Es ist kein neues Phänomen, dass Menschen in der Hoffnung auf ein besseres Leben ihre Heimat verlassen. Das machen sie schon seit jeher. Doch heute sind - im Gegensatz zu früher-praktisch alle Länder von Zu- oder Abwanderung betroffen, ob als Herkunfts-, Transit-, oder Aufnahmeland (DE WENDEN, C. W. 2009: 16). Im Zeitalter der Globalisierung ist Migra-tion also praktisch zur Selbstverständlichkeit geworden. In den letzten Jahren ist nicht nur die Anzahl der grenzüberschreitenden, sondern auch die der innerstaatlichen Migranten drastisch gestiegen. Dieses Phänomen ist besonders in den subsaharischen Staaten zu beobachten. Doch leider ist die Binnenmigration erst in den letzten Jahren mehr in den Mittelpunkt internationaler Konferenzen gerückt, obwohl sie schon länger einen größeren Anteil als grenzüberschreitende Wanderungen am Migrationsgeschehen ausmacht.
Zunächst behandelt die Arbeit die theoretischen Grundlagen zur Migration. Darauf aufbauend werden vier –für die subsaharischen Staaten bedeutende- Formen der Binnenmigration vorgestellt. Die Problematik derartiger Wanderbewegungen liegt auf der Hand. Die Bekämpfung der Migration geht jedoch nur durch die Bekämpfung der Ursachen. Deshalb spielen diese auch eine zentrale Rolle in dieser Arbeit. Neben der Herausarbeitung der Ursachen ist zudem Kern der Arbeit, die Folgen, die sich aus derartigen Wanderbewegungen für Staaten und ihre Bevölkerung ergeben, aufzuzeigen. Wie der Migrationsprozess, dessen Ursachen und Auswirkungen, konkret in einem afrikanischen Land aussehen, zeigen die Länderbeispiele DR Kongo und Benin.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Innerstaatliche Migration als afrikanisches Krisenphänomen
- Migrationstheoretischer Aspekt
- Triebkräfte und Wanderungsfaktoren
- Formen der Binnenmigration in Subsahara-Afrika
- Flucht vor gewalttätigen Konflikten
- Klima- und umweltbedingte Migration
- Intranationale Wanderarbeit
- Land-Stadt-Wanderung
- Binnenmigration am Beispiel von Benin
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit befasst sich mit der Problematik der Binnenmigration in Subsahara-Afrika. Sie analysiert die theoretischen Grundlagen von Migration und stellt verschiedene Formen der Binnenmigration im subsaharischen Kontext dar. Die Arbeit untersucht die Ursachen und Folgen dieser Wanderbewegungen für die betroffenen Staaten und ihre Bevölkerung. Am Beispiel von Benin wird die konkrete Situation in einem afrikanischen Land beleuchtet.
- Migrationstheoretische Grundlagen
- Triebkräfte und Wanderungsfaktoren der Binnenmigration
- Formen der Binnenmigration in Subsahara-Afrika
- Folgen der Binnenmigration für Staaten und Gesellschaften
- Beispiel Benin
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung
Die Arbeit beleuchtet das Phänomen der Binnenmigration in Subsahara-Afrika, welches in den letzten Jahren stark zugenommen hat. Sie betont die Bedeutung dieses Themas, das trotz seines wachsenden Umfangs bisher wenig Beachtung in internationalen Konferenzen fand.
Innerstaatliche Migration als afrikanisches Krisenphänomen
Dieser Abschnitt stellt fest, dass Afrika als „Kontinent der Flüchtlinge“ bereits in den 1980er Jahren bezeichnet wurde. Die Arbeit erklärt, warum Binnenmigration in Afrika ein bedeutendes Phänomen ist, und beleuchtet die Gründe für die steigende Anzahl von Binnenflüchtlingen.
Migrationstheoretischer Aspekt
Dieser Abschnitt definiert Migration und Binnenmigration und beleuchtet die Herausforderungen der Abgrenzung verschiedener Migrationsformen aufgrund der komplexen und sich überlappenden Faktoren.
Triebkräfte und Wanderungsfaktoren
Dieser Abschnitt erklärt die verschiedenen Faktoren, die Menschen dazu bewegen, ihre Heimat zu verlassen. Er stellt die Bedeutung des Spannungsfelds zwischen Gegenwartserfahrung und Zukunftserwartung heraus, die die Wanderungsentscheidung beeinflussen. Die Arbeit beleuchtet zudem die traditionellen Push- und Pull-Faktoren der Migrationsforschung, welche aus Abwanderungs- und Aufnahmeländern resultieren.
Formen der Binnenmigration in Subsahara-Afrika
Dieser Abschnitt analysiert die verschiedenen Formen der Binnenmigration in Subsahara-Afrika, wie z.B. Flucht vor gewalttätigen Konflikten, Klima- und umweltbedingte Migration, intranationale Wanderarbeit und Land-Stadt-Wanderung.
Schlüsselwörter
Binnenmigration, Subsahara-Afrika, Krisenphänomen, Migrationstheorie, Triebkräfte, Wanderungsfaktoren, Flucht, Konflikt, Klimawandel, Umweltzerstörung, Land-Stadt-Wanderung, Wanderarbeit, Folgen, Herausforderungen.
Häufig gestellte Fragen
Was sind die Hauptgründe für Binnenmigration in Subsahara-Afrika?
Die Hauptursachen sind gewalttätige Konflikte, der Klimawandel (Umweltzerstörung), die Suche nach Arbeit (intranationale Wanderarbeit) und die allgemeine Land-Stadt-Wanderung.
Warum wird Binnenmigration oft unterschätzt?
Obwohl sie zahlenmäßig weitaus bedeutender ist als die grenzüberschreitende Migration, rückte sie erst in den letzten Jahren in den Fokus internationaler Konferenzen.
Was versteht man unter Push- und Pull-Faktoren?
Push-Faktoren sind negative Bedingungen in der Heimat (z. B. Armut, Krieg), die Menschen vertreiben. Pull-Faktoren sind positive Erwartungen an den Zielort (z. B. Jobs, Sicherheit), die Migranten anziehen.
Welche Rolle spielt der Klimawandel bei der Migration in Afrika?
Klimatische Veränderungen führen zu Ernteausfällen und Ressourcenknappheit, was besonders in ländlichen Regionen Subsahara-Afrikas zur Abwanderung in die Städte zwingt.
Wie zeigt sich die Binnenmigration am Beispiel Benin?
Die Arbeit analysiert am Beispiel Benin konkret, wie nationale Wanderungsbewegungen ablaufen und welche sozialen und ökonomischen Folgen sie für die Bevölkerung haben.
- Arbeit zitieren
- Paulina Conrad (Autor:in), 2010, Die Problematik der Binnenmigration in Subsahara-Afrika, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/177000