Steigender Wettbewerbsdruck im Umfeld international verschmelzender Produktionsnetzwerke mit immer kürzer werdenden Produktlebenszyklen stellen für Unternehmungen neue Herausforderungen dar. In Folge dessen gewinnt gerade die Kombination von Produkten und Dienstleistungen eine immer bedeutendere Rolle auf den globalen Märkten im Wandel der tertiären Ausrichtung. Die vorliegende Seminararbeit befasst sich hierzu mit der Anwendung von Betreibermodellen in kollaborativen Supply Chains. Genauer werden hierbei Chancen und Risiken für die Kollaboration untersucht.
Zunächst gilt es hierbei die Bedeutung der Kollaboration innerhalb der Supply Chain eingehend zu erläutern. Anschließend erfolgt eine Einführung in die Herkunft und den Gebrauch von Betreibermodellen im Umfeld der Investitionsgüterindustrie, wobei zudem eine Abgrenzung zur klassischen „make-or-buy“- Entscheidung stattfindet. Die Komplexität des Zusammenspiels der einzelnen Akteure wird unter Verwendung der Prinzipal-Agenten-Theorie einleitend beschrieben. Die weitere Untersuchung der Chancen und Risiken für die Kollaboration sowohl aus Sicht der Betreiber als auch aus Sicht der Nachfrager erfolgt weitergehend mit Hilfe einer an Kriterien geführten Analyse. Hierbei werden sowohl monetäre als auch nicht monetäre sowie technische Einflussfaktoren und deren Wirkungen auf die Zusammenarbeit berücksichtigt. Sämtliche Aspekte münden schließlich in einem ganzheitlichen Betrachtungsansatz, der zugleich den Abschluss der Analyse bildet. Im Rahmen der weiteren Ergebnisauswertung erfolgt eine vergleichende Zusammenstellung der zuvor gewonnenen Ergebnisse. Zudem werden erfolgskritische Ausblicke und Empfehlungen für den Einsatz von Betreibermodellen in kollaborativen Supply Chains gegeben.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Grundlegungen
- Kollaboration innerhalb der Supply Chain
- Betreibermodelle
- Kriteriengeleitete Analyse
- Ansatz der Prinzipal-Agenten-Theorie
- Bewertungskriterien
- Monetäre Aspekte
- Nichtmonetäre Aspekte
- Technische Aspekte
- Integrativer Ansatz
- Abschließende Bemerkungen
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Seminararbeit befasst sich mit der Untersuchung von Betreibermodellen in kollaborativen Supply Chains und deren Auswirkungen auf die Zusammenarbeit. Ziel ist es, die Chancen und Risiken der Kollaboration im Kontext der tertiären Ausrichtung im Maschinen- und Anlagenbau zu analysieren.
- Kollaboration innerhalb der Supply Chain
- Betreibermodelle im Kontext der Investitionsgüterindustrie
- Bewertungskriterien für die Kollaboration
- Chancen und Risiken der Kollaboration
- Integrativer Betrachtungsansatz der Wertschöpfungskette
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Einleitung stellt den Kontext der Arbeit dar und beleuchtet den steigenden Wettbewerbsdruck im Umfeld globaler Produktionsnetzwerke. Sie führt den Wandel vom reinen Produktgeschäft zum serviceorientierten Betreibermodell ein und benennt die zu untersuchende Fragestellung.
- Grundlegungen: Dieses Kapitel erläutert den Ansatz der Kollaboration innerhalb des Supply Chain Managements und beleuchtet die Notwendigkeit zur synchronisierten Zusammenarbeit entlang der Wertschöpfungskette. Es führt in die Herleitung und Anwendung von Betreibermodellen im Umfeld der Investitionsgüterindustrie ein.
- Kriteriengeleitete Analyse: Dieses Kapitel fokussiert sich auf die Chancen und Risiken der Kollaboration. Es analysiert monetäre, nichtmonetäre und technische Einflussfaktoren und deren Auswirkungen auf die Zusammenarbeit unter Einbezug der Prinzipal-Agenten-Theorie.
Schlüsselwörter
Die Arbeit beschäftigt sich mit den zentralen Themen der Kollaboration in Supply Chains, Betreibermodellen, der Analyse von Chancen und Risiken sowie dem Einfluss von technischen Neuerungen auf die Zusammenarbeit in der Investitionsgüterindustrie. Weitere wichtige Begriffe sind Prinzipal-Agenten-Theorie, monetäre und nichtmonetäre Aspekte, sowie der integrative Ansatz der Wertschöpfungskette.
Häufig gestellte Fragen
Was sind Betreibermodelle in einer Supply Chain?
Betreibermodelle sind Dienstleistungskonzepte, bei denen Produkte und Services kombiniert werden. Sie finden besonders im Maschinen- und Anlagenbau Anwendung, um komplexe Investitionsgüter effizienter zu nutzen.
Welche Rolle spielt die Kollaboration in der Supply Chain?
Kollaboration ermöglicht eine synchronisierte Zusammenarbeit entlang der Wertschöpfungskette, um auf steigenden Wettbewerbsdruck und kürzere Produktlebenszyklen zu reagieren.
Was ist die Prinzipal-Agenten-Theorie in diesem Kontext?
Diese Theorie wird genutzt, um die Komplexität und Informationsasymmetrien zwischen den verschiedenen Akteuren (Betreiber und Nachfrager) innerhalb der Supply Chain zu analysieren.
Nach welchen Kriterien werden die Chancen und Risiken bewertet?
Die Analyse erfolgt anhand von monetären, nichtmonetären sowie technischen Einflussfaktoren.
Was unterscheidet ein Betreibermodell von einer "make-or-buy"-Entscheidung?
Während "make-or-buy" lediglich die Eigenfertigung oder den Fremdbezug betrachtet, zielt das Betreibermodell auf eine langfristige, serviceorientierte Zusammenarbeit ab, die über den reinen Kauf hinausgeht.
- Quote paper
- Benedikt Kramps (Author), 2011, Betreibermodelle in Supply Chains , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/175506