Die Frage nach der Existenz Gottes wird seit Jahrhunderten gestellt. Und gerade in letzter Zeit gewinnt sie durch den Aufstieg des „neuen Atheismus“ an Aktualität. Der Schirmherr dieser Bewegung, Richard Dawkins, lehnt die Existenz jedes übernatürlichen Wesens ab. Im Gegensatz dazu wollen die meisten Theisten nicht nur die Existenz irgendeines beliebigen Wesens beweisen. Für sie muss Gott bestimmte Eigenschaften, wie z.B. Allmacht, Allgüte und Allweisheit, besitzen. Der Gott, der alle diese Eigenschaften in sich vereinigen kann, ist theistisch. Es geht also in weiten Teilen der Frage nach Gott nicht allein um die Existenz eines übernatürlichen Wesens. Vielmehr geht es um die Existenz eines theistischen Gottes. Aber ist ein Beweis für Gott möglich? Und wenn ja, kann auch bewiesen werden, dass er alle notwendigen Eigenschaften hat? Im Folgenden soll dafür argumentiert werden, dass es nicht geht.
Inhaltsverzeichnis
- Ist die Existenz eines theistischen Gottes beweisbar?
- Was leisten erfolgreiche Beweise für die Existenz Gottes?
- Schwächere Beweise
- Subjektive Überzeugungskraft
- Die Attribute Gottes
- Der ontologische Gottesbeweis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Der Essay untersucht die Möglichkeit, die Existenz eines theistischen Gottes zu beweisen. Der Autor argumentiert, dass ein solcher Beweis aufgrund der komplexen Natur der Gottesbeweise und der subjektiven Überzeugungskraft von Menschen nicht möglich ist.
- Möglichkeit der Beweisführung für die Existenz Gottes
- Kritik an der Schlüssigkeit von Gottesbeweisen
- Rolle der subjektiven Überzeugungskraft bei Gottesbeweisen
- Beweisbarkeit der Attribute Gottes
- Der ontologische Gottesbeweis als Sonderfall
Zusammenfassung der Kapitel
Der Essay beginnt mit der These, dass die Existenz eines theistischen Gottes nicht beweisbar ist. Es wird argumentiert, dass selbst bei schwachen Beweisen, wie in der Mathematik, die Prämissen der Gottesbeweise nicht so offensichtlich sind. Außerdem wird die subjektive Überzeugungskraft von Menschen als weiteres Hindernis für die Akzeptanz von Gottesbeweisen genannt. Der Autor beleuchtet auch die Schwierigkeit, alle Attribute Gottes zu beweisen, da die klassischen Gottesbeweise nur einzelne Eigenschaften, wie Macht oder Weisheit, beleuchten. Der ontologische Gottesbeweis, der die Vollkommenheit Gottes beinhaltet, wird als Ausnahme behandelt.
Schlüsselwörter
Der Essay konzentriert sich auf die Beweisbarkeit der Existenz Gottes, die Kritik an Gottesbeweisen, die Rolle der subjektiven Überzeugungskraft, die Attribute Gottes und den ontologischen Gottesbeweis.
Häufig gestellte Fragen
Ist die Existenz Gottes wissenschaftlich beweisbar?
Der Essay argumentiert, dass ein zwingender logischer oder empirischer Beweis für einen theistischen Gott aufgrund subjektiver Faktoren nicht möglich ist.
Was kennzeichnet einen „theistischen Gott“?
Ein theistischer Gott besitzt Eigenschaften wie Allmacht, Allgüte und Allweisheit und greift aktiv in das Weltgeschehen ein.
Was ist der ontologische Gottesbeweis?
Dies ist ein Beweis, der allein aus dem Begriff Gottes (als vollkommenstes Wesen) dessen notwendige Existenz ableitet.
Warum scheitern viele Gottesbeweise an der Subjektivität?
Weil die Prämissen der Beweise oft nicht für alle Menschen gleichermaßen evident oder akzeptabel sind.
Wer ist Richard Dawkins in diesem Kontext?
Dawkins ist ein bekannter Vertreter des „neuen Atheismus“, der die Existenz übernatürlicher Wesen aus naturwissenschaftlicher Sicht ablehnt.
Können die Attribute Gottes einzeln bewiesen werden?
Die meisten klassischen Beweise versuchen nur einzelne Aspekte (z.B. eine erste Ursache) zu belegen, nicht aber die Kombination aller theistischen Eigenschaften.
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- Jan Hoppe (Autor), 2009, Ist die Existenz eines theistischen Gottes beweisbar?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/176220