Ziel der Arbeit ist die Darstellung der
Auswirkungen der zukünftigen Demographischen
Entwicklung auf den Immobilienmarkt
in Deutschland. Von besonderem
Interesse sind die schrumpfenden Regionen
innerhalb Deutschlands. Das heißt Regionen,
welche in Zukunft durch die natürliche
Abnahme der Bevölkerung und durch Abwanderungsprozesse
besonders stark unter
der Demographischen Entwicklung leiden
werden. Der Fokus der hier angestellten
Betrachtungen soll auf diese Räume gelegt
werden. Sie können allerdings nur durch
regionale oder lokale Wohnungsmarktanalysen
exakt definiert werden. Daher werden
die gemachten Aussagen nicht auf geographische
Räume, sondern auf Raumkategorien
bezogen.
In dauerhaft schrumpfenden Räumen steht
die Immobilienwirtschaft vor dem Problem,
für die bereits vorhandenen Wohnimmobilien
auf keine ausreichende Nachfrage
zurückgreifen zu können. Das legt es nahe,
über Handlungsoptionen nachzudenken,
welche eine dauerhafte Vermarktbarkeit
von Wohnimmobilien für die Immobilienwirtschaft
in schrumpfenden Räumen ermöglichen.
Langfristig ist es notwendig,
die Vermarktbarkeit verschiedener Wohnimmobilien
zu untersuchen, um eine nachhaltige
Lösung für ein wirtschaftlich rentables
Engagement der Immobilienwirtschaft
in schrumpfenden Räumen zu entwickeln.
Im Hinblick auf einen zu erwartenden
dauerhaften Angebotsüberhang soll
eine Aussage über die zukünftige Vermarktbarkeit
von Wohnimmobilien getroffen
werden.
Im Ergebnis kann, unter Zugrundelegung
der Demographischen Entwicklung und der
dadurch beeinflussten Vermarktbarkeit von
Wohnimmobilien, eine Aussage darüber
getroffen werden, welche Handlungsoption
der Wohnungswirtschaft, als Reaktion auf
die Auswirkungen der Demographischen
Entwicklung, die sinnvollste ist. Ein dauerhafter Leerstand über einer Mobilitätsreserve
von 2,5% bedeutet aber erhebliche
finanzielle Schäden für die Wohnungswirtschaft.
Dieser Tatsache soll durch
die Diskussion verschiedener Handlungsmöglichkeiten
entgegengewirkt werden.
Dazu werden fünf mögliche Richtungen
dargestellt und diskutiert. Neben der Aufwertung,
der Stillegung, der Umnutzung
und dem Verkauf der Immobilien stellt der Rückbau eine wichtige
Option bei einem
langfristigen
Wohnungsüberangebot
dar. Ansonsten ist eine
wirtschaftliche Vermarktung
der Immobilien
nicht auf Dauer
gesichert. [...]
Inhaltsverzeichnis
- Vorbemerkungen
- ZUR ORGANISATION DIESER DIPLOMARBEIT
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Diplomarbeit befasst sich mit den Auswirkungen der demographischen Entwicklung auf den Immobilienmarkt, insbesondere in schrumpfenden Räumen. Sie untersucht die Vermarktbarkeit von Wohnimmobilien in diesem Kontext.
- Analyse der demographischen Entwicklung und ihrer Auswirkungen auf den Immobilienmarkt
- Untersuchung der Vermarktbarkeit von Wohnimmobilien in schrumpfenden Räumen
- Bedeutung von Faktoren wie Wohnungsangebot, Nachfrage und Preisentwicklung
- Analyse der Herausforderungen und Chancen für den Immobilienmarkt in schrumpfenden Räumen
Zusammenfassung der Kapitel
- Vorbemerkungen: Einleitung in die Thematik der demographischen Entwicklung und ihre Auswirkungen auf den Immobilienmarkt, Vorstellung der Forschungsfrage und der Methodik.
- ZUR ORGANISATION DIESER DIPLOMARBEIT: Erläuterung der Gliederung der Arbeit und der verwendeten Quellen.
Schlüsselwörter
Demographische Entwicklung, Immobilienmarkt, Schrumpfende Räume, Vermarktbarkeit, Wohnimmobilien, Angebot, Nachfrage, Preisentwicklung, Herausforderungen, Chancen.
Häufig gestellte Fragen
Wie wirkt sich der demographische Wandel auf den Immobilienmarkt aus?
Durch Bevölkerungsrückgang und Abwanderung sinkt in bestimmten Regionen die Nachfrage, was zu dauerhaftem Leerstand und Preisverfall führen kann.
Was sind 'schrumpfende Räume'?
Dies sind Regionen, die durch eine natürliche Abnahme der Bevölkerung und starke Abwanderungsprozesse gekennzeichnet sind.
Welche Handlungsoptionen hat die Wohnungswirtschaft bei Leerstand?
Diskutiert werden fünf Richtungen: Aufwertung, Stilllegung, Umnutzung, Verkauf und der gezielte Rückbau der Immobilien.
Ab wann gilt Leerstand als finanziell schädlich?
Ein dauerhafter Leerstand, der über eine Mobilitätsreserve von 2,5% hinausgeht, bedeutet erhebliche finanzielle Einbußen für die Eigentümer.
Ist Rückbau eine sinnvolle Lösung?
Bei einem langfristigen Wohnungsüberangebot kann Rückbau notwendig sein, um die wirtschaftliche Vermarktbarkeit des verbleibenden Bestands zu sichern.
- Quote paper
- Ingo Zabel (Author), 2002, Auswirkungen der Demographischen Entwicklung auf den Immobilienmarkt - unter besonderer Betrachtung der Vermarktbarkeit von Wohnimmobilien in schrumpfenden Räumen -, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/17915