„Madonnen vom Fließband“ - So titelte der Spiegel in seiner 29. Ausgabe des Jahres 1998 seinen Artikel über die Della Robbia Dynastie. In der Tat hatte Andrea della Robbia die Familienwerkstatt nach seiner Übernahme im Laufe weniger Jahre zum stattlichen Produktionsunternehmen mit serieller Herstellung gemacht. Oder sollte man, wie es neben anderen auch der Kunsthistoriker Wil-helm Bode ausdrückte, eher „degradiert“ sagen?
Die Massenproduktion, die Lucas Neffe in der Manufaktur einführte -und mit vorgefertigten Abdruckmulden bis auf die Spitze trieb- hat mehrere Fachleute dazu veranlasst, Andreas Werken im Bezug auf die Qualität kritisch gegenüberzustehen.
Inhaltsverzeichnis (Table of Contents)
- Einleitung
- Das Altarbild von Andrea della Robbia im Liebieghaus
- In der Werkstatt
- Die Entwicklung der robbianischen Kunst
Zielsetzung und Themenschwerpunkte (Objectives and Key Themes)
Diese Arbeit analysiert das Altarbild von Andrea della Robbia, welches die Himmelfahrt Mariens und die Gürtelspende an den Heiligen Thomas darstellt. Sie befasst sich mit der Kritik an der Serienproduktion in der Werkstatt della Robbia, die der Kunstfertigkeit und Individualität der Werke entgegenstanden. Die Arbeit setzt sich kritisch mit der Frage auseinander, ob die Serienproduktion die künstlerische Qualität der Werke beeinträchtigte oder ob Andrea della Robbia einen eigenen künstlerischen Stil entwickelte.
- Serienproduktion in der Werkstatt della Robbia
- Kritik an der Qualität der Werke
- Künstlerischer Stil Andrea della Robbias
- Die Entwicklung der robbianischen Kunst
- Die Bedeutung der Terrakotta als künstlerisches Material
Zusammenfassung der Kapitel (Chapter Summaries)
- Die Einleitung stellt die Thematik der Arbeit vor und diskutiert die Debatte um die Qualität der Werke Andrea della Robbias im Kontext der Serienproduktion in seiner Werkstatt.
- Das Kapitel „Das Altarbild von Andrea della Robbia im Liebieghaus“ analysiert das Altarbild im Detail, einschließlich der Darstellung der Himmelfahrt Mariens, der Gürtelspende an den Heiligen Thomas, der ikonografischen Elemente und der verwendeten Materialien. Es beleuchtet auch die Bedeutung der Rahmenarchitektur und der Inschrift.
Schlüsselwörter (Keywords)
Die wichtigsten Schlüsselwörter dieser Arbeit sind: Andrea della Robbia, Himmelfahrt Mariens, Gürtelspende, Terrakotta, Serienproduktion, künstlerischer Stil, Werkstatt, Kritik, ikonografie, Material, Rahmenarchitektur, Inschrift.
Häufig gestellte Fragen
Wo befindet sich der Altar der Maria Himmelfahrt von Andrea della Robbia?
Das bedeutende Altarbild befindet sich heute im Liebieghaus in Frankfurt am Main.
Was war das Besondere an der Werkstatt der Della Robbia Dynastie?
Andrea della Robbia entwickelte die Familienwerkstatt zu einem Produktionsunternehmen mit serieller Herstellung weiter, was in der Kunstgeschichte teils als „Degradierung“ kritisiert wurde.
Welche Szenen sind auf dem Altarbild dargestellt?
Der Altar zeigt die Himmelfahrt Mariens sowie die Gürtelspende an den Heiligen Thomas.
Warum ist das Material Terrakotta so wichtig für diese Kunst?
Die Della Robbias waren berühmt für ihre glasierten Terrakotta-Arbeiten, die eine kostengünstigere, aber dennoch hochwertige Alternative zum Marmor darstellten.
Wie wird die Qualität von Andrea della Robbias Werken beurteilt?
Die Fachwelt ist gespalten: Einige kritisieren die Massenproduktion mittels Abdruckmulden, während andere seinen individuellen künstlerischen Stil hervorheben.
Welche Rolle spielt die Rahmenarchitektur des Altars?
Die Arbeit analysiert die Bedeutung der architektonischen Rahmung und der Inschriften für das Gesamtverständnis und die ikonografische Wirkung des Kunstwerks.
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- Katrin Hillenbrand (Author), 2010, Der Altar der Maria Himmelfahrt von Andrea della Robbia im Liebieghaus zu Frankfurt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/173738