Bildungspolitik ist in Deutschland von jeher ein bedeutsames Thema. Nicht zuletzt durch die PISA-Studien, die seit dem Jahr 2000 in dreijährigem Turnus in den meisten Mitgliedstaaten der OECD durchgeführt werden, hat sich die Relevanz des Themas Bildung in Deutschland nochmals gesteigert. Durch die großen Diskussionen in Politik und Medien zählt es mittlerweile zum Alltagswissen, dass trotz Bildungsreform und Bildungsexpansion weiterhin soziale Ungleichheiten von Bildungschancen sowohl nach sozialer, aber vor allem auch nach nationaler Herkunft bestehen.
Ziel dieser Arbeit ist es, in einem ersten Teil die Bildungsbeteiligung der Migranten in Deutschland anhand von Daten der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder aus dem Jahr 2008 darzustellen. Der Fokus liegt hier auf der Illustration der immer noch bestehenden Disparitäten mit Hilfe aktueller Zahlen und Grafiken, die Aufschlüsse über die Nachteile von Migranten im deutschen Bildungssystem verdeutlichen. Des Weiteren werden in einem zweiten Teil mögliche Erklärungsmodelle skizziert, wobei dieser Aspekt aufgrund des Umfangs der vorliegenden Arbeit nur kurz behandelt werden kann. Im abschließenden dritten Teil werden in aller Kürze mögliche Präventionsmodelle skizziert, wobei das Hauptaugenmerk hierbei auf dem Aspekt der Bildungsaspiration durch Sprache liegen wird.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Daten der Bildungsbeteiligung
- Statistische Daten aus dem Bildungsbericht 2010
- Erklärungsmodelle
- Innerschulische Erklärungen
- Außerschulische Erklärungen
- Präventionsmöglichkeiten
- Bessere Integration durch Sprache
- Schlussbemerkung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit analysiert die Bildungsbeteiligung von Migranten in Deutschland im Jahr 2008 anhand von Daten der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder. Die Arbeit konzentriert sich auf die Illustration der weiterhin bestehenden Bildungsungleichheiten durch den Vergleich der Bildungsbeteiligung von Migranten mit der von Deutschen ohne Migrationshintergrund. Darüber hinaus werden verschiedene Erklärungsmodelle für diese Disparitäten skizziert, bevor im letzten Teil mögliche Präventionsmodelle vorgestellt werden, wobei der Schwerpunkt auf der Rolle der Sprache für die Bildungsaspiration liegt.
- Bildungsbeteiligung von Migranten in Deutschland
- Soziale Ungleichheit in der Bildung
- Erklärungsmodelle für Bildungsdisparitäten
- Präventionsmöglichkeiten im Bildungsbereich
- Rolle der Sprache für die Bildungsaspiration
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel befasst sich mit der Einleitung und stellt die Relevanz des Themas Bildung in Deutschland dar, insbesondere im Kontext der PISA-Studien und der anhaltenden Diskussionen um soziale Ungleichheiten in der Bildungslandschaft. Im zweiten Kapitel werden Daten zur Bildungsbeteiligung von Migranten in Deutschland aus dem Jahr 2008 anhand des Bildungsberichtes 2010 der ständigen Kultusministerkonferenz (KMK) vorgestellt. Diese Daten zeigen auf, dass Migranten, insbesondere türkischstämmige, eine geringere Bildungsbeteiligung als Deutsche ohne Migrationshintergrund aufweisen. Das dritte Kapitel behandelt verschiedene Erklärungsmodelle für diese Disparitäten, wobei sowohl innerschulische als auch außerschulische Faktoren betrachtet werden. Der vierte und letzte Teil der Arbeit skizziert Präventionsmodelle, mit dem Fokus auf die Förderung der Bildungsaspiration durch Sprache.
Schlüsselwörter
Bildungsbeteiligung, Migranten, Bildungsungleichheit, Erklärungsmodelle, Bildungsaspiration, Sprache, Sozialer Status, Statistische Daten, Bildungsbericht, KMK.
Häufig gestellte Fragen
Wie steht es um die Bildungsbeteiligung von Migranten in Deutschland?
Statistische Daten zeigen weiterhin deutliche Disparitäten: Migranten, insbesondere türkischstämmige, weisen oft eine geringere Bildungsbeteiligung auf als Deutsche ohne Migrationshintergrund.
Welche Erklärungsmodelle gibt es für Bildungsungleichheiten?
Es wird zwischen innerschulischen Faktoren (z. B. Selektionsmechanismen) und außerschulischen Faktoren (z. B. sozioökonomischer Status der Familie) unterschieden.
Welche Rolle spielt die Sprache für den Bildungserfolg?
Sprache ist der zentrale Schlüssel zur Bildungsaspiration. Mangelnde Sprachkenntnisse gelten als eines der Hauptmerkmale für Nachteile im deutschen Bildungssystem.
Was haben die PISA-Studien zur Bildungsdebatte beigetragen?
PISA hat verdeutlicht, dass in Deutschland der Bildungserfolg extrem stark von der sozialen und nationalen Herkunft abhängt, was den Druck für Bildungsreformen erhöhte.
Welche Präventionsmöglichkeiten werden vorgeschlagen?
Der Fokus liegt auf der frühen Sprachförderung und Modellen, die eine bessere Integration von Migrantenkindern bereits vor dem Schuleintritt sicherstellen.
- Quote paper
- Jan Feldmann (Author), 2011, Bildungsbeteiligung von Migranten in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/174745