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Maßnahmen zur Bekämpfung organisierter Kriminalität in Deutschland und in Europa und ihre Einschätzung aus empirischer Sicht

Title: Maßnahmen zur Bekämpfung organisierter Kriminalität in Deutschland und in Europa und ihre Einschätzung aus empirischer Sicht

Research Paper (undergraduate) , 2011 , 34 Pages , Grade: 1.0

Autor:in: Gerald Ulmer (Author)

Law - Penology
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“Organized crime is a common menace
without a common criminal code.“ (Harfield 2008, S. 484)

Bereits das Eingangszitat suggeriert die Allgegenwärtigkeit von organisierter Kriminalität. Und tatsächlich scheint es so, dass wir organisierter Kriminalität, zumindest der Begrifflichkeit selbst, beinahe täglich begegnen, sei dies in verschiedensten Unterhaltungsprogrammen oder im Rahmen der aktuellen Berichterstattung. Bereits Küster hob hervor, dass es im Hinblick auf organisierte Kriminalität längst nicht mehr um die Frage der Existenz gehe, sondern allenfalls darum, wie stark sie verbreitet sei. Aber wie steht es wirklich um dieses Phänomen? Und vor allem, was kann dieser Form der Kriminalität entgegengehalten werden? D.h., welche Maßnahmen der Bekämpfung der organisierten Kriminalität stehen zur Verfügung und wie wirkungsvoll sind sie?

Die Vielzahl der vorliegenden Phänomene, d.h. der Facettenreichtum der verschiedenen Formen der organisierten Kriminalität wirft bereits Fragen bezüglich der/den, verschiedensten Analysen zugrunde liegenden Definition(en), sowie der Kompatibilität, d.h. der Vergleichbarkeit der Ergebnisse auf. Außerdem wird oftmals, falls überhaupt, nur in beschränktem Umfang auf die zur Anwendung gelangenden Ermittlungsmaßnahmen eingegangen, geschweige denn auf deren Effizienz. Beides, d.h. die Definitionsproblematik und die im Zuge der Bekämpfung der organisierten Kriminalität zur Anwendung gelangenden Maßnahmen und deren Effizienz werden in den folgenden Kapiteln diskutiert und anhand von ausgewählten empirischen Forschungsergebnissen kontrastiert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 ORGANISIERTE KRIMINALITÄT

1.1 UBIQUITÄT UND AMBIGUITÄT - EIN DEFINITIONSPROBLEM

1.2 ARBEITSDEFINITION

2 BEKÄMPFUNG ORGANISIERTER KRIMINALITÄT

2.1 DEUTSCHES RECHT

2.1.1 Gesetz zur Bekämpfung des illegalen Rauschgifthandels und anderer Erscheinungsformen der Organisierten Kriminalität (OrgKG)

2.1.2 Geldwäschegesetz, Gesetz über das Aufspüren von Gewinnen aus schweren Straftaten

2.1.3 „Verbrechensbekämpfungsgesetz“ (Gesetz zur Änderung des Strafgesetzbuches, der Strafprozessordnung und anderer Gesetze)

2.1.4 Gesetz zur Bekämpfung der Korruption

2.1.5 Gesetz zur Verbesserung der Bekämpfung der Organisierten Kriminalität

2.2 EUROPÄISCHES/INTERNATIONALES RECHT

2.3 MAßNAHMEN ZUR BEKÄMPFUNG DER ORGANISIERTEN KRIMINALITÄT – EMPIRISCHE ERKENNTNISSE

3 AUSBLICK

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Maßnahmen zur Bekämpfung organisierter Kriminalität in Deutschland und Europa, wobei sie insbesondere die Diskrepanz zwischen politischer Zielsetzung, rechtlichen Rahmenbedingungen und der tatsächlichen empirischen Wirksamkeit der eingesetzten Ermittlungsmethoden kritisch hinterfragt.

  • Methodische Herausforderungen der Definition und Erfassung organisierter Kriminalität
  • Analyse der nationalen und europäischen Rechtsgrundlagen zur Kriminalitätsbekämpfung
  • Evaluierung der Effizienz spezifischer Ermittlungsmaßnahmen in der Praxis
  • Konflikt zwischen präventiven Sicherheitsbedürfnissen und grundrechtlichen Eingriffen
  • Bedeutung von Kooperations- und Harmonisierungsbestrebungen auf internationaler Ebene

Auszug aus dem Buch

1.1 Ubiquität und Ambiguität - Ein Definitionsproblem

Der Begriff der organisierten Kriminalität ist ein, in vielfältiger Weise und in mannigfaltigen Zusammenhängen, oftmals inflationär, instrumentell, unsachlich und unfundiert gebrauchter Terminus. Beispielhaft sei hier auf die Vielzahl an Diskussionen und Argumentationsweisen gewisser, teilweise politisch getragener, strafrechtlicher und strafprozessualer Reformbestrebungen hingewiesen. Hier spiegelt sich auch die, in der Kapitel Überschrift recht plakativ gewählte Formulierung der Ubiquität wider, und damit, die in engem Zusammenhang stehende Ambiguität dieser Begrifflichkeit.

Die ubiquitäre Verwendungsweise dieses Begriffs und die Vielfältigkeit dieses Phänomens erleichtern keineswegs, eine, der Realität entsprechende, allgemein anerkannte Definition zu finden, noch scheint ein solches Vorhaben überhaupt realistisch, zweckdienlich oder gar möglich.

Dennoch, Definitionen sind dahingehend von Interesse, da sie Beschreibungsansätze liefern, wobei sie aber nicht als einzige Quelle für die Charakterisierung oder gar Kategorisierung von organisierter Kriminalität herangezogen werden können bzw. sollten. Dies einerseits aufgrund des mangelnden Konsens bzw. der Vielfalt verfügbarer Definitionen, andererseits aufgrund des Facettenreichtums der zu beschreibenden Kriminalitätsphänomene, sowie der Eingebundenheit in soziale, gesellschaftliche und wirtschaftliche Strukturen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 ORGANISIERTE KRIMINALITÄT: Dieses Kapitel thematisiert die Allgegenwärtigkeit und definitorische Unschärfe organisierter Kriminalität sowie die Problematik einer präzisen Arbeitsdefinition im deutschen Kontext.

2 BEKÄMPFUNG ORGANISIERTER KRIMINALITÄT: Hier werden die rechtlichen Strategien auf deutscher und europäischer Ebene analysiert und anhand empirischer Erkenntnisse sowie Fallstudien hinsichtlich ihrer Wirksamkeit und methodischen Probleme kritisch beleuchtet.

3 AUSBLICK: Das Schlusskapitel fasst die Notwendigkeit einer grenzüberschreitenden Kooperation und wissenschaftlich fundierten Evaluierungsstrategien zusammen, um den komplexen Herausforderungen durch organisierte Kriminalität effektiv begegnen zu können.

Schlüsselwörter

Organisierte Kriminalität, Strafverfolgung, Ermittlungsmethoden, Definitionsproblematik, Dunkelfeld, Rechtsstaatlichkeit, Geldwäsche, Europäisches Recht, Empirische Forschung, Kriminalpolitik, Kooperation, Kriminalitätsbekämpfung, Bedrohungsanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Phänomen der organisierten Kriminalität unter besonderer Berücksichtigung der in Deutschland und Europa angewandten Bekämpfungsmaßnahmen und deren empirischer Fundierung.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definitionsproblematik, der rechtlichen Ausgestaltung von Ermittlungsbefugnissen, der Effizienz dieser Maßnahmen in der Praxis sowie den Herausforderungen der internationalen polizeilichen Zusammenarbeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, die Diskrepanzen zwischen den gesetzlichen Bestimmungen zur Bekämpfung organisierter Kriminalität und der tatsächlichen Wirksamkeit dieser Maßnahmen im Lichte empirischer Studien aufzuzeigen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse, die kritische Diskussion bestehender Lagebilder und Bedrohungsanalysen sowie die Kontrastierung mit empirischen Forschungsergebnissen zur Evaluierung von Ermittlungspraktiken.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden nationale und europäische Gesetze wie das OrgKG oder das Geldwäschegesetz vorgestellt und deren Anwendung sowie die damit verbundenen Probleme, wie etwa die Beeinträchtigung von Grundrechten oder Verlagerungseffekte, diskutiert.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Organisierte Kriminalität, Ermittlungseffizienz, Rechtsstaatlichkeit und empirische Rechtstatsachenforschung charakterisiert.

Wie unterscheidet sich organisierte Kriminalität von normaler Kriminalität?

Laut der in der Arbeit behandelten Arbeitsdefinition zeichnet sich organisierte Kriminalität durch Gewinn- oder Machtstreben, planmäßige Arbeitsteiligkeit, Dauerhaftigkeit sowie den Einsatz besonderer Strukturen, Gewalt oder Einflussnahme aus.

Warum ist das Dunkelfeld bei der Bekämpfung so problematisch?

Das Dunkelfeld erschwert eine objektive Bewertung der Kriminalitätslage und der Wirksamkeit von Maßnahmen, da statistische Daten primär den Arbeitsnachweis von Behörden darstellen und nicht die tatsächliche Kriminalitätsbelastung widerspiegeln.

Welche Rolle spielen "besonderen Ermittlungsmaßnahmen"?

Sie dienen dazu, staatliche Befugnisse (wie Telefonüberwachung oder verdeckte Ermittler) zu erweitern, um in die oft konspirativen und komplexen Strukturen krimineller Organisationen eindringen zu können, was jedoch Fragen zur Verhältnismäßigkeit aufwirft.

Was schlägt der Autor zur Verbesserung der aktuellen Situation vor?

Der Autor plädiert für eine stärkere Harmonisierung der internationalen Strukturen, die Einbindung wissenschaftlich fundierter Evaluationsstudien sowie eine verbesserte Kooperation zwischen Polizei und Justiz unter Wahrung rechtsstaatlicher Prinzipien.

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Details

Title
Maßnahmen zur Bekämpfung organisierter Kriminalität in Deutschland und in Europa und ihre Einschätzung aus empirischer Sicht
College
Ernst Moritz Arndt University of Greifswald  (Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät, Lehrstuhl Kriminologie)
Grade
1.0
Author
Gerald Ulmer (Author)
Publication Year
2011
Pages
34
Catalog Number
V179139
ISBN (eBook)
9783656015963
ISBN (Book)
9783656016199
Language
German
Tags
Organisierte Kriminalität Maßnahmen zur Bekämpfung Deutschland Europa Empirische Erkenntnisse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Gerald Ulmer (Author), 2011, Maßnahmen zur Bekämpfung organisierter Kriminalität in Deutschland und in Europa und ihre Einschätzung aus empirischer Sicht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/179139
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