Die Auswirkung des Verhaltens der Investoren auf dem Kapitalmarkt ist zentraler Gegenstand der Forschungsrichtung Behavioural Finance. Ziel ist es dabei, einen besseren Überblick über die Faktoren zu bekommen, die den Marktteilnehmer bei seinen Entscheidungen und seinem Handeln beeinflussen, sowie die daraus resultierenden Marktbewegungen zu erklären. Aufbauen auf diesen sollen mögliche Anlagestrategien abgeleitet werden. Die vorliegende Arbeit konzentriert sich auf den so genannten Montagseffekt, der durch das nicht vollständig rationale Verhalten der Anleger ausgelöst wird. Auf der Basis des Artikels „ On the behavioural differences between professional and amateur investors after the weekend” von Itzhak Venezia und Zur Shapira (2007) wurde anhand von verschiedenen Regressionsmodellen untersucht, ob der Wochenendeffekt im Zeitraum von 2005 bis 2008 auch am deutschen Kapitalmarkt empirisch nachgewiesen werden kann. Ziel der Arbeit ist es festzustellen, ob diese Kalenderanomalie noch existiert oder mittlerweile durch die bestehende Literatur und die darauf folgenden Reaktionen auf dem Finanzmarkt verschwunden ist. Die Ergebnisse der empirischen Untersuchungen zeigen einen signifikanten Montagseffekt für die beobachtete Kundengruppe an privaten Investoren in dieser Periode. Allerdings ist es fraglich, ob ein Montagseffekt auch auf dem gesamten deutschen Kapitalmarkt existierte.
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Tabellenverzeichnis
Symbolverzeichnis
Vorwort
1. Kapitalmarktanomalien und ihre Erklärungsansätze
1.1 Theoretische Grundlagen
1.2 DerMontagseffekt
1.2.1 Hypothesen zu Erklärung der Montagsanomalie
1.2.1.1 Trading TimeHypothese
1.2.1.2 Calendar Time Hypothese
1.2.1.3 Closed Market Hypothese
1.2.1.4 Information Processing Hypothese
1.2.15 Die Auswirkungen des unterschiedlichen Verhaltens privater und institutioneller Investoren
1.2.1.6 Die Korrelation der Renditen
1.2.1.7 Blue Monday Hypothese
1.2.2 Aktuelle Forschungsergebnisse
1.2.3 Zwischenfazit
2. Empirische Untersuchungen des Montagseffekts auf dem deutschen Kapitalmarkt
2.1 Definitionen und Begriffsbestimmungen
2.2 Ausgangspunkt der Untersuchungen
2.3 Darstellung der Datenbasis
3. Ergebnisse der empirischen Untersuchung
3.1 Allgemeine Darstellung der Transaktionen
3.2 Deskriptive Statistik der Datenbasis
3.3 Methodologie
3.4 Regressionsmodelle zur Überprüfung eines signifikanten Montagseffekts
3.4.1 Einfaches lineares Regressionsmodell
3.4.2 Multiple lineare Regressionsmodelle
3.4.3 Zeitreihenmodelle
3.4.4 Auswirkungen der Finanzkrise auf das Handelsgeschehen
3.4.5 SpezielleBetrachtung deutscherAktien
4. Fazit und Ausblick
Anhang
Literaturverzeichnis
Häufig gestellte Fragen
Was ist der sogenannte „Montagseffekt“ am Kapitalmarkt?
Der Montagseffekt ist eine Kalenderanomalie, bei der die Aktienrenditen am Montag signifikant niedriger oder negativer ausfallen als an anderen Wochentagen.
Wie erklärt die Behavioural Finance diesen Effekt?
Der Effekt wird oft durch das nicht vollständig rationale Verhalten privater Anleger erklärt, die über das Wochenende Informationen anders verarbeiten als institutionelle Investoren.
Existiert der Montagseffekt auf dem deutschen Markt noch?
Die empirische Untersuchung für den Zeitraum 2005 bis 2008 zeigt einen signifikanten Montagseffekt für private Investoren, auch wenn er am Gesamtmarkt schwächer sein mag.
Was besagt die „Blue Monday Hypothese“?
Diese Hypothese führt den Montagseffekt auf die schlechtere Stimmung der Anleger zu Wochenbeginn zurück, was sich negativ auf deren Handelsentscheidungen auswirkt.
Welche Regressionsmodelle wurden in der Studie verwendet?
Zur Überprüfung wurden einfache lineare Regressionsmodelle, multiple Modelle sowie Zeitreihenmodelle unter Berücksichtigung der Finanzkrise eingesetzt.
- Quote paper
- Isabel Scheckenbach (Author), 2010, Der private Investor und der Montagseffekt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/179232