In meinem Vortrag möchte ich das Wesentliche der verbalen und nonverbalen Kommunikation darstellen, wobei sich meine Konzentration beim zweiten Problem auf den Begriff „Gestik“ richten wird. All die Phänomene werden aus semiotischer Sicht skizziert.
Inhaltsverzeichnis
1. Verbale und nonverbale Kommunikation, Gestik (innerhalb der Semiotik)
1.1 Was ist Semiotik?
2. Nonverbale Kommunikation
2.1 Definition der nonverbalen Kommunikation
2.2 Verbale, vokale und nonverbale Kommunikation
2.3 Pansemiotische Sicht, unilaterale Semiose und bilaterale Kommunikation
3. Körpersprache und Gestik
3.1 Definition und Begriffsklärung Gestik
3.2 Klassifizierung von Gesten nach Ekman und Friesen
3.2.1 Unterklassen der Illustratoren
3.3 Klassifizierung nach Objektrelation
3.4 Arbitrarität der Gesten und Differenzierung von Praxis und Semiose
3.4.1 Gliederung kommunikativer Gesten nach Greimas
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit verfolgt das Ziel, das Wesen verbaler und nonverbaler Kommunikation unter besonderer Berücksichtigung der Gestik aus einer semiotischen Perspektive zu beleuchten und zentrale theoretische Modelle zur Analyse dieser Phänomene darzustellen.
- Semiotische Grundlagen und Zeichentheorie
- Definitionen und Abgrenzungen nonverbaler Kommunikation
- Klassifikationssysteme für Gestik (u.a. Ekman & Friesen)
- Abgrenzung zwischen gestischer Praxis und gestischer Kommunikation
Auszug aus dem Buch
Die Klassifizierung von Gesten nach Ekman und Friesen
Zum besseren Verstehen der Gesten ist auch deren Klassifizierung notwendig, deswegen werde ich mich des Weiteren damit beschäftigen. Ich möchte die Klassifikation von Ekman und Friesen darstellen, die fünf folgende Kategorien unterscheiden:
1) Embleme: Gesten, „die eine direkte sprachliche Übersetzung oder eine lexikalische Bedeutung haben“. Ein Emblem kann sprachliche Äußerung, die die Gesten begleitet, wiederholen oder auch ersetzen.
2) Illustratoren: auch als „Gestikulation“ bezeichnet; das sind Gesten in Verbindung mit der gesprochener Sprache.
3) Regulatoren: das sind redebegleitende Gesten, von denen die verbale Interaktion zwischen Sprechern und Hörern gesteuert wird.
4) Affektäußerungen: nonverbale Formen des Emotions- und Affektausdrucks.
5) Körpermanipulatoren: das sind Gesten, in denen der Sender seinen eigenen Körper oder ein beliebiges Objekt manipuliert (z.B. sich am Kopf kratzen, Lippen lecken oder mit einem Bleistift spielen). Solche Handlungen fungieren beispielsweise als nonverbale Reaktionen auf schwierige Situationen.
Zwei von den obigen Arten kann man als redebegleitende Gesten bezeichnen, das sind: Illustratoren und Regulatoren. Sie verlaufen parallel zur Rede und ergänzen sie. Bei den Illustratoren lassen sich acht weitere Unterklassen unterscheiden: 1) Betonungsgesten: dienen zur Hervorhebung einzelner Wörter; 2) Unterstreichungsgesten: sie heben schon ganze Sätze hervor; 3) Ideographe: sie skizzieren die Richtung eines Gedankens; 4) Kinetographe: sie bilden Handlungen ab; 5) Piktographe: sie stellen Objekte dar; 6) Rhythmische Gesten: sie bilden den Rhythmus oder das Tempo eines Ereignisses ab; 7) Räumliche Gesten: sie bilden Räume ab; 8) Deiktika: sie weisen auf Objekte hin.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Verbale und nonverbale Kommunikation, Gestik (innerhalb der Semiotik): Dieses Kapitel führt in die semiotischen Grundlagen ein und definiert Zeichenprozesse als Basis für die weiterführende Analyse.
2. Nonverbale Kommunikation: Hier wird der Terminus der nonverbalen Kommunikation definiert und in Relation zu linguistischen Ansätzen wie Pikes "Unified Theory of Human Behavior" gesetzt.
3. Körpersprache und Gestik: Dieses Kapitel widmet sich der detaillierten Klassifizierung von Gesten und der theoretischen Trennung von praktischem Handeln und gestischer Kommunikation.
Schlüsselwörter
Semiotik, nonverbale Kommunikation, Körpersprache, Gestik, Zeichentheorie, Semiose, Geste, Gebärde, Ekman und Friesen, Illustratoren, Regulatoren, Arbitrarität, Greimas, Kommunikation, Zeichensprache
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht das menschliche Zeichenverhalten, mit Fokus auf die Unterscheidung zwischen verbaler und nonverbaler Kommunikation sowie einer detaillierten Analyse der Gestik.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Themen umfassen semiotische Grundlagen, verschiedene Klassifikationen von Gesten und die differenzierte Betrachtung nonverbaler Kommunikationsformen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die semiotische Skizzierung von Kommunikationsphänomenen, um ein besseres Verständnis für die Ausdruckspotenziale des menschlichen Körpers zu schaffen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wird eine theoretisch-analytische Methode angewandt, die auf semiotischen Modellen und existierenden kommunikationswissenschaftlichen Theorien basiert.
Was ist der Inhalt des Hauptteils?
Der Hauptteil behandelt die Definitionen nonverbaler Kommunikation, die Klassifizierungsmodelle nach Ekman und Friesen sowie die Abgrenzung von gestischer Praxis und Kommunikation.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Semiotik, nonverbale Kommunikation, Gestik, Geste, Zeichentheorie und Kommunikationsforschung bilden das begriffliche Fundament.
Wie unterscheiden sich "Illustratoren" und "Regulatoren"?
Illustratoren begleiten die Sprache bildhaft oder ergänzend, während Regulatoren primär der Steuerung des Gesprächsflusses zwischen Sprecher und Hörer dienen.
Warum trennt die Arbeit zwischen gestischer Praxis und gestischer Kommunikation?
Die Trennung erfolgt, um Handlungen mit reiner Zweckorientierung (Praxis) von Handlungen abzugrenzen, die gezielt zur Übermittlung von Botschaften (Kommunikation) eingesetzt werden.
- Arbeit zitieren
- mgr Lukasz Tyczkowski (Autor:in), 2010, Verbale und nonverbale Kommunikation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/179762