungen

3.2 Aufgaben des Risikocontrollings

3.2.1 Risikoidentifikation

3.2.2 Risikobewertung

3.2.3 Risikosteuerung

3.2.4 Risikoreporting

3.3 Vorbereitungsstand der Banken auf Operationelle Risiken

4. Controlling- Konzept für Operationelle Risiken

4.1 Identifikation von Personenrisiken

4.1.1 Indikatoren für Personenrisiken

4.1.2 Steuerung von Personenrisiken

4.2 Identifikation von Systemrisiken

4.2.1 Indikatoren für Systemrisiken

4.2.2 Steuerung von Systemrisiken

4.3 Identifikation von Prozessrisiken

4.3.1 Indikatoren für Prozessrisiken

4.3.2 Steuerung von Prozessrisiken

4.4 Reporting von Operationellen Risiken

5. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit zielt darauf ab, basierend auf der Definition des Basler Ausschusses für Bankenaufsicht, ein effizientes Controlling-Konzept für operationelle Risiken zu entwickeln. Dabei wird aufgezeigt, wie diese Risiken mittels Indikatoren aussagekräftig abgebildet und durch Risikosteuerungsmaßnahmen effizient gesteuert werden können, um den Anforderungen von Basel II gerecht zu werden.

  • Definition und Kategorisierung operationeller Risiken (Personen-, System-, Prozess- und externe Risiken).
  • Analyse der regulatorischen Rahmenbedingungen und der Basler Drei-Säulen-Struktur.
  • Konzeption der Risikocontrolling-Aufgaben: Identifikation, Bewertung, Steuerung und Reporting.
  • Entwicklung konkreter Indikatoren und Maßnahmen zur Steuerung interner Risiken.
  • Beispielhafte Reporting-Struktur für das Risikomanagement.

Auszug aus dem Buch

4.1 Identifikation von Personenrisiken

Die Hauptursachen der Personenrisiken können in der Arbeitsüberlastung, der unzureichenden Vergütung und der fehlenden Teamintegrität gesehen werden.

Ist ein Mitarbeiter mit seiner Arbeit überlastet, muss er Überstunden machen, um mit der Arbeit voranzukommen. Die ständige Mehrarbeit als üblich kann Frustrationen auslösen, welche den Mitarbeiter zunehmend unzufriedener macht, je länger er sich in der Situation befindet. Es kann ihn zum einen dazu veranlassen, das Unternehmen, in dem er arbeitet, zu betrügen, indem er Betriebsgut stiehlt, beschädigt oder einfach seine Kompetenzen überschreitet. Zum anderen kann er auf die Idee kommen, sich eine andere Arbeit in einem anderen Unternehmen zu suchen. Dies hat die Fluktuation des Mitarbeiters zur Folge, welches für das Unternehmen eng mit dem Verlust seines Wissens verbunden ist. Die Überlastung durch die Arbeit kann auch Stresssituationen hervorrufen, die sogar in Krankheit ausarten können, wenn die Psyche stark belastet wird, oder in vermehrte Abwesenheit resultieren, um die Arbeit zu umgehen. In diesen Fällen wird die Arbeit vernachlässigt oder verspätet erfüllt. Sie hat eine Verzögerung des operativen Geschäfts zur Folge. Die Kunden werden durch die verspätete Erfüllung der Unternehmensleistungen zunehmend unzufriedener und fallen schließlich aus.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt die Bedeutung operationeller Risiken für Banken und begründet die Relevanz einer Integration in ein Risikomanagementsystem gemäß Basel II.

2. Operationelle Risiken: Definiert operationelle Risiken, unterteilt diese in Kategorien und erläutert die Struktur der Basler Drei-Säulen-Vereinbarung.

3. Risikocontrolling als Teilbereich des Risikomanagement: Erläutert die Aufgaben des Controllings, die gesetzlichen Anforderungen und stellt die vier Phasen des Risikocontrolling-Prozesses vor.

4. Controlling- Konzept für Operationelle Risiken: Entwickelt spezifische Ansätze zur Identifikation und Steuerung von Personen-, System- und Prozessrisiken mittels Indikatoren und Maßnahmen.

5. Fazit: Fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, Risikocontrolling kontinuierlich an die Unternehmensstrategie anzupassen.

Schlüsselwörter

Operationelle Risiken, Basel II, Risikocontrolling, Risikoidentifikation, Risikobewertung, Risikosteuerung, Risikoreporting, Personenrisiken, Systemrisiken, Prozessrisiken, Risikoindikatoren, Eigenkapitalunterlegung, Baumanalyse, Risikomatrix, Frühwarnsystem.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung eines Controlling-Konzepts für Banken, um operationelle Risiken im Rahmen der neuen Basler Eigenkapitalvereinbarung effizient zu steuern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Im Zentrum stehen die Kategorisierung operationeller Risiken, die aufsichtsrechtlichen Anforderungen durch Basel II sowie die Implementierung eines Risikocontrolling-Prozesses.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, eine Methode aufzuzeigen, wie Banken operationelle Risiken mittels Indikatoren identifizieren, bewerten und durch gezielte Maßnahmen steuern können.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Zur Risikoanalyse wird die Baumanalyse eingesetzt, um Kausalzusammenhänge zwischen Risikoursachen und -folgen zu identifizieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition der Risikokategorien, die Darstellung der Aufgaben des Risikocontrollings und das konkrete Controlling-Konzept inklusive Reporting-Vorschlägen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen operationelle Risiken, Basel II, Risikocontrolling, Risikoindikatoren, Baumanalyse und Risikomatrix.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen verschiedenen Arten von Personenrisiken?

Die Arbeit differenziert zwischen bewusst und unbewusst verursachtem Fehlverhalten der Mitarbeiter sowie Management- und Qualitätsrisiken.

Welche Rolle spielen Risikoindikatoren in diesem Konzept?

Indikatoren dienen als Frühwarnsystem, um Veränderungen in der Risikointensität frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig steuernd einzugreifen.

Wie wird das Reporting im vorgeschlagenen Konzept gestaltet?

Das Reporting nutzt eine Kombination aus Tabellen, Grafiken und verbalen Erläuterungen, um dem Management eine Entscheidungsgrundlage über die aktuelle Risikosituation zu liefern.

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Details

Title
Die Entwicklung eines Controlling-Konzeptes zur effizienten Steuerung von Operationellen Risiken im Risikomanagement nach Basel II
College
University of Cooperative Education Berlin  (Berliner Bank AG)
Grade
2,6
Author
Sarina Bansal (Author)
Publication Year
2003
Pages
65
Catalog Number
V17989
ISBN (eBook)
9783638224185
Language
German
Tags
Entwicklung Controlling-Konzeptes Steuerung Operationellen Risiken Risikomanagement Basel
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sarina Bansal (Author), 2003, Die Entwicklung eines Controlling-Konzeptes zur effizienten Steuerung von Operationellen Risiken im Risikomanagement nach Basel II, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/17989
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