Das Wort Mensch ist eines derjenigen Wörter, die vielen Sprechern des Deutschen allerlei Schwierigkeiten bei der Deklination bereiten. Es gehört zu den schwach deklinierten Maskulina, bei denen zum einen vermehrt Unsicherheiten bei der Genitivbildung auftreten, zum anderen eine Tendenz dazu besteht, im Dativ und im Akkusativ die Kasusendung wegzulassen. Ein Zweifelsfall besteht dann darin, ob dieses Weglassen der Endung korrekt ist oder nicht. Heißt es also des Menschen oder des Menschens und heißt es dem Menschen oder doch dem Mensch?
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Deklinationsprobleme bei schwachen Maskulina als Zweifelsfall
- Erhebungsverfahren
- Korpusrecherche
- Umfrage
- Abschließende Betrachtung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit der Deklination des Wortes "Mensch" im Deutschen und untersucht die Schwierigkeiten, die viele Sprecher bei der Bildung der Genitiv-, Dativ- und Akkusativformen haben. Ziel ist es, das Phänomen der Deklinationsprobleme bei schwachen Maskulina als sprachlichen Zweifelsfall zu analysieren und die Ursachen für die Unsicherheiten bei der Verwendung der verschiedenen Formen zu erforschen.
- Definition des sprachlichen Zweifelsfalls
- Untersuchung der Deklinationsformen von "Mensch" im standardsprachlichen Usus
- Analyse der Nutzung von "Mensch" in zwei Tageszeitungen
- Bewertung der Ergebnisse einer Umfrage in der Würzburger Innenstadt
- Überprüfung der Hypothese, dass die Genitivform "Menschens" zukünftig häufiger vorkommen wird
Zusammenfassung der Kapitel
- Die Einleitung führt das Thema der Deklinationsprobleme bei schwachen Maskulina anhand des Wortes "Mensch" ein und stellt die Zielsetzung der Arbeit sowie die angewandten Methoden vor.
- Das zweite Kapitel definiert den sprachlichen Zweifelsfall und beleuchtet die unterschiedlichen Perspektiven der Nachschlagewerke "Duden" und "Wahrig" auf die Deklinationsprobleme des Wortes "Mensch".
- Das dritte Kapitel beschreibt die Ergebnisse der Korpusrecherche und der Umfrage, die durchgeführt wurden, um die tatsächliche Verwendung der fraglichen Wortformen in der heutigen Sprache zu untersuchen.
Schlüsselwörter
Schwach deklinierte Maskulina, sprachlicher Zweifelsfall, Deklinationsprobleme, Genitivbildung, Dativ und Akkusativ, Korpusrecherche, Umfrage, Sprachwandel, Duden, Wahrig, Sprachgebrauchssituation, Standardsprache, Umgangssprache.
Häufig gestellte Fragen
Warum ist die Deklination von "Mensch" oft problematisch?
Das Wort gehört zu den schwachen Maskulina, bei denen Sprecher oft unsicher sind, ob im Genitiv, Dativ oder Akkusativ eine Endung (z.B. -en) gesetzt werden muss.
Heißt es korrekt "des Menschen" oder "des Menschens"?
Standardsprachlich ist "des Menschen" korrekt. Die Form "des Menschens" gilt als sprachlicher Zweifelsfall und tritt vermehrt im Zuge des Sprachwandels auf.
Was ist die Tendenz bei der Dativ- und Akkusativbildung?
Es besteht eine starke Tendenz, die Kasusendung wegzulassen (z.B. "dem Mensch" statt "dem Menschen"), was besonders in der Umgangssprache verbreitet ist.
Wie unterscheiden sich Duden und Wahrig in dieser Frage?
Die Arbeit analysiert, wie verschiedene Nachschlagewerke diese Zweifelsfälle bewerten und ob sie eher präskriptiv (vorschreibend) oder deskriptiv (beschreibend) vorgehen.
Was ergab die Umfrage zum Sprachgebrauch von "Mensch"?
Die Untersuchung in Würzburg zeigt die tatsächliche Verwendung der Formen im Alltag und prüft, ob sich die Genitivform "Menschens" langfristig durchsetzen könnte.
- Quote paper
- Nils Schmidt (Author), Kirsten Meemann (Author), 2010, Analyse von Deklinationsproblemen bei schwachen Maskulina am Beispiel "Mensch", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/177735