Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Thematik „Örtliche Bauaufsicht“. Im
ersten Kapitel wird der Begriff „örtliche Bauaufsicht“ ausführlich erklärt. Es folgt eine Erklärung
der gesetzlichen Einschränkungen sowie eine Betrachtung des Prozesses „Beschaffung von ÖBA
Leistungen“. Mit dem Vergleich der unterschiedlichen Organisationsformen und einer Aufstellung
von Projektphasen endet das erste Kapitel.
Im Zweiten Teil der Arbeit wird das Leistungsbild einer örtlichen Bauaufsicht erklärt. Dabei
erfolgt eine Betrachtung nach dem Leitfaden zur Kostenschätzung von Planungsleistungen und
nach dem Leistungsbild Architektur.
Im Anhang befinden sich ergänzende Tabellenwerke, die das Leistungsbild einer örtlichen
Bauaufsicht genau abgrenzen.
Inhaltsverzeichnis
1. Allgemeine Erläuterungen zur Örtlichen Bauaufsicht
1.1 Begriffsbestimmung lt. Oberndorfer/Jodl
1.2 Gesetzliche Einschränkungen
1.3 Beschaffung von ÖBA Leistungen
1.4 Organisationsformen der Örtlichen Bauaufsicht
1.4.1 Hierarchische Organisation
1.4.2 Aufgabenorientierte Organisation
1.5 Projektphasen einer Örtlichen Bauaufsicht
2. Leistungsbild einer Örtlichen Bauaufsicht
2.1 Leistungsbild nach Leitfaden zur Kostenschätzung von Planungsleistungen
2.1.1 Bauüberwachung und Koordination
2.1.2 Termin- und Kostenverfolgung
2.1.3 Qualitätskontrolle
2.1.4 Rechnungsprüfung
2.1.5 Bearbeitung von Mehr- und Mindestkostenforderungen
2.1.6 Übernahme und Abnahme
2.1.7 Mängelfeststellung und -bearbeitung
2.1.8 Dokumentation
2.1.9 Sonstige Teilleistungen
2.2 Leistungsbild nach dem Leistungsbild Architektur
2.2.1 Örtliche Vertretung und Ausübung des Hausrechtes
2.2.2. Kontrolle der Aufmaße – Prüfung aller Rechnungen
2.2.3 Feststellen der anweisbaren Zahlungsbeträge und der Sicherheiten
2.2.4 Kostenfeststellung
2.2.5 Aufstellen und Überwachen des Zeitplanes für die Abwicklung
2.2.6 Führen des Bautagebuches
2.2.7 Abnahme von Bauleistungen – Feststellung von Mängeln
2.2.8 Antrag auf behördliche Abnahme und Teilnahme an entsprechenden Verfahren
2.2.9 Übergabe des Bauwerkes an den Auftraggeber
2.2.10 Überwachung der Beseitigung der bei der Abnahme festgestellten Mängel
3. Anhang
3.1 Quellenverzeichnis
3.2 Abbildungen und Tabellen
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Bakkalaureatsarbeit untersucht die Aufgabenbereiche und das Leistungsbild der Örtlichen Bauaufsicht (ÖBA). Ziel ist es, die zentralen Funktionen der ÖBA – von der Interessensvertretung des Auftraggebers bis hin zur Abnahme und Mängelbeseitigung – unter Einbeziehung relevanter rechtlicher Rahmenbedingungen und Leistungsbilder (wie HOA 2002/04 und Leitfaden der Bundesinnung Bau) strukturiert darzustellen.
- Begriffliche und rechtliche Grundlagen der ÖBA
- Vergleich hierarchischer und aufgabenorientierter Organisationsformen
- Detaillierte Analyse des Leistungsbildes nach verschiedenen Leitfäden
- Prozesse der Rechnungsprüfung, Kostenfeststellung und Terminüberwachung
- Umgang mit Abnahmen, Mängelfeststellungen und Dokumentation
Auszug aus dem Buch
1.1 Begriffsbestimmung lt. Oberndorfer/Jodl
Unter dem Begriff der örtlichen Bauaufsicht (ÖBA) versteht man die Interessensvertretung des Auftraggebers (AG) vor Ort, d.h. direkt auf der Baustelle. Einschließlich der Ausübung des Hausrechtes auf der Baustelle durch die Überwachung auf vertragsgemäße Herstellung des Werkes stellt die ÖBA eine zentrale Schnittstelle zischen AG und Auftragnehmer (AN) dar. Im Detail können die Aufgabenbereiche der ÖBA wie folgt beschrieben werden:
• Örtliche Überwachung der Herstellung des Werkes;
• Örtliche Koordinierung aller Lieferungen und Leistungen;
• Überwachung auf Übereinstimmung mit den Plänen, Angaben und Anweisungen des Planers;
• Überwachung auf Einhaltung der technischen Regeln;
• Überwachung der behördlichen Vorschreibungen und des Zeitplanes;
• Direkte Verhandlungstätigkeit mit den ausführenden Unternehmern;
• Abnahme der Leistungen und die Kontrolle der für die Abrechnung erforderlichen Aufmessungen;
• Führung des Baubuches;
• Prüfung aller Rechnungen auf Richtigkeit und Vertragsmäßigkeit;
• Schlussabnahme des Bauwerkes unmittelbar nach dessen Fertigstellung im Einvernehmen mit der Oberleitung.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Allgemeine Erläuterungen zur Örtlichen Bauaufsicht: Definition der ÖBA als Schnittstelle zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer, gesetzliche Anforderungen sowie ein Vergleich der Organisationsformen.
2. Leistungsbild einer Örtlichen Bauaufsicht: Detaillierte Aufschlüsselung der Aufgaben der ÖBA basierend auf dem Leitfaden zur Kostenschätzung sowie dem Leistungsbild Architektur inklusive Abnahme- und Prüfprozessen.
3. Anhang: Ergänzende Dokumentationen, Quellenverzeichnis sowie eine grafische Aufarbeitung der behandelten Themen durch Abbildungen und Tabellen.
Schlüsselwörter
Örtliche Bauaufsicht, ÖBA, Bauherrenvertretung, Hausrecht, Projektmanagement, Baustellenkoordination, Rechnungsprüfung, Kostenfeststellung, Abnahme von Bauleistungen, Mängelbeseitigung, Bauüberwachung, Ziviltechniker, Leistungsbild Architektur, Terminverfolgung, Bautagebuch
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Kernfunktionen und das Leistungsbild einer Örtlichen Bauaufsicht (ÖBA) bei Bauprojekten, insbesondere deren Rolle als Interessensvertretung des Auftraggebers direkt auf der Baustelle.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Schwerpunkte liegen auf der rechtlichen Einordnung der ÖBA, der Organisation der Bauaufsicht, der operativen Überwachung von Bauabläufen sowie der administrativen Abwicklung, wie Rechnungsprüfung und Dokumentation.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist eine fundierte Darstellung und systematische Erläuterung der vielfältigen Aufgaben einer ÖBA, untermauert durch gängige Standards wie die HOA 2002/04.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine strukturierte Literaturanalyse sowie eine prozessorientierte Betrachtung basierend auf fachspezifischen Leitfäden und Honorarordnungen für das Bauwesen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in allgemeine Grundlagen und die detaillierte Beschreibung des Leistungsbildes, unterteilt nach den Richtlinien der Bundesinnung Bau und dem Leistungsbild Architektur.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Zu den zentralen Begriffen zählen Örtliche Bauaufsicht, Projektmanagement, Baustellenkoordination, Kostenfeststellung und Mängelbeseitigung.
Was unterscheidet eine hierarchische von einer aufgabenorientierten Organisation?
Während die hierarchische Form auf einem zentralen Projektleiter als Generalinstanz basiert, setzt die aufgabenorientierte Form auf Dezentralisierung durch spezialisierte Abschnittsbauleiter, um Schnittstellen effizienter zu bewältigen.
Welche Rolle spielt die ÖBA bei der Rechnungsprüfung?
Die ÖBA übernimmt die Prüfung sämtlicher Rechnungen auf inhaltliche Richtigkeit und Vertragsmäßigkeit, kontrolliert Aufmaßermittlungen und stellt die anweisbaren Zahlungsbeträge sowie Sicherheiten fest.
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- Michael Berger (Author), 2009, Funktionen der örtlichen Bauaufsicht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/173670