CP-Medien, welche lange Zeit eher nebensächliche Kommunikationsinstrumente darstellten, sind heute gefragter denn je. Kommunikationsverantwortliche haben erkannt, dass es sich als durchaus lohnend erweist, Budgets klassischer Kampagnen umzuschichten, um sie für zielgerichtete CP-Maßnahmen einzusetzen.
Am wirksamsten haben sich hierbei Mitarbeiter- und Kundenpublikationen erwiesen, denn sie transportieren Inhalte durch ihren journalistischen Stil glaubwürdiger als kein anderes Medium.
Dabei gilt es jedoch zu beachten, dass die Inhalte individuell an die Zielgruppe angepasst sein müssen, denn nur wer sich angesprochen fühlt, setzt sich auch mit der Botschaft auseinander. Demnach gilt eine CP-Publikation erst dann als erfolgreich, wenn sie neben einer intensiven Nutzung, Botschaften überzeugend vermittelt, das Image stärkt sowie einen positiven Beitrag zur Erhöhung der Kundenbindung und Mitarbeiterloyalität leistet.
Bei der Konzeption und Umsetzung ist eine Zusammenarbeit mit externen Kooperationspartnern wie Redaktionsbüros oder Werbeagenturen ratsam, da unprofessionell aufgemachte Titel reputationsschädigend wirken können.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Corporate Publishing
2.1 Was ist Corporate Publishing
2.1.1 Corporate Media Instrumente
2.1.2 Eigenschaften von CP
2.1.3 Entstehung von CP
2.2 Bedeutung von CP für das CRM
2.3 Wertsteigerung durch CP
3 Kunden- und Mitarbeiterpublikationen
3.1 Arten und Funktionen
3.1.1 Kundenzeitschriften
3.1.2 Kundenmagazine
3.1.3 Hauszeitungen
3.1.4 Mitarbeiterzeitschriften
3.1.5 Werkszeitungen
3.2 Konzeptionelle Unterschiede
3.3 Inhalte
3.4 Konzeptionsschritte
3.5 Finanzierung, Refinanzierung und Kosten
3.6 Aussichten und Trends
4 Schlussbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die strategische Bedeutung von Corporate Publishing als Instrument der internen und externen Unternehmenskommunikation. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch journalistisch aufbereitete Publikationen Vertrauen, Kundenbindung und Mitarbeitermotivation effizient gesteigert werden können.
- Grundlagen und Definition von Corporate Publishing
- Differenzierung von Kunden- und Mitarbeiterpublikationen
- Methodische Konzeptionsschritte für Kommunikationsinstrumente
- Finanzierungsmodelle und Refinanzierungsmöglichkeiten
- Aktuelle Trends wie Storytelling und Couponing
Auszug aus dem Buch
3.2 Konzeptionelle Unterschiede
Kundenmedien richten sich, wie bereits unter 3.1 erwähnt, an externe Publika. Dort sollen sie in erster Linie bestehende Kunden binden und die Öffentlichkeit informieren. Durch eine reizintensive Aufmachung, große Bilder und Informationen über die Produktpalette und -herstellung, erhoffen sich Unternehmen einen positiven Imageaufbau. Dieses Kommunikationsmittel eignet sich hervorragend für Konsumgüter- und Kosmetikmittelanbieter, aber auch für Hersteller exklusiver Gebrauchsgüter, da Produktionsketten durchleuchtet und Unternehmen für den Kunden transparent gemacht werden (vgl. 3.1.1/3.1.2).
Kundenpublikationen haben meist einen Zeitschriften- oder Magazincharakter, um den Lesegewohnheiten ihrer Rezipienten entgegen zu kommen. Man soll nicht das Gefühl haben, einen Werbeprospekt zu lesen, sondern soll sich vielmehr interessehalber mit dem Medium auseinandersetzen. Verschiedene Informationssparten, interessant aufgemachte Inhalte, abwechslungsreiche Seitenlayouts sowie hochwertige Papierqualität und Bindung verleiten zur intensiven Auseinandersetzung mit dem Medium. Man erzählt gerne darüber, reicht es weiter an Freunde oder bewahrt es auf – es sollen Multiplikatoreffekte generiert werden. Bei der Konzeption und Umsetzung ist eine Zusammenarbeit mit externen Kooperationspartnern wie Redaktionsbüros oder Werbeagenturen ratsam, da unprofessionell aufgemachte Titel reputationsschädigend wirken können.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die strategische Relevanz von Unternehmenskommunikation zur Steigerung von Effizienz und Kundenbindung in Zeiten knapper Budgets.
2 Corporate Publishing: Dieses Kapitel definiert Corporate Publishing als journalistisches Kommunikationsinstrument und erläutert dessen historische Entstehung sowie die Bedeutung für CRM und Markenwertsteigerung.
3 Kunden- und Mitarbeiterpublikationen: Der Hauptteil differenziert verschiedene Formate wie Kundenmagazine und Mitarbeiterzeitschriften und beschreibt deren spezifische Funktionen, Inhalte, Konzeptionsschritte und Finanzierungsaspekte.
4 Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass eine strategisch integrierte Kommunikation entscheidend ist, um interne wie externe Zielgruppen erfolgreich zu binden und Reputationsrisiken durch unprofessionelle Umsetzung zu vermeiden.
Schlüsselwörter
Corporate Publishing, Kundenbindung, Mitarbeitermotivation, Unternehmenskommunikation, Kundenmagazine, Mitarbeiterzeitschriften, CRM, Storytelling, Couponing, Markenführung, Journalismus, Kommunikationsstrategie, Pressearbeit, Reichweite, Dialogmarketing.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der strategischen Rolle von Corporate Publishing-Instrumenten zur Steigerung der Unternehmensreputation sowie der Bindung von Kunden und Mitarbeitern.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Differenzierung von Kunden- und Mitarbeiterpublikationen, deren Konzeption, Finanzierung und der Einbindung in den allgemeinen Kommunikations-Mix.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, den Nutzen journalistisch orientierter Unternehmensmedien aufzuzeigen und Strategien für eine effiziente Konzeption und Umsetzung zu vermitteln.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine fundierte Literaturanalyse genutzt, ergänzt durch die Auswertung bestehender Branchenstudien und Expertenlexika zur Public Relations.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden die verschiedenen Arten von Publikationen, ihre inhaltliche Gestaltung, die Prozesse von der Planung bis zur Erfolgskontrolle sowie die Möglichkeiten der Refinanzierung detailliert analysiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Corporate Publishing, Kundenbindung, interne Kommunikation, Markenimage, journalistischer Stil und crossmediale Vernetzung.
Welche Rolle spielt das "Storytelling" laut dem Autor?
Der Autor sieht im Storytelling ein wichtiges Hilfsmittel der Emotions- und Informationsvermittlung, das komplexe Sachverhalte greifbarer macht und zur Markenbindung beiträgt.
Wie unterscheidet sich die Finanzierung von CP-Medien?
Während die meisten Medien aus Marketingbudgets finanziert werden, bieten Kundenpublikationen Refinanzierungsmöglichkeiten durch Fremdanzeigen, bezahlte PR-Beiträge oder den Verkauf am Point of Sale.
- Quote paper
- Christian Müller (Author), 2009, Corporate Publishing - Eigenschaften, Formen, Bedeutung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/178792