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Exzerpt Frank Kopanski "... sam säw zum nuosch" Anmerkungen zum Hochzeitsmahl in Heinrich Wittenwilers 'Ring'

Titel: Exzerpt Frank Kopanski "... sam säw zum nuosch" Anmerkungen zum Hochzeitsmahl in Heinrich Wittenwilers 'Ring'

Exzerpt , 2011 , 5 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Hans Erdmann Hans Erdmann (Autor:in)

Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik
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Kopanski zeigt mit seinem Aufsatz den Reichtum an Deutungsmöglichkeiten Wittenwilers „Ring“ am Beispiel des Hochzeitsmahls auf. Er stellt fest, dass trotz guter Belege eine eindeutige Interpretation des Textes nicht möglich sei, da sie Fakten verschweige und in den Hintergrund schiebe. Zwar bietet das Hochzeitsmahl zahlreiche Ansatzpunkte, die auf eine Negativdidaxe schließen lassen, eine Eindeutigkeit der Lehre kann nach Kopanski jedoch nicht gegeben werden; nicht zuletzt auch aus dem Grund, weil diese der ästhetischen Qualität des Textes, die eben in der Uneindeutigkeit und Mischung unterschiedlicher Stile und Inhalte liegt, nicht gerecht werden würde.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

  • Frank Kopanski: „sam säw zum nuosch“ - Anmerkungen zum Hochzeitsmahl in Heinrich Wittenwilers 'Ring'
    • Das Hochzeitsmahl in Wittenwilers 'Ring' und die Tischzuchtsliteratur
    • Grobianische Tendenzen im „Ring“
    • Das Hochzeitsmahl als Negativdidaxe?

Zielsetzung und Themenschwerpunkte

Der Aufsatz von Frank Kopanski untersucht die gängige Interpretation des Hochzeitsmahls in Heinrich Wittenwilers „Der Ring“ als Negativdidaxe. Dabei werden Brüche und Widersprüche in der etablierten Sichtweise aufgezeigt und Argumente für eine komplexere Lesart des Textes vorgebracht.

  • Überprüfung der Einordnung des Hochzeitsmahls in die Tradition der Tischzuchtsliteratur
  • Analyse der grobianischen Tendenzen in Wittenwilers Text
  • Kritik an der Einordnung des Hochzeitsmahls als einfache Negativdidaxe
  • Hervorhebung der Bedeutung von Brutalität, Obszönität und Aberglaube im „Ring“
  • Diskussion der stilistischen Vielfalt und der komplexen Deutungsmöglichkeiten des Textes

Zusammenfassung der Kapitel

Im ersten Kapitel untersucht Kopanski Wittenwilers Hochzeitsmahl im Kontext der Tischzuchtsliteratur. Er stellt fest, dass der Text zwar Elemente der klassischen Tischzuchtsliteratur enthält, aber in seiner Ausführlichkeit, Brutalität und Obszönität weit über diese hinausgeht. Im zweiten Kapitel analysiert Kopanski den Text hinsichtlich grobianischer Tendenzen. Er vergleicht Wittenwilers Darstellung mit Friedrich Dedekinds „Grobianus“ und zeigt auf, dass Wittenwiler die grobianischen Elemente übertreibt und in eine neue, brutale Dimension hebt. Im dritten Kapitel widmet sich Kopanski der Frage, ob das Hochzeitsmahl als Negativdidaxe verstanden werden kann. Er argumentiert, dass die oft komische Wirkung des Dargestellten, die durch Brutalität, Obszönität und Aberglaube verstärkt wird, über eine einfache Belehrung hinausgeht.

Schlüsselwörter

Wittenwilers „Ring“, Hochzeitsmahl, Tischzuchtsliteratur, Grobianismus, Negativdidaxe, Brutalität, Obszönität, Aberglaube, Stilistische Vielfalt, Mehrdeutigkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in Heinrich Wittenwilers „Der Ring“?

„Der Ring“ ist ein spätmittelalterliches Werk, das durch eine Mischung aus Komik, Brutalität und Didaktik besticht und gesellschaftliche Zustände seiner Zeit parodiert.

Was versteht man unter „Negativdidaxe“ im Kontext des Hochzeitsmahls?

Negativdidaxe bedeutet, dass dem Leser durch die Darstellung von extrem schlechtem Verhalten (wie beim chaotischen Hochzeitsmahl) gezeigt wird, wie man sich eigentlich nicht verhalten sollte.

Was ist „Grobianismus“?

Grobianismus bezeichnet eine literarische Strömung, die Unhöflichkeit und grobes Fehlverhalten (besonders bei Tisch) thematisiert, oft um gesellschaftliche Sitten ironisch zu kritisieren.

Warum kritisiert Frank Kopanski die einfache Interpretation als Negativdidaxe?

Kopanski argumentiert, dass der Text zu komplex und uneindeutig ist, um ihn nur als Lehrstück zu sehen; die ästhetische Qualität liege gerade in der Mischung aus Obszönität und Brutalität.

Welche Rolle spielt die Tischzuchtsliteratur in Wittenwilers Werk?

Wittenwiler greift Konventionen der Tischzucht auf, übersteigert diese aber ins Groteske und Brutale, wodurch die ursprüngliche belehrende Absicht konterkariert wird.

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Details

Titel
Exzerpt Frank Kopanski "... sam säw zum nuosch" Anmerkungen zum Hochzeitsmahl in Heinrich Wittenwilers 'Ring'
Hochschule
Technische Universität Dresden  (Germanistik)
Note
2,3
Autor
Hans Erdmann Hans Erdmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
5
Katalognummer
V174483
ISBN (eBook)
9783640954537
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Heinrich Wittenwiler Der Ring Frank Kopanski
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Hans Erdmann Hans Erdmann (Autor:in), 2011, Exzerpt Frank Kopanski "... sam säw zum nuosch" Anmerkungen zum Hochzeitsmahl in Heinrich Wittenwilers 'Ring', München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/174483
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Leseprobe aus  5  Seiten
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